Project Spark in der Vorschau: Die Xbox bekommt einen Kreativ-Baukasten a la Little Big Planet
SpecialLange Zeit hat der Xbox ein kreatives Familienspiel wie Little Big Planet gefehlt. Mit Project Spark will Microsoft das Problem angehen. Wir haben den Baukasten angespielt und uns vom Gameplay überzeugen können: Wie bei dem Playstation-Konkurrenten gibt es schon jetzt Fan-Level, die vom originalen Action-Adventure-Gameplay abweichen und etwas vollkommen Neues wagen.
Was für die Xbox 360 Viva Pinata war, soll Project Spark für Xbox One sein: Ein familienfreundliches und kindertaugliches Abenteuer, das Groß und Klein gleichermaßen begeistert. Was damals schief lief war nur der Langzeitspielspaß: Irgendwann war die Luft raus. Spark setzt daher auf ein bewährtes Mittel, die Community. Die kümmert sich in LittleBigPlanet für die Playstation bereits liebevoll um Spielinhalte und erschafft Levels. Darunter sind Ideen, die den Entwicklern des Spiels nicht im Traum eingefallen wären. In einem Editor heben Spieler neue Welten aus der Wiege oder passen bestehende Levels an. Eine eher simple Veränderung wäre es etwa, eine Brücke über den Fluss zu schlagen, wenn einem der Umweg zu lang ist. Wer mehr Hirnschmalz investiert, kann aber durch ein Kontextsystem und alternative Kameraführung ein komplett neues Spiel erschaffen. Durch wenige Klicks wechselt das Spiel etwa von der Schulterkamera in die Egoperspektive. Auch wenn man es nicht wahrhaben will, schon so kleine Details verändern das Gameplay einer Mission enorm!
Arbeiten mit dem Mammut-Editor
Quelle: Microsoft
Project Spark in der Anspiel-Vorschau: "Auf jeden Fall einen Blick rein werfen!" (3)
Von außen betrachtet wirkt der Spieleditor, der das Herzstück von Project Spark darstellt, recht spartanisch. Gegenstände ablegen, Höhen und Tiefen bearbeiten, Texturen hinzufügen… Das klingt nach Standard-Kram. Aber jede dieser Kategorien verzweigt sich mehrfach in Untermenüs. Was für ein Hügel soll es sein? Sand, Gras, Eis, Felsen? Die Kombination ist schier endlos. Im Kontext-Menü von Objekten wird dann richtig deutlich, wie umfangreich Spark ist. Hier kann man, wie mit einer Programmiersprache, Skripte speichern. Mit IF-Parametern kann man definieren, dass ein Stein explodieren soll, wenn Spieler auf ihn drauftreten. Auch hier kann man mehrere Variablen verknüpfen. Wer es komplizierter will, lässt süße Haustiere auf und ab hüpfen, sobald sie ins Sichtfeld des Spielers gelangen. Wenn er sich dem Vieh dann nähert, verwandelt es sich in eine Bombe, springt ihn an und explodiert. Um gewisse Arbeitsschritte zu erleichtern, unterstützt Spark Tablets und Windows 8 PCs. Auf ihnen ist es sehr viel einfacher Karten von Grund auf neu zu modellieren. Man kann zwar alles auch mit dem Gamepad machen, komfortabler geht es aber mit Hilfsgeräten. Via SmartGlass werden die Entwürfe dann sofort ins Spiel geladen.
Was alles möglich ist
Was mit Project Spark alles möglich ist, hat Microsoft mit einem Trailer am Rande der E3-Pressekonferenz kurz angerissen. Darin sind Spielszenen zu sehen, die Testspieler während einer geschlossenen Beta erstellt haben. Ein düsterer Sidescroller im Stil von Limbo ist ebenso darunter, wie diverse Geschicklichkeitsspiele, die sich vom klassischen Fantasy-Setting des Hauptspiels weit entfernen.
