World of Tanks: Xbox 360 Edition in der Vorschau: Das Free2Play-Monster kommt auf die Konsole
SpecialAuf der E3 hat Wargaming World of Tanks nun auch für Konsolen angekündigt. Das erfolgreiche Pree2Play-Spiel erscheint noch dieses Jahr exklusiv für die Xbox 360 - und ist natürlich kostenlos. Wir haben die Konsolenfassung angespielt.
Auf der E3 hat Wargaming.net seinen "Überraschungshit" für Xbox 360 enthüllt. Wenig überraschend: Es ist World of Tanks. Der Free2Play-Hit hat am PC bereits mehr als 50 Millionen Mitglieder und ist neben League of Legends eines der beliebtesten kostenlosen Online-Spiele der Welt. Auf der Xbox hoffen die Entwickler nun auf weitere Millionen Kunden.
Quelle: Wargaming
Wargamings Free2Play-Shooter World of Tanks kommt auf die Xbox 360. (1)
Die World of Tanks: Xbox 360 Edition wird für Xbox Live Gold Mitglieder kostenlos verfügbar sein, Silbermitglieder dürfen sieben Tage lang kostenlos spielen. Danach müssen sie auf Gold upgraden. Damit erreicht das Panzerspiel aus Weißrussland potentiell bis zu 70 Millionen neue Spieler.
Wargamings Konzept für World of Tanks lautet: "It's free to win." Die Entwickler legen Wert darauf, dass Spieler alle wichtigen Freischaltungen allein durch Spielfortschritt erreichen und kein Echtgeld investieren müssen. Wer natürlich nicht warten will, bis er genug Erfahrungspunkte hat, kann auch Kohle ausgeben. Exklusiv sind nur manche wenige Panzermodelle. Sie sind aber nicht besser als die kostenlosen Tanks – nur eben exklusiver. "Leute kaufen diese Modelle für's Ego." Erzählt einer der Entwickler. "Sie wollen zeigen, was sie haben und mit einem Panzer, den nicht jeder hat, kann man in World of Tanks zumindest gut aussehen. Aber das Können muss von den Spielern kommen, das kannst du nicht kaufen."
Historisch korrekt und auf Balance aus
Alle Panzermodelle stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wargaming.net legt viel Wert auf historische Korrektheit. Deshalb steht ein "Chief of Tanks" in der Firma über all den Entwicklern und stellt sicher, dass die Verteidigungswerte und Attribute der Panzer korrekt wiedergegeben werden. Penibel bis ins Detail sind die Macher da. Panzerungsbreite, -beschaffenheit und Winkel entscheiden schnell mal, ob ein Treffer auch Schaden anrichtet oder einfach abprallt. Wohin man schießt, wirkt sich deshalb maßgeblich auf den Erfolg aus. Jeder Panzer hat unterschiedlich verwundbare Trefferzonen und kann aus baulichen Gründen beispielsweise links schlechter geschützt sein als rechts.
Balancing ist bei einem kompetitiven Onlinespiel wie World of Tanks natürlich besonders wichtig. "Einen Überpanzer gibt es nicht", erklärt der Entwickler der Xbox-Fassung. Stattdessen haben alle Panzer Vor- und Nachteile. Ein schwerer Panzer mag vielleicht besser geschützt sein gegen Feindbeschuss, er ist aber auch schwerer und dadurch langsamer. Ein schnelles Gefährt kann ihn selbst mit einer kleineren Kanone austricksen.
Angespielt: World of Tanks im Hands-On
Quelle: Buffed/Wargaming
Wargamings Free2Play-Shooter World of Tanks kommt auf die Xbox 360. (4)
Natürlich konnten wir World of Tanks: Xbox 360 Edition auf der E3 auch anspielen. Die Konsolenfassung unterscheidet sich dabei nicht großartig von der PC-Version. Der Techtree ist riesig, der Einstieg leicht und die "Turnaround-Zeit", also die Zeit bis man von einem Match ins nächste einsteigt, kurz. Der kostenlose Spielclient sucht auf Knopfdruck ein Match auf eine dedizierten Spielserver aus – P2P-Mehrspieler, wie es auf Konsolen oft noch anzutreffen ist, findet nicht statt.
Die Steuerung mit Controllern ist intuitiv und einfach: Mit dem linken Stick gibt man die Richtung vor, die Trigger dienen zum Zielen und Schießen. Einfacher geht es wirklich nicht. Grafisch kann World of Tanks zwar sicher nicht mit AAA Games wie Battlefield mithalten – doch das ist auch gar nicht das Ziel der Macher. Sie wollen ein akkurates Wettbewerbsspiel, in dem es um Balancing geht, darum die Schwächen seiner Gegner zu kennen und natürlich um Können. Da das auf dem PC bereit gut funktioniert, ist der Schritt hin zur Konsole eigentlich nur noch Formsache.
