Wagt euch erneut ins Kampfgetümmel mit den Allstars aus dem Nintendo-Universum und vielen weiteren Kultfiguren der Videospielgeschichte. Wer ist mit von der Partie und welche Neuerungen erwarten einen auf der Wii U? Wir haben Super Smash Bros getestet!
Marios Feuerball streift Zeldas Haarpracht. Im letzten Moment kann Sonic der Metal Blade von Mega Man entkommen. Pac-Man wirft wie wild mit Obst nach Donkey Kong. Kirby saugt Samus ein und Pikachu schockt Shulk mit einem Donnerblitz. All diese Szenarien sind nur in einem einzigen Spiel denkbar – in Super Smash Brothers auf der Wii U. Nachdem die meisten der alteingesessenen Kämpfer wieder mit von der Partie sind, haben auch einige Neuzugänge ihren Weg ins chaotische Kampfgetümmel gefunden. Doch das ist längst nicht alles. Auf der Wii U gibt es dieses Mal so viel zu entdecken wie noch nie!
Wenig Standard – viel Extravaganz
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (1)
Während das klassische Beat'em'Up auf Energieleisten setzt und durch Halbkreis- und Buttonkombinationen sein Gameplay aufbaut, ist das bei Smash Brothers völlig anders. Da man dem Gegner möglichst hohen Schaden zufügen muss, damit man diesen umso leichter aus der Arena befördern kann, ist allein schon das Spielprinzip ein wenig extravagant. Dadurch, dass aber gleich vier Spieler auf einmal in den Ring steigen, kann es hier und da ein wenig unübersichtlich werden. Das war schon immer so und auf der Wii U ist es sogar noch eine ganze Ecke schlimmer, da man erstmals sogar bis zu acht Kämpfer gleichzeitig auf dem Schirm erleben darf. Hinzu kommen noch die unzähligen Items. Mittlerweile gibt es neben den Pokébällen, die eines der unzähligen Taschenviecher auf den Plan rufen oder Meisterbälle, die besonders kräftige Exemplare anlocken, neuerdings auch noch Helfertrophäen. Hat man eine solche eingesammelt und aktiviert, erscheint ein beliebiger Charakter aus dem Videospieluniversum und steht einem für wenige Sekunden unterstützend zur Seite. Da hätten wir Elec-Man, der Elektrogeschosse auf die Gegner abfeuert, Dr. Kawashima, der euch mit explosiven Zahlen aushilft, kleine Soldaten und Panzer aus Advance Wars, Midna aus Zelda, Dr. Wright, der Wolkenkratzer aus dem Boden schnellen lässt, Hammerbrüder, Kettenhunde, F-Zero-Piloten und sogar zwei Zocker, die auf Kosten eurer Gegner Pong spielen. Man könnte die Liste noch ewig fortsetzen...
Neben weiteren Neuzugängen, wie etwa dem Stachi-Panzer, einem Bienenschwarm, Käfern, Boss Galaga und vielen mehr, darf man aber auch auf beliebte Klassiker unter den Items zählen, wie das Laserschwert, die verschiedensten Bomben, Nahrung zur Schadensheilung, Bumper, Feuerblumen und und und... Es ist also immer richtig was los!
