The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test: Ein moderner Klassiker ist geboren

Test Michael Stadler

Während man gespannt auf das erste eigenständige HD-Zelda für die Wii U warten darf, biegt für Nintendos 3DS und 2DS ein neuer Ableger um die Ecke. Mit "The Legend of Zelda: A Link between Worlds" bekommt die 16-Bit-Legende "A Link to the Past" einen offiziellen Nachfolger. Ob und vor allem wie der Titel mit diesem Erbe zurechtkommt, erfahrt ihr in unserem Test.

Bei The Legend of Zelda ist es mit jedem neuen Teil so eine Sache. Die Geschichte dreht sich im Prinzip immer um dasselbe Motiv - die Entführung der Prinzessin und den drohenden Weltuntergang. Und doch freuen sich Millionen Gamer weltweit einen zweiten Bauchnabel, wenn Link wieder zu Gast ist. Während man gespannt auf das erste eigenständige HD-Zelda für die Wii U warten darf, biegt für Nintendos 3DS und 2DS ein neuer Ableger um die Ecke. Mit "The Legend of Zelda: A Link between Worlds" bekommt die 16-Bit-Legende "A Link to the Past" einen offiziellen Nachfolger. Ob und vor allem wie der Titel mit diesem Erbe zurechtkommt, erfahrt ihr in unserem Test.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (4) Quelle: Videogameszone The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (4) Wie eingangs schon erwähnt, erfindet "A Link between Worlds" im Hinblick auf die Geschichte das Rad keineswegs neu. Ihr lernt Link als einen jungen Mann mit Elfenohren im besinnlichen Reich Hyrule kennen. Wenn ihm seine nächtlichen Albträume nicht gerade den Schlaf rauben und er volles Holz verschläft, hilft er seinem Onkel in der örtlichen Schmiede. Doch das einfache Leben als Schmiedelehrling ist ihm nicht vorbestimmt: Eine uralte Prophezeiung schreibt Links weiteren Lebenslauf. Als der alles andere als friedlich gesinnte Magier Yugo Hyrule heimsucht, fallen ihm diverse hochrangige Persönlichkeiten zum Opfer. Darunter die Nachfahren der sieben Weisen und - wie soll es anders sein - auch Prinzessin Zelda. Allesamt zum Gemälde gemacht und fein säuberlich eingerahmt, nutzt Yugo sie, um Ganons Macht zu entfesseln und sich einzuverleiben. Die Zukunft von Hyrule liegt also wieder in den Händen des kleinen Jungen mit der grünen Mütze und der blonden Mähne. Ein Abenteuer, das wir so schnell nicht vergessen werden.

Ein Junge und zwei Welten

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (8) Quelle: Nintendo The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (8) "A Link between Worlds" ist ein Zelda der alten Schule. Dabei kommen jedoch die ein paar Neuerungen keineswegs zu kurz. Die namensgebende Verbindung zwischen zwei Welten, Hyrule und Lorule, ermöglicht ein alter Armreif. Nach einer Auseinandersetzung mit Yugo versucht der Magier Link ebenfalls in ein Gemälde zu verwandeln. Als Link wie eine Höhlenmalerei das Mauerwerk verschönert und Yugo sich von Dannen macht, erlöst uns das alte Artefakt von der Gefangenschaft. Ab diesem Zeitpunkt kann sich Link auf Knopfdruck in die Wand-Ebene begeben, was später noch für einige Rätsel, Bossgegner und Rubine äußerst nützlich wird. Den magischen Armreif bekommt Link von Ravio, einer zentralen Figur des Spiels. Ravio ist Händler und versorgt Link über die gesamte Spielzeit aus seinem Domizil heraus mit nützlichen Gadgets für die beschwerliche Reise. Womit auch schon eine weitere Neuerung angesprochen wäre.

In "A Link between Worlds" sammelt ihr die altbekannten Items wie Bumerang, Pfeil und Bogen, Bomben oder den Hammer nicht mehr in Dungeons, sondern besorgt sie in Ravios Laden. Gegen eine Leihgebühr von etwa 20 oder auch 50 Rubinen pro Stück, könnt ihr das komplette Reise-Equipment auf Leihbasis mitnehmen. Doch Vorsicht: Segnet ihr das Zeitliche sind die Items futsch und ihr müsst sie neu ausleihen. Deshalb empfiehlt es sich, stets auf Rubin-Jagd zu sein. Damit einher geht der neu eingeführte Ausdauerbalken, der am linken Bildschirmrand positioniert ist. Dieser kompensiert die Entfernung der Munitionsbegrenzung für Bomben, Pfeile und dergleichen effektiv und bringt frischen Wind in die taktische Komponente des Titels. Ebenfalls praktisch ist die neue Schnellreise-Funktion. Eine kleine fleißige Hexe, für die laut Voraussage die Farbe Grün Glück bringen soll, bietet uns kurzerhand an über das Klingeln einer Glocke schnell von Speicherpunkt zu Speicherpunkt zu gelangen.

Am Spieldesign selbst hat sich serientypisch wenig getan. Noch immer müsst ihr erst drei Artefaktesammeln, das Masterschwert in euren Besitz bringen, dann die sieben Weisen befreien und schlussendlich den Obermotz verkloppen. Auf dem Weg dahin löst ihr jede Menge Rätsel und gebt vielen verschiedenen Gestalten eine auf den Deckel. Auch wenn die frühzeitige Item-Fülle den Dungeons ein wenig die Spannung nimmt, besitzt die Spielmechanik genug Dynamik, um über die gesamte Spielzeit vor den Doppelbildschirm zu fesseln. Ebenso löblich sind die vielen verschiedenen Nebenquests und Rätseleinlagen, die sowohl euren Orientierungssinn, als auch eure Kombinationsfähigkeit auf eine exzellente Probe stellen.

Hy-Tech

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (10) Quelle: Nintendo The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test (10) Der spielerisch grandiose Eindruck setzt sich auch im technischen Bereich fort und kann sich dabei noch deutlich mehr lobende Worte sichern. "A Link between Worlds" sieht schlichtweg fantastisch aus. Der neue 3D-Look passt auch in der Draufsicht wie die Faust auf das berühmte Auge. Das Charakterdesign ist gewohnt liebevoll ausgefallen, die Bossfights sind extrem gut inszeniert und sehr variabel ausgestaltet. Sowohl Hyrule als auch Lorule sind nicht nur eine schöne Hommage an den Vorgänger, sondern eindrucksvoll designed. Sie strotzen nur so vor versteckten Rätseln. Auch der zuschaltbare 3D-Effekt gehört zum Besten, was derzeit für den Handheld zu bekommen ist. Auf einer Stufe mit der Grafik steht der Soundtrack. Die Qualitätsware, die hier über die Lautsprecher transportiert wird, ist und bleibt eine eigene Liga. Neben dem selbstredend vertretenen Main-Theme der Zelda-Reihe, gibt sich der Titel extrem wandelbar und untermalt das aktuelle Geschehen stets mit Instrumenten- sowie Tempowechseln.

Meinung

Wertung zu The Legend of Zelda: A Link Between Worlds (3DS)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Perfekter Transfer des 16-Bit-KlassikersLiebevolle WeltenGefährlicher SuchtfaktorGenialer SoundtrackLohnenswerter 3D-ModusTolles CharakterdesignCoole neue Features
Keine Story-ÜberraschungenEntmystifizierung der Item-SucheInsgesamt einen Tick zu einfach

Bildergalerie

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