Call of Juarez: Gunslinger in der Vorschau: Die Serie kehrt zu ihren Wild-West-Wurzeln zurück

Special Sandro Odak

Nach einem erfolglosen Ausbruch in die Neuzeit kehrt die Techland-Serie Call of Juarez zurück in den Wilden Westen. Wir haben den Arcade-Shooter Call of Juarez: Gunslinger ausprobiert und sehen gute Chancen für das Downloadspiel: Erzählung und Handling machen Spaß. In unserer Vorschau verraten wir weshalb.

Endlich wieder Wilder Westen! In Hamburg haben wir Call of Juarez: Gunslinger anspielen können und waren positiv überrascht von der Rückkehr in das alte Setting. Nach dem erfolglosen und handwerklich schlecht gemachten Schlenker in den modernen Drogenkrieg kehrt die Marke zurück zu ihren Wurzeln. Die McCall-Brüder sollen darin zwar vorkommen, sind aber nicht die Protagonisten des Download-Titels. Das ist stattdessen der Kopfgeldjäger Silas Greaves. Er erzählt in einem Saloon als alter Mann die Geschichte seines Lebens - in einer derart tiefen und sonoren Stimme, dass man ihm das umtriebige Cowboy-Leben mit viel Whiskey locker abkauft!

Call of Juarez: Gunslinger in der Vorschau (7) Quelle: Ubisoft Call of Juarez: Gunslinger in der Vorschau (7) Wie im Action-Adventure Bastion kommentiert der Erzähler aus dem Off, was der Spieler macht. Das ist toll gemacht und wirkt sehr interaktiv. An manchen Stellen verhaspelt sich Silas und korrigiert sich. Eben kam noch die Kavallerie angeritten um zu helfen, dann fällt dem Geschichtenonkel ein, dass die erst viel später kommen und der Spieler die Stellung allein halten muss. Wie beim Zurückspulen einer Kasette verschwinden die Reiter am Horizont wieder und man steht allein da - genial umgesetzt!

Abgesehen von der erzählerischen Komponente ist Call of Juarez aber ein ziemlich gradliniger Shooter. Die Level sind linear aufgebaut, wirken oft schlauchig. Und die Gegner stehen immer an denselben vorbestimmten Orten. Durch sein sehr arcadiges Handling kommt trotzdem Spaß auf. Jeder Schuss wird mit Punkten belohnt, wer schnell zieht und gar den Kopf trifft, wird besser entlohnt. Außerdem lassen sich Kills wie Kombos anhäufen, etwa wenn man Dynamitfässer trifft. AN besonderen Stellen winkt außerdem ein Duell mit Spezialcharakteren aus dem Wilden Westen. Hier kann man entweder unehrenhaft siegen, indem man den Gegner abknappt bevor er zieht, oder man zieht schneller. Am Ende der Karte gibt es eine kleine Auswertung. Wiederspielwert wegen der Story gibt es so keinen, wer aber seinen Highscore hochtreiben will, hat gut zu tun in Call of Juarez: Gunslinger.

Call of Juarez: Gunslinger in der Vorschau (2) Quelle: Ubisoft Call of Juarez: Gunslinger in der Vorschau (2) Gunslinger basiert auf der altbekannten Techland-Engine, die ein wenig aufgehübscht wurde. Das hohe Alter sieht man dem Grafikprogramm mittlerweile an. Texturen sind matschig und niedrig aufgelöst, je näher man rankommt, desto offensichtlicher ist das. Trotzdem kriegt das Download-Spiel die Kurve. Dank toller Effekte, vor allem bei der Ausleuchtung der Karte, macht der Arcade-Shooter noch einiges her. Außerdem verzichtet Techland bewusst auf ultrarealistische Grafik. Stattdessen verwenden die tschechischen Entwickler einen leichten Cel Shading Look, der gut ankommt.

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