Wir haben uns auf der E3 bei Activision Call of Duty. Ghosts ansehen können. Der Service Dog Riley nimmt darin eine große Rolle ein und wird vom Spieler sogar direkt steuerbar sein. Was es sonst noch verrücktes zu Call of Duty zu wissen gibt, erfahrt ihr in unserer Vorschau.
Call of Duty mit einem Hund. Das ist bei der Ankündigung der Xbox One beim Publikum so gut angekommen, dass Fans gleich einen ironischen Twitter-Account angelegt haben. Verrückt: Er hat heute 26.000 Follower. Die Entwickler erzählen uns auf der E3 nun in einer Videopräsentation hinter verschlossenen Türen, dass die amerikanischen Streitkräfte wirklich solche "Service Dogs" einsetzen würden. Rileys Ausrüstung sei vollkommen real. Der Köter trägt eine Weste mit Kamera, damit sein Herrchen sehen kann, was er sieht, und ein Hunde-Headset für Befehle über weite Entfernungen.
Quelle: Activision
Call of Duty: Ghosts in der E3-Vorschau: Besser als je zuvor, aber immer noch kein Vergleich zu anderen Next-Gen-Shootern. (1)
In einer Mission, die wir vorgespielt bekommen, sehen wir Riley dann in Aktion. Ein Team von Seals schickt den Hund voraus, um ein Haus auszuspionieren. Mit der Kamera auf seinem Rücken können wir Feinde markieren, während Riley sich durchs hohe Gras wühlt. Dabei steuern wir den Hund direkt. Als dann der richtige Moment gekommen ist und eine der Wachen in die andere Richtung schaut, greift er zu: Auf Knopfdruck (im Spiel sagt einer der Seals einen Befehl über das Headset) hechtet Riley aus der Deckung und springt dem Soldaten an die Gurgel. Ein bisschen schütteln und rütteln und schon ist er tot. Dasselbe wiederholen wir bei der zweiten Wache, als sie tot umfällt klebt Blut an der Rückenkamera. Sehr appetitlich.
Nach dem die Gefahren beseitigt sind, rücken unsere zwei menschlichen Charaktere nach. Sie wollen jetzt ein Haus stürmen, wissen aber nicht, wie viele Gegner drin sind. Also lassen wir Riley erneut den Scheißjob machen. Der Superhund springt, mit dem Kopf voraus, eine Fensterscheibe ein, kläfft ein wenig und die Soldaten hechten zur Tür raus. Wie so ein bellender Robo-Hund vier Männer mit automatischen Gewehren einschüchtern kann, hätten wir schon ganz gern gesehen.
Amerika in Schutt und Asche
Quelle: Activision
Call of Duty: Ghosts in der E3-Vorschau: Besser als je zuvor, aber immer noch kein Vergleich zu anderen Next-Gen-Shootern. (2)
Kurz zur Geschichte von Call of Duty: Ghosts: Amerika zerfällt wegen einer nicht näher genannten Katastrophe zu einem Underdog. Die Regierung zerfällt, das Militär liegt zerbrochen am Boden und das ganze Land ist im Ausnahmezustand. Ganze Städte liegen zerstört vor uns. Nur die Ghosts, eine Elite-Einheit des Militärs, funktioniert noch so, wie sie soll – und wird am Ende vermutlich die Ehre der Vereinigten Staaten wiederherstellen müssen, so wie wir die patriotischen Story-Autoren von Call of Duty kennen.
Die Ghosts sind sogar so gut organisiert, dass sie auch im Ausland noch Militärschläge ausführen können. Wir sehen eine Mission in Caracas, Venezuela. Die Mission beginnt mit einer Szene auf einem Hochhaus. Am Himmel explodieren gerade Feuerwerkskörper, unter uns finde eine Feier statt – vielleicht weil die Amerika-hassenden Venezolaner etwas mit dem Untergang der USA zu tun haben? Wir sind mit zwei Kameraden dort oben und wollen zum gegenüberliegenden Wolkenkratzer. Mit speziellen Kanonen schießen wir Drahtseile rüber und gleiten an den Seilen zu dem etwa 100 Meter entfernten Turm. Dann räumen wir Stockwerk für Stockwerk auf. Wir seilen uns Stück für Stück ab und erledigen feindliche Soldaten durch das Glas mit schallgedämpften MGs. Wie immer passiert das durch Simultankills mit Hilfe der Kollegen. Die KI schaltet die Soldaten aus, die wir übersehen. Danach schneiden wir mit Lasern runde Ausschnitte ins Glas und begeben uns ins Gebäude. Wir sind in einem Kommandozentrum, schließen ein Gerät an den Server an, manipulieren ihn. Durch dieselben Löcher im Glas verschwinden wir wieder, laufen von den Seilen gesichert die Fassade hinunter. Zeitsprung.
In der nächsten Szene erschüttern Explosionen das Hochhaus. Während sich das Gebäude immer mehr zur Seite neigt, rennen wir die Treppen hinab und erledigen dabei noch einige Gegner – spektakulär! Call of Duty macht genau das weiter, was in den Vorgängern schon so perfekt gelungen ist. Infinity Ward inszeniert die Szene wie einen Action-Thriller so, dass es Schlag auf Schlag etwas zu sehen gibt.
Verbesserte Technik, aber noch mit Macken
Im Vergleich zu Black Ops 2 hat sich die Grafik von Call of Duty extrem weiterentwickelt. Mit Tessellation Displacement Maps bekommen Oberflächentexturen passende Höhenwerte und sehen dadurch haptischer aus. Mit SubD schaffen es die Entwickler, Rundungen realistischer darzustellen. Welche anderen technischen Highlights Ghosts hat, erklären euch die Macher am besten im Video selbst.
Doch trotz der neuen Engine haut uns Call of Duty: Ghosts noch nicht von den Socken. Das Spiel sieht immer noch zu clean aus und wirkt einfach falsch. Andere Next-Gen-Titel, etwa Titanfall oder Killzone: Shadow Fall, sehen subjektiv einfach knackiger aus. Gelegentliches Kantenflimmern gibt es leider auch noch. Abgesehen von einigen spürbaren Framedrops läuft Ghosts aber mit den CoD-typischen 60 Frames und wirkt dadurch sehr flüssig.
