Bei Sony konnten wir auf der E3 den Playstation-4-Racer Driveclub anspielen. Der ist zwar grafisch noch kein Reißer, fordert einen aber durch interaktiven Herausforderungen aus dem Social Network immer wieder neu heraus. Die sind machbar und motivieren enorm, selbst wenn man kein Rennspiel-Ass ist.
Warum immer nur im Kreis fahren, warum immer nur auf die beste Rundenzeit hoffen? Das ist doch langweilig, wird sich Sony gedacht haben, und entwickelt derzeit Driveclub, ein realistisches Rennspiel, dass sich trotzdem arcadig genug steuert, um auch der großen Masse gefallen zu können. Die Spielwelt ist genreüblich, Sony wagt hier keine Experimente. Es gibt geschlossene Rennstrecken statt einer Open-World und die primäre Aufgabe ist natürlich schon die Jagd nach dem Highscore.
Quelle: Sony
Driveclub in der E3-Vorschau (5)
Aber um Spieler bei der Stange zu halten, bettet Driveclub immer wieder interaktive Herausforderungen ein, ähnlich wie es sie in Forza Horizon in der offenen Spielwelt gibt. In farbig gekennzeichneten Zonen startet ein Wettbewerb, der den Spieler mit einem Spieler aus dem gegnerischen Fahrerteam vergleicht. So muss man die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit halten, mehr driften oder eine eingeblendete Ideallinie zu halten. Welcher Spieler aus der Cloud das besser macht, gewinnt die Challenge und bekommt Punkte gutgeschrieben. Die werden am Ende des Rennens aufsummiert und mit der Bestzeit verrechnet. So kann jemand, der langsamer war als seine Gegner aber die Herausforderungen gewonnen hat, trotzdem besser abschneiden, als eine reine Rennschleuder.
Die Herausforderungen sind überall auf der Strecke verteilt und machen richtig Spaß, weil sie einem knackbare Ergebnisse vorgeben. Ich muss nicht zwangsläufig gegen den besten der Weltrangliste fahren, sondern gegen Freunde oder Fremde, die das Spiel auf meinem Level sieht. Das sorgt für stetige Erfolgsmomente und motiviert zum Weiterspielen.
Das Ergebnis wirkt sich am Ende der Runde übrigens auf die Leistung eures Clubs aus. Wie der Spielname schon sagt, sind Fahrer in solchen organisiert und treten gegeneinander an. Spieler werden diese Clubs gründen können, das ganze läuft also auf eine Art Clan-Gaming und auch ein bisschen e-Sport heraus. Wie genau das Meta-Game Clan vs. Clan aufgebaut ist, konnten wir noch nicht sehen.
Der Technik merkt man an, dass es sich um den Anfang einer neuen Gen handelt
Quelle: Sony
Driveclub in der E3-Vorschau (2)
Grafisch wirkt Driveclub derzeit noch ein wenig schlicht. Detailreiche Automodelle und eine schicke, sehr natürliche Beleuchtung mit netten Details wie Armaturen, in denen sich die Umgebung spiegelt, täuschen nicht über recht grobe Pixelkanten und eher triste Umgebungen hinweg. Die Autos scheinen einfach schon weiter fortgeschritten zu sein, als die Umgebungen. Der fette Hinweis in einer Spielecke, dass das Spiel erst zu 35% fertiggestellt ist, bezieht sich hoffentlich auf genau diese Details. Lediglich Momente, in denen man der Sonne entgegen fährt, sind perfekt. Dann glitzert alles in den Lichtstrahlen – wow, das macht Spaß! Warum können wir nicht immer der Sonne entgegen fahren?