Die Prominenz der Videospielwelt
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (2)
Nachdem Smash Brothers seiner Zeit auf dem N64 mit genau acht hauseigenen Charakteren gestartet ist (Mario, Yoshi, Bowser, Link, Kirby, Samus, Fox und Pikachu) haben sich mittlerweile gut 40 weitere Allstars hinzugesellt. Diese reisen aus dem gesamten Nintendo-Universum an, aber selbst einige Größen aus anderen Videospielklassikern sind auf der Wii U mit an Board, wie beispielsweise Mega Man, Sonic, Pac-Man, Shulk... Auch die Wii-Fit-Trainerin, der Dorfbewohner aus Animal Crossing, der Hund und die Ente aus Duck Hunt oder Olimar aus Pikmin ziehen in die Schlacht. Jeder Charakter hat seine eigenen Stärken und Schwächen und neuerdings auch einen ganz individuellen Ultra-Smash. Von Zeit zu Zeit taucht während eines Kampfes ein Smash-Logo auf, das durch die Gegend fliegt. Wer es mehrfach trifft, der ist in der Lage seinen Ultra-Smash auszulösen. Dieser ist meist bildschirmfüllend und ruft bei Mega Man beispielsweise all seine Alter Egos auf den Plan, die er über die Jahre so durchlebt hat. Sie alle feuern gemeinsam einen äußerst kraftvollen Plasmastrahl auf die Gegner. Peach hingegen tanzt bei ihrem Ultra-Smash fröhlich herum und lässt dadurch alle Gegner einschlafen, während Pfirsiche auftauchen, deren Genuss ihre Schadensleiste ein wenig senkt. Link setzt auf die Macht des Triforce, Pac-Man versucht seine Gegner schlicht und einfach zu verspeisen, Donkey Kong trommelt auf den Bongos und Palutena beschwört ein riesiges schwarzes Loch herbei und zerstört ihre Widersacher schließlich noch mit einem Megalaser - um nur ein paar dieser imposanten Spezialangriffe zu nennen.
Einige Charaktere haben unter ihren neuerdings acht verschiedenen Outfits eine kleine Überraschung auf Lager. Möchte man für Olimar einen anderen Look aussuchen, stößt man plötzlich auf Alph. Dieser sieht ihm ja sehr ähnlich und spielt sich identisch. Ebenso ist es auch mit der Wii-Fit-Trainerin, die plötzlich als Wii-Fit-Trainer an den Start geht, dem Bewohner, der auch als Bewohnerin gespielt werden kann und auch Daraen hat ein weibliches Gegenstück. Bowser Junior kommt direkt mit der ganzen Familie daher, denn hier darf zwischen Iggy, Roy, Wendy... ausgesucht werden. Eine nette Spielerei! Doch es gibt auch einige Wermutstropfen. Wo um alles in der Welt ist nur Solid Snake geblieben? Oder die Ice Climbers? Kommen diese möglicherweise später als Update? Scheinbar soll ja auch Mewtu noch "nachgeliefert" werden, also kann man wohl gespannt bleiben, wie sich die ohnehin schon gigantische Starparade noch weiter entwickeln wird.
Lavainferno, happy Dorfleben und Geisterschloss – die Stages
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (5)
So einzigartig die einzelnen Charaktere sein mögen, so sind es auch die verschiedenen Stages. Es stehen viele zur Auswahl, wobei man sich bei acht Spielern etwas einschränken muss und nicht die volle Palette geboten bekommt, da der Platz schlicht und einfach nicht bei jeder Location ausreichend ist.
Während auch hier einige altbekannte Schauplätze ein Wiedersehen feiern (Hyrule Tempel, Dk Jungle, Super Mario World...) gibt es dieses Mal außerdem die Gaur-Ebene aus Xenoblade Chronicles, in der man auf das Eisengesicht trifft, Sonics Windy Hill Zone, Marios Piste aus Mario Kart 8, bei der alles ein wenig Kopf steht oder Dr. Wilys Festung aus Mega Man, wo man stets mit dem Yellow Devil aneinander gerät.
Viele der Stages sind sehr interaktiv. Man findet beispielsweise Lavaseen, Stachelkugeln und Stachelwände oder darf sogar in einer Lore Platz nehmen. In der Pokémon-Arena aus X/Y wird man zusätzlich von vorbeirauschendem Wasser erfasst, von Feuersäulen angesengt oder von Schwertern aufgespießt. Besonders interessant ist auch Nosfair aus Metroid. Hier begegnet man Ridley, der auf alle Spieler losgeht, aber sich demjenigen anschließt und fortan an dessen Seite kämpft, der ihm genug Schaden zugefügt hat. Auch die Joulions und Zeros trifft man dort an und kann sie eventuell sogar zum eigenen Vorteil nutzen. Doch das ist nur eine kleine Auswahl, denn es gibt zudem ein wahres Lavainferno, eine Stage aus Animal Crossing mit idyllischem Dorfleben, das Geisterschloss aus Luigis Manson, den Fitnessraum mit schwebenden Balance-Board-Plattformen und einer im Hintergrund vorturnenden Wii-Fit-Trainerin und viele, viele mehr.
