Ryse in der Vorschau: Knallharte 30fps-Action im Stil von God of War, die zur Not geschnitten in Deutschland erscheinen soll

Special Sandro Odak

Gamezone hat in Los Angeles einen ersten Blick auf Cryteks Ryse werfen können. Microsofts Antwort auf God of War ist blutig ohne Ende, läuft mi 30 Frames pro Sekunde und wird in Deutschland vermutlich geschnitten, um eine Jugendfreigabe zu erhalten. Wir haben alle Infos und Meinungen in der Anspiel-Vorschau!

Ryse war vor Jahren Cryteks exklusives Action-Spektakel für Kinect. Dann wurde es still um den Titel. Vermutet wurde: Eingestampft. Ist aber gar nicht wahr! Microsoft hat das Römer-Spiel weiterentwickelt, das Kinect-Gehampel über Bord geworfen und mit anständiger Button-Steuerung ergänzt. Heraus kommt God of War für Xbox. Der Vergleich liegt nahe: Der Gewaltgrad ist enorm, stellenweise hacken wir Feinden Gliedmaßen ab. Griechische Mythologie weicht römischer Soldaten-Geschichte. Und Quick-Time-Events wohin das Auge schaut. Alles schreit nach Kratos. Und sind wir ehrlich: Wenn so ein Badass auf die Xbox kommt, kann das nicht zu schlecht sein.

Ryse in der E3-Vorschau: Hart, brutal und sehr wie God of War. (2) Quelle: Crytek Ryse in der E3-Vorschau: Hart, brutal und sehr wie God of War. (2) Auf einer Showcase-Veranstaltung konnten wir das blutige Action-Gemetzel nun erstmals anspielen. Dabei bestätigte sich, was bei der Pressekonferenz offensichtlich war: Ryse spielt sich sehr stark geskriptet und linear an. Immer wieder führt unser römischer Anführer dieselben Moves aus, immer wieder dieselben Finisher. Ein Producer vor Ort wiegelt aber ab: "In Ryse gibt es über 100 unterschiedliche Finishing Moves. Selbst wenn ihr nach einiger Zeit ein paar gesehen habt – irgendwas Neues werdet ihr immer noch herausfinden können." Mit B führt man diese tödlichen Attacken aus, die mit Quick-Time-Events choreografiert sind. Und die Bilder sind durchaus nicht jugendfrei: Einem der Gegner hacken wir den Oberschenkel ab, es spritzt Blut und man sieht sogar den Knochen. Ekelig! An anderer Stelle fängt sich ein Kamerad einen Pfeil im Auge ein. Auch das ist verstörend, kommt aber beim Publikum ganz gut an.

Obwohl uns immer wieder QTEs ablenken, sind die Kämpfe an sich entspannend dynamisch gelungen. Mit Schwert und Schild wehren in gewohnter Buttonmasher-Tradition Angriffe ab und setzen zum Gegenschlag an. Lediglich die fies inszenierten Tötungsschläge werden durch den Reaktionstest besonders unterstrichen.

Technisch ist Ryse der aktuellen Generation in vielen Dingen voraus. Vor allem die Umgebungen sehen toll aus und erinnern vom Leveldesign ganz besonders an das ausufernde God of War. Für 60 Frames pro Sekunde reicht das trotzdem nicht. Ein Crytek-Mitarbeiter vor Ort enthüllt uns gegenüber, dass Ryse "nur" auf 30 fps laufen wird

In Deutschland? Undenkbar.

Weil Ryse Gewalt auf diese Art regelrecht zelebriert, wird es mit Sicherheit in dieser Form nicht in Deutschland erscheinen können. Wir haben die Macher, die ja immerhin aus Deutschland kommen, dazu befragt. Sie sehen dasselbe Problem, sind aber optimistisch, dass es klappt. Immerhin konnte Gears of War auch erscheinen. Die Gewalt hat in Ryse aber eine ganz andere Qualität als in Gears – ohne Schnitte wird das bestimmt nichts. Die nimmt Crytek auch gern in Kauf. "Wir werden alles tun, um Ryse auch in Deutschland herauszubringen."

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