Kommentar: Warum der DualShock 4 Controller plötzlich so viel besser ist als das Xbox One Gamepad
Kolumne
Gamezone hat auf der E3 2013 in Los Angeles die Xbox One und die Playstation 4 anspielen können und somit auch die beiden neuen Controller in der Hand gehalten. Welches Gamepad was kann und welches uns besser gefallen hat, erfahrt ihr im großen Controller-Vergleich!
Wenn Technik, Design und Lieferumfang von Konsolen fast gleich sind, gibt es nur noch ein Feature, durch das sie sich besonders auszeichnen können: Den Controller. Für mich war in den vergangenen sechs Jahren tatsächlich das Xbox 360 Gamepad der Grund dafür, dass ich privat nur Xbox spiele. Die versetzten Joysticks, die ergonomische Bauweise, die tollen Schultertasten – das waren für mich die Gründe, immer zum Gamepad zu greifen anstatt zum DualShock. Der Xbox 360 Controller war für mich einfach perfekt. Die silberne Special Edition mit verstellbarem D-Pad ist seit zwei Jahren mein "Hauptarbeitsgerät". Wenn ich nun plötzlich den DualShock 4 Controller bevorzuge, muss das etwas heißen.
Aalglatt gegen geriffelt und griffig
Quelle: Sony
Der neue DualShock 4 von Sony - ein Handschmeichler.
Der neue DualShock 4 Controller gewinnt für mich, weil er nun viel besser in der Hand liegt, als sein Vorgänger. Die Joysticks sind zwar nach wie vor parallel angeordnet, dafür nun aber so geriffelt, dass die Daumenauflagefläche perfekten Grip hat. Auch nach längeren Sessions sollte da bei schwitzigen Händen kein Ausrutscher passieren. Der Xbox One Controller hingegen hat außen eine toll angeraute Fläche. Die sorgt für richtig guten Halt. Die ausgefrästen Fingerkuppen aber sind glatter, könnten bei langer Benutzung abrutschen. Wieso dieser Stilbruch? Wieso außen eine geriffelte Fläche und innen nicht?
Microsoft macht mit dem Xbox One Gamepad nun das, was mich am DualShock immer am meisten gestört hat: Die Redmonder verpassen ihrem Controller eine allglatte Plastikhaut. Schon nach wenigen Minuten wird das neue Gamepad rutschig, das wissen auch die Entwickler. Bei einem Anspiel-Event sitzt einer der Promoter neben Crimson Dragon und wischt unentwegt Controller sauber, nachdem Spieler dran waren. Sony hingegen verabschiedet sich von der Tradition aalglatter Controller. Zwar ist man von der perfekten Handhabe des "gummierten" Xbox 360 Special Editon Controllers noch weit entfernt. Aber zumindest ein wenig Textur bringen die Japaner auf den Controller auf. Die ganz fein poröse Oberfläche liegt viel angenehmer in der Hand.
Verbesserte Trigger
Der Controller der Xbox One kann nicht an die Leistung seines Vorgängers herankommen. Dafür bietet er ein tolles 3D-Rumble-Feature,
Nach zig Jahren mit nach außen gewölbten Triggern bei der PS3 hat Sony endlich dazugelernt. Die Schultertasten des DualShock 4 sind zwar noch immer komisch knubbelartig, die wichtige Grifffläche ist jedoch abgefräst und liegt nun sehr geschmeidig in der Hand. Gerade für Rennspieler ist das wichtig, denn sie betätigen die Schultertasten am häufigsten. Mit dem Touchpad hat die Playstation 4 übrigens theoretisch ein paar Tasten mehr als die Xbox One. Damit lassen sich sekundäre Funktionen, etwas das markieren von Feinden, nun sehr viel schneller ausführen – denn im Gegensatz zum alten Select- oder Back-Button, ist das Pad riesig. Da man dafür immer "umgreifen" muss, geht es beim DualShock nun sehr viel flinker.
Einen Vorteil hat der Xbox One Controller dann doch: Sein 3D-Rumble-Feature vermisse ich im DualShock 4. Die Tatsache, dass die Schultertasten vibrieren können, sorgt für ein realistisches Spielgefühl. In Shootern lässt sich dadurch ein Gefühl von Rückstoß vermitteln, bei Rennspielen vibriert das ganze Teil einfach so stark im Rhythmus des Motortakts, dass man ein Gefühl für die 900 PS eines Forza-Boliden bekommt.