Die Smash-Tour
Eine klare Stärke des neusten Ablegers der Smash-Reihe ist sein enormer Umfang und die Fülle an Modi und Optionen. Während man sich ganz klassisch auf die Mütze geben kann (wie bereits erwähnt erstmals auch mit sieben Mitstreitern), gibt es auch verschiedenste Spezialmodi.
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (9)
Einer dieser Modi ist die neue Smash-Tour. Der Aufbau ähnelt ein wenig den Mario Party spielen, da man ebenfalls auf einem Brettspiel unterwegs ist und dort so allerhand entdecken kann. Während man vor Beginn festlegen darf ob das Spielfeld klein, mittel oder gross sein soll, ob es 15 – 25 Runden dauern wird und mit welchem Mii man antreten möchte, beginnt man auch sogleich mit zwei zufällig ausgewählten Kämpfern. Ziel des Spiels ist es, am Ende im finalen Kampf gegen drei Freunde oder aber computergesteuerte Widersacher zu siegen. Dazu muss man auf dem Weg dorthin fleißig Kämpfer ergattern. Während immer wieder per Zufall einige plötzlich auf dem Spielfeld erscheinen und man diese einfach so einsammeln kann, gibt es auch die Möglichkeit, durch einen erfolgreichen Kampf, neue Charaktere für sein Team zu gewinnen. Es wird reihum gewürfelt und immer wenn sich zwei Miis auf dem gleichen Feld begegnen, kommt es zum Showdown. Dann kämpfen alle vier Spieler gegeneinander oder ab und an auch als Zweierteam. Wer am Ende gewinnt, der bekommt einen Charakter des Gegners. Wer verliert, der verliert auch seinen Kämpfer. Wenn ich also in den 15-25 Runden mehr oder weniger erfolgreich meine Kämpfer eingesammelt oder sie durch Siege dazuverdient habe, dann kann es sein, dass ich am Ende sieben Kämpfer zur Verfügung habe und meine Gegner vielleicht nur vier. Das steigert meine Chancen im Endkampf ungemein. Doch nicht nur die Masse macht's. Auf dem Spielbrett sind zusätzlich verschiedene Symbole verstreut. Etwa ein Handschuh für Kraft, ein Schutzschild für Verteidigung, ein Stiefel für Geschwindigkeit, eine Feder für Sprungkraft... die gezielt eure Statuswerte verbessern. Habe ich etliche Boxhandschuhe eingesammelt, kann ich bei den Kämpfen auch fester zuschlagen und mehr Schaden verursachen.
Zudem lassen sich spezielle Trophäen einsammeln und gewinnen. Diese kommen einem entweder bereits auf dem Spielbrett zugute (so verdoppelt beispielsweise ein Motorrad aus Excitebike die gewürfelte Zahl, Ashley aus WarioWare verlangsamt den Würfel, sodass man ziemlich genau die Zahl wirft, die man gerade braucht) oder erst im Kampf. Bevor dieser beginnt, kann man nach Lust und Laune eine seiner Trophäen nutzen und startet dann etwa mit einem Laserschwert in der Hand, lässt einen Gegner zu Kampfbeginn einschlafen oder fügt diesem direkt von Anfang an 100% Schaden zu. Das kann ein Segen, aber ebenso ein Fluch sein. Wenn man nun mit Schaden in einen Kampf geht, von einem Gegner eingeschläfert wurde und ein anderer mit Laserschwert auf euren schlafenden Charakter einprügelt, dann hatte man noch nicht einmal die Chance, auch nur irgendetwas dagegen zu unternehmen. Hier und da kann das echtes Aggressionspotenzial aufkeimen lassen, da sehr viel vom Glück bestimmt wird. Auch die Stages, die manchmal unter einem bestimmten Thema stehen (z.B. laufen lauter Bob-Ombs umher oder es taucht ein Warpstern nach dem anderen auf...) können einem, je nach fieser Aktion der Gegenspieler, ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen und einen scheitern lassen, bevor man so wirklich ins Spiel kommen konnte. Als wäre das noch nicht genug, tauchen auch ab und zu ein paar alte Bekannte auf dem Spielbrett auf – mal positiver Natur und mal eher weniger erfreuliche. Wenn etwa ein Metroid neben euch erscheint, dann heißt es erst mal das Weite suchen. Dieser kann euch bei Berührung nämlich einige der eingesammelten Statuswertverbesserungen aussaugen. Wenn ihr ihn danach nochmals antrefft, ist das kein Problem, da er alles wieder ausspuckt, aber sollte einer eurer Gegner ihn zuvor anrempeln, dann bekommt er eure ganzen abgesaugten Goodies. Weitere dieser "Zufallsgäste" spendieren euch von Anfang an irgendwelche Extras oder ihr müsst euch diese in einem harten Kampf erst verdienen. Manchmal bringen sie auch sonst etwas auf dem Spielfeld durcheinander.
