Battlefield 4: China Rising im DLC-Test: Vier Karten im nostalgischen Setting

Test Sandro Odak

Anfang Dezember erschien mit China Rising die erste Online-Erweiterung von Battlefield 4. Für alle Vorbesteller ist er umsonst, doch Stress gibt es nun trotzdem. Denn Premium-Nutzer dürfen zwei Wochen vor allen anderen ran. Wir haben die vier Karten, die nostalgische Erinnerungen an Battlefield Vietnam und Battlefield 3 wecken, getestet.

Die erste Erweiterung für Battlefield 4 ist da und noch immer funktioniert der Ego-Shooter nicht richtig. Es kommt zu Bugs, das Balancing ist verschoben und DICE patcht immer wieder ohne Ankündigung nach. In einem Kommentar hat Gamezone den Online-Modus von Battlefield 4 letztens katastrophal genannt und gefordert, dass DICE die Arbeiten an kommenden DLCs so lange aufschiebt, bis das Hauptspiel einigermaßen spielbar ist. Dem kam das Studio nun nach. China Rising ist zumindest für Vorbesteller umsonst. Die Stimmung könnte so gut sein… Aber natürlich ist sie es nicht. Nun regen sich auch die Vorbesteller auf, weil sie noch zwei Wochen warten müssen, bis sie China Rising spielen dürfen. Nur Premium-Mitglieder dürfen schon jetzt rein. Die Aufregung ist berechtigt: Dass der extra beworbene Kostenlos-DLC für Premium-Mitglieder schon vorher erscheint, ist zumindest nicht die feine englische Art.
Vier Karten, eine Handvoll Fahrzeuge und ganz viel Nostalgie

Battlefield 4: China Rising DLC im Test (2) Quelle: DICE/EA Battlefield 4: China Rising DLC im Test (2) Besonders umfangreich ist China Rising nicht. Vier Karten auf dem chinesischen Festlang enthält das 3,8GB große Download-Paket. Die allerdings erinnern frappierend an bereits bekannt Karten aus den Vorgängern. Die Dschungel-Maps Drachenpass und Guilin könnten genauso gut aus Battlefield: Bad Company 2 – Vietnam stammen. Sie sind dicht bewachsen, haben in der Mitte Erhebungen und Gebirge. Das macht sich zwar insgesamt schon Fahrzeug-tauglich, gerade zur Mitte hin aber auch Infanterie-lastig. Altai erinnert an das Alborz-Gebirge aus Battlefield 3. Auch hier konzentriert sich die Action um einen zentralen, hoch gelegenen Flaggenpunkt auf einem Gipfel. Wer die Basis hält, hat gute Chancen sie zu verteidigen. Denn von unten blendet einen die Sonne so stark, dass man nur die Silhouetten seiner Freunde erkennt. An den Berghängen drumherum liegt Schnee – hübsch! Der Vierte im Bund ist Seidenstraße, eine karge Wüstenkarte ohne große Deckungsmöglichkeit. Auch hier wieder ein gewohntes Bild: In der Mitte der Karte liegt eine befestigte Armee-Basis aus Sprengmauern, Sandsäcken und Hangars. Wer sie hält, hat eine gute Ausgangsposition zu allen anderen Flaggen. Die Wege auf der 64-Spieler-Option von Seidenstraße sind nämlich lang! Entsprechend viele Fahrzeuge sind unterwegs. So viele Panzer wie hier gibt es auf keiner anderen Karte. Entsprechend hart fallen die Gefechte aus.

Battlefield 4: China Rising DLC im Test (5) Quelle: DICE/EA Battlefield 4: China Rising DLC im Test (5) Große Veränderungen beim Inventar nimmt DICE nicht vor. Lediglich ein Dirtbike, das man bereits aus dem End Game DLC für Battlefield 3 kennt, kehrt zurück und bietet dynamischere Action-Fahrten durch die riesigen Maps. Die Bikes lenken sich auch viel besser als Quads, die mit eingeschaltetem Boost fast unlenkbar werden. Neu ist außerdem ein herbeirufbarer Bomber. Im Gegensatz zum Gunship aus dem Hauptspiel kann das nicht der Commander auf die Karte setzen, Spieler rufen es in einem Container selbst herbei. Das kennt man bereits aus Battlefield 1943: Wer im Container sitzt, ist kurzzeitig unbesiegbar und am Abzug eines imposanten Fluggeräts. Das fliegt immer eine feste Strecke über der Karte ab, liefert aber Einsicht in fast alle Flaggenpunkte. So kann man mit präzisen Bombardements Feinde kaltmachen.

Luftüberlegenheit verbockt

Battlefield 4: China Rising DLC im Test (6) Quelle: DICE/EA Battlefield 4: China Rising DLC im Test (6) Etwas versteckt aber nicht minder beliebt ist der Spielmodus Luftüberlegenheit. In ihm starten alle Spieler in Jets und können nicht abspringen. Der Dogfight auf den riesigen Karten macht durchaus Spaß. Aber beim Spielziel haben sich die Macher etwas verzettelt. Ein bis drei Zeppeline schweben über den Karten und fungieren als Zielpunkte. Wer alle einnimmt, löst einen dramatischen Ticketverfall aus. Das macht auf den großen Battlefield-Karten sicherlich Sinn, verkürzt die Luftgefecht-Matches aber immens. Auf Guilin gibt es sogar nur einen Punkt. Das Team, das den zuerst einnimmt, gewinnt mit großer Wahrscheinlichkeit nur Momente später, weil innerhalb nur einer Minute die Tickets auf Null fallen. Kurzum: Es nervt, dass jedes Match Luftüberlegenheit schon nach drei bis fünf Minuten zu Ende ist – wo man doch plötzlich so viel Platz und Freiraum hat. Hier muss DICE auf jeden Fall die Ticketzahl erhöhen – oder auf Konsolen endlich Custom Server aktivieren, auf denen Spieler selbst festlegen können, wie lange eine Runde dauert.

Eine nette Neuerung ist in Luftüberlegenheit versteckt sich übrigens auf der Karte Guilin. Darauf steigen die Spieler nicht in Jets, sondern in Angriffs-Helikopter. Weil in der Mitte eine Bergspitze herausragt und auch der Rest der Karte durch Hügel und Abhänge verbaut ist, macht das mehr Sinn als ein Jet-Dogfight. Leider ist das Heli-Gefecht die Map, die am schnellsten Tickets verliert. In einem Fall war der Spielmodus schon nach nur zwei Minuten vorbei.

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