Auf der Gamescom haben wir bei SEGA eine kurze Mission aus dem Survival-Game Alien: Isolation sehen können. Weil wir in einem ausführlichen Beitrag in Kürze ausführlich auf Gameplay und Story eingehen wollen, gibt es von der Megamesse nur eine Kurzvorschau zur Stimmung.
Für viele Fans war es das Spiel der Messe: SEGA und Publisher Koch Media zeigten auf der Gamescom 2014 neue Szenen aus dem Survivalgame Alien: Isolation. Zu diesem Zeitpunkt wollen wir nur eine Kurzvorschau veröffentlichen. Einen etwas ausführlicheren Eindruck werden wir demnächst in einem Hands-On Preview liefern.
Quelle: SEGA
Die Technik ist auf dem Stand der 80er Jahre Science Fiction - authentisch!
Die Gamescom Demo war jedoch "Hands-Off". Wir konnten uns also beruhigt zurücklehnen, während einer der Entwickler von Creative Assembly gegen sein eigenes Monster antreten musste. Entgegen des Trends anderer Horrorspiele konzentriert sich Alien: Isolation auf seine reinen Survival-Elemente und weniger auf Gewalt. Wie man es aus den Filmen kennt, ist das Alien übermächtig und lässt sich nicht von normalen Pistolen beeindrucken. Deshalb schleichen wir in der Demo durch die Gänge des Raumschiffs Sevastopol fast vollkommen unbewaffnet. Die einzigen Gadgets die Protagonistin Amanda Ripley mit sich führt, sind der berühmtberüchtigte Motion Tracker und zusammengebastelte Items wie ein Geräuschemitter. Mit ihm lässt sich das Alien auf eine falsche Fährte locken.
Quelle: SEGA
Der Motion Tracker ist Ripleys beste Verteidigungswaffe.
Weil Amanda, die Tochter von Alien-1-Hauptdarstellerin Ellen Ripley (Sigourney Weaver) keine erfahrene Kämpferin ist, versucht sie sich im Schleichen. Anstatt die Konfrontation mit dem mordsgefährlichen Alien zu suchen, klettert sie durch Luftschächte, versteckt sich in Schränken und hinter Krankenbetten. In unserer Demo wirkt am Anfang noch alles friedlich. Wir sind auf der Suche nach Medizin, um ein verletztes Mitglied der Nostromo-Crew zu verarzten. Doch auf der Krankenstation huscht plötzlich die außerirdische Übergestalt aus der Decke. Das Alien weiß, dass wir hier irgendwo rumirren. Und es lernt! Einfach stehen bleiben und die Patrouille aussitzen, ist nicht drin. Nach ein paar Runden im kreisförmigen Ganggeflecht der Raumstation fängt das Monster an, auch die benachbarten Räume zu durchsuchen.
Alles was man entgegensetzen kann, ist der Bewegungssensor. Mit dem ziemlich primitiven Gerät kann man Bewegungen in der Nähe aufspüren und bekommt die grobe Richtung des Missionsziels angezeigt. Wenn man darauf sieht, dass etwas näher kommt, sollte man am besten schnell verschwinden. Der Unschärfeeffekt dieses Motion Trackers gefiel uns ganz gut: Der Spieler kann entscheiden, was er lieber scharf sehen möchte. Entweder die Spielwelt, dabei übersieht man aber ein paar Details am Bildschirm, oder den Tracker, wobei die Umgebungssicht leidet.
Quelle: SEGA/Sony
Das Alien ist ein unbesiegbarer Gegner - wegrennen und verstecken ist angesagt.
Die Gadgets orientieren sich übrigens am technischen Stand der 80er Jahre, als der erste Film gerade noch aktuell war (1979). Computer-Bildschirme flackern deshalb grundsätzlich grün, Bild- und Videomaterial ist durchsetzt von VHS-Schlieren. "Wir wollten Alien: Isolation wirklich im Stil des ersten Films fortführen und haben darauf verzichtet, die Technik auf den heutigen Stand zu bringen", erzählt der Producer.
Am Ende hilft aber all das Versteckspiel nicht: Das Alien hat nach drei Tagen Gamescom-Präsentationen herausgefunden, wie der Producer spielt. Es hat sich seine Gehwege gemerkt und weiß, wo er sich versteckt. Als der Producer einmal losrennt, um schnell in einem Abzugsschacht zu verschwinden, hört das Alien uns – und durchbohrt uns in einer erschreckenden Sequenz von hinten. Der Todesscreen – er wird vermutlich ein häufiger Begleiter von Isolation-Spielern! Ganz so unmenschlich schwer wie in den Filmen soll es übrigens nicht sein: Das Alien kann uns im Spiel nicht riechen sondern nur sehen und hören. "Es wäre schon reichlich schwer gewesen, dem Spieler zu erklären wann er stinkt und wann nicht." Wenigstens etwas...