So spaßig das nun alles klingen mag, so ärgerlich und frustrierend kann es sein. Dieser Modus ist einfach nicht ganz ausgewogen und überzeugt daher leider nicht wirklich. Man kann ihn sich mal anschauen, aber nach kurzer Zeit hat man alles gesehen und widmet sich eher einem der anderen unzähligen Modi.
Spezialaufträge und Missionen
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (7)
Die verschiedenen Spezialaufträge und Missionen haben einen merklich höheren Anreiz und können auch länger überzeugen, da sie einfach vielseitiger und motivierender sind. Man hat zunächst die Auswahl zwischen Meisteraufträgen oder Crazyaufträgen. Bei den Meisteraufträgen gibt es immer drei mögliche Ziele zur Auswahl. Eines davon kann schlicht und einfach darin bestehen, einen einzelnen Gegner oder eine ganze Gegnerschar zu besiegen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Scheiben-Bomber-Challenges oder den Home-Run-Wettkampf, auf die ich später noch kurz eingehen werde. Die einzelnen Aufgaben sind jeweils mit ihrem Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet. Von leicht bis sehr schwer, sollte für jeden etwas dabei sein. Auch die Belohnung, sofern man das Ziel erreicht hat, wird zumindest angedeutet. Sie wird als kleines Symbol (z.B. ein Triforce für Link, Zelda und Shiek oder ein Pilz für die Mario-Charaktere) dargestellt und kann etwa einen neuen Spezialangriff für die entsprechenden Charaktere beinhalten. Es kann sich aber auch einfach nur um Gold handeln oder um eine CD, die ein Musikstück darstellt und in der Audiothek gehört werden darf. Doch alles hat seinen Preis. Damit man überhaupt erst eine dieser Aufgaben annehmen kann, muss man eine vorgegebene Menge an Gold bezahlen. Erreicht man das Ziel nicht, ist das Gold futsch und es rückt ein anderer Auftrag an dessen Stelle.
Bei den Crazy-Aufträgen läuft es ein wenig anders. Hier muss man direkt zu Beginn eines der seltenen Spezialtickets setzen, das man sich in anderen Spielmodi verdienen kann oder aber die stattliche Summe von 5'000 Goldstücken berappen, um teilnehmen zu dürfen. Dann stehen einem allerdings für zehn Minuten immer gleich drei unterschiedliche Aufträge zur Auswahl (Einzelkampf, Teamkampf oder als Team gegen Riesen-Mario, Riesen-Kirby… und andere). Nach jeder bestandenen Aufgabe, wird der Schaden, den man genommen hat, ein kleines bisschen geheilt. Jetzt muss man sich entscheiden ob man noch einen weiteren Auftrag annehmen möchte (mit dem bisher erlittenen Schaden aus den vorherigen Kämpfen) oder ob man versuchen möchte mit den bisher verdienten Preisen "nach Hause" zu gehen und den Modus abzuschließen. Um dem Spektakel ein Ende zu setzen, tritt man gegen die Crazyhand an und erhält dazu eine vorgegebene Anzahl an Lebenspunkten, die sich nach den bisher erlittenen Schadenspunkten richten. Je nachdem wie viele Kämpfe man bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich abgeschlossen hat, kann es auch sein, dass die Crazyhand noch den ein oder anderen Charakter als Unterstützung erhält. Verliert man, so werden einem einige der Preise wieder gestrichen, aber wenn man gewinnt, kann man so richtig abstauben und alles bisher Erspielte (Trophäen, Gold, Spezialfähigkeiten…) auch behalten.
