Mit Castlevania: Lords of Shadow erlebte die Videospielreihe aus dem Hause Konami vor einigen Jahren einen Reboot, der zwar nur bedingt etwas mit den früheren Ablegern zu tun hatte, dafür aber umso mehr überzeugen konnte. Neben zumeist sehr ordentlichen Wertungen durfte sich der Titel schließlich zudem über jede Menge Auszeichnungen freuen und auch bei uns von Gamezone konnte das Action-Adventure richtig gut abschneiden. 3DS-Besitzer dürfen sich nun über den Handheld-Teil Castlevania: Lords of Shadow - Mirror of Fate freuen, welcher, wie auch die restlichen Ableger, wieder von MercurySteam entwickelt wurde.
Wenig überraschend also, dass wir auch beim Handheld-Titel wieder die gewohnte Kost von Lords of Shadow geboten bekommen, wenngleich wir uns auf dem 3DS durch waschechte 2D-Areale kämpfen dürfen, die aufgrund der hübschen 3D-Hintergründe richtig gut zur Geltung kommen und ein wenig das Spielgefühl der alten 2D-Ableger vermitteln können.
Verschiedene Charaktere, verschiedene Fähigkeiten
Quelle: Konami
Castlevania: Lords of Shadow - Mirror of Fate für den Nintendo 3DS im Test (2)
Je nach Akt schlüpfen wir dabei in die Rolle verschiedener Charaktere wie Alucard oder Gabriel Belmont, die sich spielerisch aber nur bedingt unterscheiden und beispielsweise unterschiedliche Fähigkeiten besitzen, die zugegebenermaßen in der Praxis aber durchaus bemerkenswert sind und fast schon eine gewisse Umgewöhnung nach einem Charakter-Wechsel erfordern. Ansonsten spielen sich die enthaltenen Charaktere aber praktisch gleich, wobei das Gameplay ohnehin nicht sonderlich komplex ist. Wir springen, blocken, verwenden hin und wieder nützliche Gegenstände und attackieren die Feinde mit den bekannten Direkt- oder Flächenangriffen. Solides und bekanntes Gameplay also.
Etwas Abwechslung bringen hierbei die mächtigen Kombos, die den Gegnern ordentlich zusetzen können. Neue Kombos können übrigens durch Levelaufstiege freigeschaltet werden, was einige gewisse Motivation zum Aufleveln sein könnte. Viel mehr Gründe zum Leveln gibt es dabei ohnehin nicht und allgemein spielen die Rollenspiel-Elemente keine große Rolle. Schade, denn so sind die Levelaufstiege ziemlich unspektakulär und wer die Kombos nicht nutzt, wird sich für das Sammeln der Erfahrungspunkte und Auffüllen des Aufstiegsbalkens kaum begeistern können. Hier wären bemerkenswerte Vorteile, wie größere Lebens- oder Magiebalken sicherlich nicht verkehrt gewesen.
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Castlevania: Lords of Shadow - Mirror of Fate für den Nintendo 3DS im Test (3)
Aber keine Sorge, diese Balken können wir dafür erweitern, wenn wir entsprechende im Spiel versteckte Truhen öffnen. Die eine oder andere Erkundungstour in den Umgebungen kann sich also durchaus lohnen und neben den genannten Truhen gibt es noch allerlei andere versteckte Dinge zu entdecken, beispielsweise Schriftrollen, die nicht nur einen kurzen Text beinhalten, sondern auch Erfahrungspunkte mit sich bringen. Einige Areale können wir übrigens erst betreten, wenn wir im späteren Verlauf bestimmte Fähigkeiten erhalten haben und zum Beispiel durch bestimmte Türen hindurchgehen oder mit dem Doppelsprung höher gelegene Abschnitte erreichen können. Daher können wir uns mit neuen Fähigkeiten im Gepäck immer wieder mal in frühere Bereiche zurück wagen und nach bisher unerreichbaren Gegenden Ausschau halten.
Wenige, aber dafür gute Rätsel
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Hin und wieder dürfen wir dann unser Können in den verschiedenen Rätseln unter Beweis stellen, von denen leider nicht sonderlich viele im Spiel vorhanden sind und ein paar mehr hätten es da ruhig sein dürfen. Dafür sind die enthaltenen Rätsel durchaus gut ins Spiel eingebunden und machen jede Menge Spaß. Sofern wir bei einer kniffligen Aufgabe unsere Probleme haben, können wir übrigens verschiedene Hinweise erhalten, die zwar einerseits Tipps für das Rätsel geben, andererseits aber auch die zu erhaltenden Erfahrungspunkte reduzieren. Neben den Rätseln sorgen selbstverständlich noch die Endbosse für Abwechslung, von denen es ebenfalls ruhig ein paar mehr hätten sein dürfen. Dafür sind diese gut ins Spiel integriert und können mit einer genialen Inszenierung punkten. Hier werden wir dann auch teilweise etwas mehr gefordert und der Schwierigkeitsgrad zieht bei manchen Bosskämpfen durchaus an. Der Schwierigkeitgrad des Titels ist aber stets fair und zudem kann man zwischen drei verschiedenen Stufen wählen und diese jederzeit im Menü wechseln. Man muss sich also nicht bereits zu Beginn des Spiels festlegen, was natürlich von Vorteil ist, falls das Spiel an bestimmten Stellen zu leicht oder zu schwer erscheint. Zudem gibt es sehr fair verteilte Rücksetzpunkte, so dass letztlich auch bei Anfängern kaum Frust aufkommen sollte. Lediglich die Ladezeiten nach einem Ableben, bis man anschließend wieder ans Werk gehen kann, sind etwas lang und können hier als Kritikpunkt genannt werden.
Hübsche 3D-Hintergründe und Cel-Shading-Sequenzen
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Aber kommen wir noch einmal auf die optische Aufmachung des Titels zu sprechen, die sich unterm Strich sehen lassen kann und auf dem 3DS eine sehr gute Figur macht. Die 2D-Umgebungen können dabei ebenso überzeugen, wie die 3D-Hintergründe, die in manchen Szenen durch Kamerabewegungen besonders zur Geltung kommen. Mit von der Partie sind übrigens auch Zwischensequenzen, die neben In-Game-Grafik hin und wieder auch Videos in Cel-Shading-Optik zu bieten haben und, wie auch das restliche Spiel, einen sehr netten 3D-Effekt besitzen. Allerdings ist diese Cel-Shading-Grafik wohl eher Geschmackssache, dafür gibt es bei diesen aber eine ziemlich nette englische Sprachausgabe. Die Soundkulisse weiß ohnehin zu gefallen und präsentiert uns stets eine passende musikalische Untermalung, die für eine sehr gute Atmosphäre sorgt.
