Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test: Hervorragendes Jump and Run für Wii U

Test Patrick Büssecker
Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (11)
Quelle: Nintendo

Lange mussten sich Donkey-Kong-Country-Fans gedulden, bis 2010 endlich wieder ein neuer Ableger der Reihe aus dem Hause Retro Studios für die Wii auf den Markt kam und die hohen Erwartungen erfüllen konnte. Nun erschien mit Donkey Kong Country: Tropical Freeze der neueste Teil der Reihe exklusiv für die Wii U und wir haben uns den frostigen Titel, der wieder von den Retro Studios stammt, näher angeschaut.

Viele Kritikpunkte gab es bei Donkey Kong Country auf der Wii eigentlich nicht, aber zumindest die Bewegungssteuerung mit der Wiimote wurde immer wieder mal kritisiert. Bei diesem Punkt kann man bei dem neuesten Ableger für die Wii U direkt Entwarnung geben, denn die Steuerung von Donkey Kong ist auch beim aktuellen Teil grundsätzlich mit der Wiimote möglich, aber zusätzlich werden noch andere Controller der Wii U unterstützt, die zudem unterschiedlich konfiguriert werden können. So ist die Steuerung per GamePad oder Pro Controller ebenso möglich, wie die Kontrolle der Affenbande per Stick oder klassisch per Steuerkreuz.

Immerhin: Off-TV-Modus ist mit dabei

Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (1) Quelle: Nintendo Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (1) Apropos GamePad: Dessen Möglichkeiten werden bei Tropical Freeze leider nur bedingt genutzt, denn einerseits ist ein Off-TV-Modus mit von der Partie, so dass man auf Wunsch ohne Fernsehgerät spielen kann, andererseits bleibt der Bildschirm des GamePads komplett abgeschaltet, wenn man das Spiel auf dem Fernseher genießen möchte. Schade, denn ein paar nette Informationen oder eine schnelle Verwaltung der Items wären auf dem GamePad sicher nicht verkehrt gewesen. Zudem kann man so während dem Spielen nicht einfach per Knopfdruck den Off-TV-Modus starten, sondern muss dies zu Beginn beim Starten des Spiels auswählen. Hier fällt auch gleich am Anfang die Wahl des gewünschten Controllers und bei Bedarf kann sich ein zweiter Spieler verbinden, denn auch wenn der Titel keinen wirklichen Onlinemodus besitzt und somit lediglich das Hochladen von eigenen Bestzeiten möglich ist, kann man die Level natürlich wieder zu zweit kooperativ unsicher machen.

Die Viehkinger greifen an!

Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (4) Quelle: Nintendo Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (4) Sofern alle Einstellungen getätigt wurden, kann es dann schon losgehen und die Story wird mit einem kurzen, aber dafür ganz netten Intro erzählt. Bei Tropical Freeze darf man sich dieses Mal mit den sogenannten Viehkingern anlegen, die aus dem Eismeer angereist sind und die Donkey Kong-Insel kurzerhand eingefroren haben. Klar, dass Donkey Kong hier nicht tatenlos zusehen kann und mit seinen Freunden den Eindringlichen das Handwerk legen möchte.

Ansonsten bleibt im Grunde aber wieder alles beim Alten und wer den Vorgänger auf der Wii kennt, der wird sich sofort heimisch fühlen. Wieder macht man mit Donkey Kong die zweidimensionalen Levels unsicher, muss dabei allerlei Gegner besiegen und teils äußerst knifflige Sprungpassagen meistern. Dabei können Diddy Kong, Dixie Kong und Cranky Kong hilfreich zur Seite stehen, sofern man diese mit den in den Abschnitten verteilten Fässern ins Spiel geholt hat und diese auf dem Rücken von Donkey Kong Platz genommen haben. Gerade bei den Sprungpassagen sind die Freunde eine große Hilfe, da diese auf ihre jeweilige Art und Weise die Sprungmöglichkeiten von Donkey Kong erheblich verbessern und das Spiel somit ein wenig erleichtern. Dies kommt dabei sehr gelegen, denn leicht ist der Titel keineswegs.

Der fordernde Schwierigkeitsgrad

Der hohe Schwierigkeitsgrad des Spiels zeigt sich besonders dann, wenn man zum Beispiel seinen Begleiter verloren hat und nun die Sprünge wieder alleine bewältigen muss. Hier sind eine noch präzisere Herangehensweise und Konzentration unabdingbar. Dies gilt ebenfalls bei den Bosskämpfen, die eine schöne Abwechslung zu den normalen Abschnitten darstellen, aber mitunter ziemlich schwer und durchaus länger sein können. Ein wenig erleichtert wird das Spiel jedoch dadurch, dass nach jedem absolvierten Level gespeichert wird und man nicht, wie beispielsweise bei New Super Mario Bros. U, nur an bestimmten Stellen im Spiel den Spielstand sichern kann.

Viele Sammelobjekte wollen gefunden werden

Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (8) Quelle: Nintendo Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Test. (8) Eine zusätzliche Herausforderung stellen bei Tropical Freeze wieder die vielen Sammelobjekte dar, die mitunter sehr gut versteckt in den Abschnitten zu finden sind. Egal, ob nun die vier bekannten goldenen Buchstaben des Wortes KONG oder diverse Puzzleteile, wer alle Sammelobjekte finden möchte, der darf nach dem Durchspielen noch so manche Stunde mit der Suche verbringen. Damit nicht genug dürfen sich Fans noch auf die Jagd nach Bestzeiten freuen, die online hochgeladen und mit den Leistungen anderer Spieler verglichen werden können.

Einen Onlinemodus gibt es, wie bereits zuvor angesprochen, zwar nicht, dafür kann man aber lokal im kooperativen Zweispielermodus ans Werk gehen. Hier übernimmt der zweite Spieler je nach Wahl die Kontrolle über Diddy, Dixie oder Cranky Kong und muss hierbei nicht auf den Rücken von Donkey Kong steigen, sondern darf sich selbstständig durch die Level bewegen. Eine durchaus interessante Angelegenheit, die nicht nur für Freunde von lokalen kooperativen Partien unbedingt einen Blick wert ist und sich sehen lassen kann. Sehen lassen kann sich übrigens auch die tolle Grafik des Spiels und wie üblich darf man sich auf eine liebevolle Optik freuen, die nun erstmals bei der Donkey Kong Country-Reihe HD-Auflösung bietet. Schön!

Meinung

Wertung zu Donkey Kong Country: Tropical Freeze (WiiU)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
hervorragende Jump'n'Run-Kostfordernder Schwierigkeitsgradtolle Bosskämpfekooperativer Spielmodus für 2 Spielerliebevolle GrafikOff-TV-Modus
GamePad wird nur bedingt genutztfordernder Schwierigkeitsgrad
Fazit

Hervorragendes Jump and Run für die Wii U und ein gelungener Ableger der zum Teil gebeutelten Donkey-Kong-Serie.

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