Im Unterschied zu diesen beiden Modi gibt es außerdem noch einzelne Missionen, bei denen euch komplett alles haargenau vorgegeben wird, außer dem Schwierigkeitsgrad (leicht, mittel, schwer). Die Missionen stehen jeweils unter einer bestimmten Thematik, sodass ihr zum Beispiel in der Rolle der Wii-Fit-Trainerin zwei unförmigen Warios ein wenig sportliche Disziplin beibringen müsst. Seid ihr dabei erfolgreich, so gibt es eine Belohnung. Hat man dann auch noch eine anspruchsvollere Zusatzbedingung erfüllt (den Auftrag beispielsweise innerhalb 30 Sekunden erfüllen), so wird man dafür belohnt und es öffnen sich neue, versteckte Missionen.
Allstar und Klassik
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (10)
Als wäre die Auswahl an Modi nicht genug, gibt es noch zwei weitere, die nicht so ganz unwichtig sind. Der Allstar-Modus ist relativ schnell erklärt. Man tritt mit einem Kämpfer an und muss gegen alle möglichen Kontrahenten aus der gesamten Videospielgeschichte bestehen. Es kann beispielsweise sein, dass man gegen lauter Charaktere aus den Jahren 2001 – 2006 antreten muss. Meist sind diese nicht ganz so stark, denn man hat nur ein einziges Leben und behält den erlittenen Schaden für jede weitere Runde bei. Ein kleiner Trost bietet da die "Zwischenwelt" in der man landet, wenn ein Kampf erfolgreich bestanden wurde. Je nach Schwierigkeitsgrad warten hier Herzen, Feen oder Tomaten, die den Schaden ein kleines bisschen reduzieren. Hat man bis zum Ende durchgehalten, darf man sich die Credits anschauen und die Namen der Mitwirkenden vermöbeln. Je mehr man erwischt, desto vollständiger wird das Bild im Hintergrund, das den eigenen Kämpfer zeigt. Auch das ist wieder ein ganz amüsanter Einfall.
Der Klassik-Modus gestaltet sich etwas komplizierter. Gleich zu Beginn muss man sich für eine Schwierigkeitsstufe entscheiden und von 0.0 – 9.0 bzw. kinderleicht – Top-Elite ist alles denkbar. Mit steigendem Schwierigkeitsgrad steigt auch euer Einsatz an Gold und demzufolge aber auch die Belohnung, die man beim erfolgreichen Abschließen erhält. Mit eurem Charakter zieht ihr als Trophäe über eine Fläche, auf der sich verschiedene Gegnergruppen befinden. Wollt ihr gerade gegen Mario, Glurak, Donkey Kong und Yoshi kämpfen, dann bewegt ihr eure Trophäen-Figur in deren Richtung. Ihr seht auch bereits vor dem Kampf, welche Gegner welche "Preise" für euch parat halten (Spezialfähigkeiten, Trophäen, Münzen…). Kurz vor dem Ende tretet ihr schließlich gegen eine Schar von Mii-Kämpfern an und ganz zum Schluss noch gegen die Meister- oder Crazyhand. Es hängt jeweils vom Schwierigkeitsgrad ab. Eventuell sogar gegen beide. Auch hier darf man am Ende die Namen der am Spiel beteiligten Personen so richtig schön verprügeln.
Online-Mode und technische Aspekte
Smash Brothers ist wohl eine von Nintendos Videospielserien, bei denen ein Onlinemodus auf gar keinen Fall fehlen sollte. Leider ist dieses Thema aber noch nicht so ganz optimal umgesetzt worden. Doch zunächst ein paar positive Aspekte hierzu.
