DICE hat auf der hauseigenen EA Pressekonferenz in Los Angeles zum ersten Mal Gameplay aus Battlefield 4 gezeigt. Wir konnten die Mission "Battle of Shanghai" noch nicht selbst anspielen, haben aber die wichtigsten Fakten zusammengefasst.
Weiterhin 64 Spieler, aber größere Squads
Quelle: DICE
Battlefield 4 (8)
DICE zeigte auf der EA Pressekonferenz in Los Angeles am Montag eine Schlacht mit (angeblich) 64 Spielern auf der Bühne. An der Spielerzahl verändert EA also nichts. Wohl aber an der Größe der Maps und am Squad-System. Fünf statt vier Spieler können künftig zusammen in einem Team spielen, um beispielsweise beieinander zu spawnen. Das macht auch Sinn. War man in Battlefield 3 mit drei Mann in einem Panzer, gab es plötzlich keine mobilen Einstiegspunkte mehr. Mit fünf Mann löst sich das Problem sicher nicht in Luft auf, Spieler haben dennoch mehr Auswahl. An den Spielerklassen haben die Macher anscheinend nichts verändert. Einen ausgewiesenen "Sturmsoldat", wie man ihn aus Battlefield 2 und Bad Company kannte, gibt es nicht. Seine Rolle ist kombiniert mit dem Medic.
Das Gameplay, das DICE bei der EA Pressekonferenz gezeigt hat, stammte vom PC. Ob man 64 Spieler auch auf Konsole erreicht – zweifelhaft. Auf Xbox One und Playstation 4 sind 64 Spieler sicherlich denkbar, zumindest aber mehr als 24 – so viele passen jetzt auf einen Konsolenserver. Wie es auf Xbox 360 und PS3 aussieht steht noch komplett in den Sternen.
Riesige Maps, mehr Zerstörung
Quelle: DICE
Battlefield 4 (6)
Zerstörung spielt nun schon lange eine wichtige Rolle in Battlefield. Der vierte Teil der Serie treibt das Frostbite-Feature aber auf die Spitze. Unser Team befindet sich unter der Erde und der Medic greift zum Granatwerfer. Klick, Bumm und ein richtig fetter Teil der Straße, die über dem Kellergeschoss liegt, fällt ein Stockwerk tiefer. Praktisch, dass genau jetzt ein Panzer entlangfuhr – er plumpst auch herunter und wird von einem Team-Kameraden mit C4 in die Luft gejagt. Wow! Was für eine Aktion!
Ob die Kartengröße in Battlefield 4 wirklich so viel größer ist als in Battlefield 3 können wir jetzt noch nicht sagen. Gefühlt sind die Spielgebiete aber riesig. Der Eindruck entsteht aber auch, weil in Battle of Shanghai Vertikalität eine wichtige Rolle spielt. Nachdem wir eine Flagge auf Bodenniveau eingenommen haben, steigt unser Squad in einen Aufzug, der sogar wirklich in das Obergeschoss des Glasfassaden-Hochhauses fährt. Lifte – die vierte "Fahrzeug-Gattung" in Battlefield? Die hohe Vertikalität sorgt für viel Platz und Schlachten auf und mehreren Ebenen. Was in den DLCs zu Battlefield 3 versucht wurde, macht DICE in BF4 nun exzessiv. Das absolute Highlight: Nachdem unser Team die Flagge im Obergeschoss des Hochhauses eingenommen hat, wird das Gebäude instabil. Und tatsächlich stürzt es dann ein – ein Hochhaus. Ein echter Wolkenkratzer! Eine mehr als hundert Meter große Landmarkierung ist plötzlich einfach weg, vom Erdboden verschwunden! Wie das tatsächlich funktioniert ist die wichtige Frage: Skaliert die Map den Flaggenpunkt dann in den Trümmern herunter?
Commander auf dem iPad
Quelle: DICE
Battlefield 4 (4)
Ziemlich cool: DICE bringt den Commander zurück. Fans haben jahrelang danach gebettelt. Aber die Schweden blieben hart. Bei Battlefield 3 hieß es noch: "Wir haben Battlelog und Squads, wir brauchen keinen Commander mehr. Alles ist auch so miteinander verbunden." Nun hat man es doch geschafft, Battlefield durch einen Commander eine neue Taktiktiefe zu verleihen – und gleichzeitig muss kein Spieler die Runde am Boden kauernd verbringen, um ja nicht zu sterben. Der Clou: Der Commander ist kein Battlefield-Spieler auf dem Schlachtfeld, sondern eine zusätzliche Person an einem Tablet-PC. Er sieht das Spiel aus einer Karten-Perspektive auf seinem Bildschirm, nimmt aber nicht aktiv teil. Über Battlelog kommunizieren Soldaten und Commander und können Artillerie-Schläge anfordern. Sehr cool!
Auf der anderen Seite: Durch die Einbindung von Tablets macht sich EA vielleicht nicht nur Freunde. Aus dem Spiel heraus kann so keiner "auf die Schnelle" Unterstützung geben. Diese Aufgabe übernimmt ein Fremder, der eine iPad-App offen hat. Und wir wissen ja, wie lang man durchschnittlich an so einem Mobilgerät sitzt: Sicher nicht lang genug, um ein 65 Spieler 1000%-Match zu bestreiten – das dauert nämlich gerne mehrere Stunden.
Weitere Infos werden wir in den kommenden Tagen ergänzen.
