Serien-Special Spoileralert: Game of Thrones ist wieder da!
Special
Am Montag startet der HBO-Blockbuster Game of Thrones in die vierte Staffel. Die Serie ist so beliebt, dass in den USA die Streamingdienste versagen. Auch hierzulande bricht die Verbindung heute häufiger ab. Wir durchleuchten wo der Hype herkommt und besprechen die erste Folge im neuen Format "Spoileralert" - einer Art Serien-Kritik.
Spoilerwarnung: Wir versuchen in dieser Serienkritik nicht zu viel auf den Plot von Game of Thrones einzugehen, ein paar Details verrät unser Text dennoch. Wer komplett ohne Spoiler die vierte Staffel von Game of Thrones gucken möchte, liest unseren Meinungsartikel besser erst nachdem er die Folge selbst gesehen hat.
"Aber die Seite heißt doch Gamezone, nicht Kinofilmzone!" Die Kritik höre ich oft. Ich finde dennoch, dass Videospiele, Brett- und Gesellschaftsspiele, Kino, Film und sogar das Buch zu einer großen Unterhaltungsform gehören. In unserem neuen Format "Spoileralert" durchleuchten wir Serientrends aus den USA und Deutschland – und starten pünktlich zum Finale von "How I Met your Mother" und dem Auftakt von Game of Thrones Staffel 4. Keine Panik: Meine verquere Meinung zu #himym (ich fand das Ende gut!) will ich euch ersparen. Stattdessen: Inzest, Titten, Mord und Intrigen!
Seit Montag ist Game of Thrones wieder da. Allzu sehr verbiegen müssen wir uns für die Serie nicht: Eine "gameofthroneszone.de" klingt doch ganz akzeptabel. Die vierte Staffel startete in den USA und sorgte direkt für einen Blackout: Der Streamingdienst HBO Go brach unter der Last der gleichzeitigen Zuschauer zusammen. Und selbst Deutschland spürt die Auswirkungen des riesigen Hypes: Hierzulande überträgt Sky Go die Serie im englischen Original kurz nach der Veröffentlichung in Amerika. Montagabend war der Bezahldienst zwar verfügbar, unterbricht jedoch ab und zu die Verbindung. Ein Zeichen, dass nun auch die Deutschen der Game of Thrones Sucht frönen!
Ein internationaler Hype
Game of Thrones ist heute ein internationaler Hype. Eine Riesenmarke ist "A Song of Ice and Fire" schon seit 1996, damals aber mehr in der Nerdecke von Bibliotheken. Der Erzählstil von Game of Thrones ist, wie in der Buchvorlage, aus wechselnden Perspektiven. Mehrere Dutzend Hauptcharaktere und über 1.000 andere Figuren weist das Universum mittlerweile aus. Mittlerweile sind es in Buch und Serie so viele, dass man Namen und Gesichter durcheinander bringt. Kaum einem Film würde man es verzeihen so komplex zu sein. Und erst Recht keiner Serie, die nach einem Fixpunkt auf der Reise durch die unterschiedlichen Staffeln ruft. In Game of Thrones tut man es dennoch – weil Charakterisierung und Schauspiel aller Figuren derart perfekt ist.
Die erste Folge der vierten Staffel ruft das erfolgreich in Erinnerung. Nach fast einem Jahr ist es das erste Mal, dass ich wieder über die Serie nachdenke. Viele Gesichter und Geschichten habe ich schon vergessen und verdrängt. Das große Staffelfinale Red Wedding hat einfach alles überlagert. Auch wenn ich aus den Büchern wusste, was passiert – gepackt hat es mich damals schon!
Der Titel der ersten Folge ist "Two Swords", zwei Schwerter. Doppeldeutig! Denn neben den offensichtlichen zwei Schwertern, geschmiedet aus dem Stahl der Stark-Klinge (Oh! Was für eine Schmach!) treffen wir auch auf Arya und ihr "Schwert". Vor allem die Kleine sorgt für einige Genugtuung beim Zuschauen. Selbst wer nicht will, dass geschieht was geschehen soll, kann sich diesem Gefühl nicht erwehren. So ist die Quintessenz von George R.R. Martins Büchern: Es gibt kein Gut und Böse – in jedem von uns, und auch in den Besten, steckt etwas Schlechtes.
Two Swords knüpft aber auch die anderen Plotstränge weiter zu einem Wirrwarr aus Intrigen und Betrug. Wer in King's Landing, der Hauptstadt King Joffreys, wen hasst und töten will, wird immer unüberschaubarer. Immerhin tritt ein neuer Charakter ans Licht: Prinz Oberyn Martell ist ein erklärter Feind der Lannisters und spricht direkt ein paar Drohungen aus. So ganz problemlos ist aber auch das Lannisterleben nicht. Da bekommt der Rückkehrer Sir Jamie, nun ohne Schwerthand, eine Klinge von seinem Vater gereicht – auf den ersten Blick vielleicht nett, im Unterton aber eine kleine Kriegserklärung innerhalb des Lannister-Clans. Es verspricht spannend zu werden!
Am Ende von "Two Swords" fühle ich mich genauso angefixt wie nach fast jeder Episode von Game of Thrones. Wie geht es weiter mit Jon Snow? Was ist mit den anderen Starks und anderen Nebencharakteren? Manchmal sind die Serienmacher richtig gemein. Am Ende der dritten Staffel zeigen sie, wie zwei Familienmitglieder fast wieder zusammenfinden, sich fast gegenüberstehen. Nur um dann doch wieder getrennt zu werden. Sowas nagt an einem – und sowas bringt mich auch nächste Woche wieder dazu einzuschalten! Denn auch wenn ich schon weiß wie es weitergeht, sehen will ich es trotzdem!
Spoileralert ist ein neues Format von Gamezone, in dem wechselnde Autoren über aktuelle Serienhighlights schreiben. Findet ihr gut? Oder nicht gut? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren, sodass wir das Format anpassen und so verändern können, dass es euch gefällt.