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (4)
Natürlich wird euch auch online so allerhand geboten. Ob ihr nun alleine gegen Freunde kämpft oder in Teams gegeneinander antreten wollt, ob zu zweit an einer Konsole gegen die virtuellen Kontrahenten, wahlweise mit Gegenständen und allem drumherum oder "hart auf hart" ganz reduziert auf eure Fähigkeiten und ganz ohne irgendwelchen Schnickschnack, von Angesicht zu Angesicht... man kann sich voll austoben und das gegen Spieler aus der ganzen Welt. Sogar wenn man mal nicht selbst kämpfen möchte, hat man die Gelegenheit anderen zuzuschauen, um sich ein paar wertvolle Tipps zu holen oder man wettet auf den Kämpfer, der gewinnen wird. Dabei lässt sich das sauer verdiente Gold auf das hoffentlich richtige Pferd ähh den richtigen Kämpfer setzen und wenn dieser tatsächlich gewinnt, erhält man das Doppelte seines Einsatzes. Sollte der Kämpfer aber sogar statistisch gesehen der Schwächere sein (was an einer "Gewinnquote in % angegeben wird, je nach bisherigen Online-Erfolgen), kann sich euer Einsatz sogar maximal verzehnfachen. Aus 100 Münzen werden dann mal eben 1'000. Manchmal kann man zusätzlich noch einen Bonus abstauben.
Die Schattenseiten der Medaille finden sich beim Online-Modus in der Qualität der Verbindung. Nach einigen Gefechten kam es immer wieder mal vor, dass wir eine Runde in "Zeitlupe" bestreiten mussten oder dass zumindest immer wieder mal kleine "Aussetzer" aufgetreten sind. Einmal ist die Verbindung sogar ganz abgebrochen. Nintendo macht zwar extra Werbung mit einem Adapter, der für eine bessere Verbindung sorgen soll, aber die Kämpfe müssten eigentlich auch ohne diesen flüssig laufen. Außerdem scheinen einige Modi (Online-Turnier) erst so nach und nach verfügbar zu sein. Sollte das Verbindungsproblem also behoben werden und noch weitere Optionen hinzukommen, gibt es hier kaum mehr einen Grund zur Klage. Die Möglichkeiten, sich miteinander auszutauschen, sind auch bei Smash Brothers wieder nintendotypisch minimalistisch.
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (6)
Ansonsten kann man aus technischer Sicht wirklich nicht meckern. Grafisch kann es eine Wii U natürlich niemals mit einer PS4 oder Xbox One aufnehmen, aber das ist ja auch gar nicht das Maß aller Dinge. Smash Brothers flimmert erstmals in HD über den Schirm und kommt gestochen scharf daher, mit einer enormen Liebe fürs Detail. Die Kämpfer sind so originalgetreu gestaltet wie nie, bewegen sich völlig authentisch und haben teilweise wirklich phantastische Spezialangriffe in petto, die das Auge verwöhnen. Bei dem rasanten Spieltempo geht das manchmal ein schnell unter, aber wenn man sich gelegentlich die Zeit nimmt, etwas genauer hinzuschauen, dann entdeckt man an jeder Ecke die Detailfülle und allerhand Kleinigkeiten, die insgesamt eine dichte Atmosphäre erzeugen und den einzelnen Kultcharakteren absolut gerecht werden. Vor allem bleibt das Geschehen auch stets flüssig, selbst wenn mehrere Spieler auf einmal über die Arena wuseln, Pokémons zur Hilfe stürmen, Items benutzt werden und nahezu der komplette Bildschirm ein reines Effektfeuerwerk darstellt. Untermalt wird das alles noch von den eingängigen Melodien, die so manchen von durch die Kindheit begleitet haben und somit schon lange ein treuer Wegbegleiter sind. Selten trifft man in einem einzigen Spiel so viele bekannte Titel und Jingles an. Wenn man also all dies zusammen nimmt, schafft es Smash Brothers auf der Wii U auch ohne die allerneuste Technik seiner beiden Konkurrenzkonsolen, einen tief in seinen Bann zu ziehen und in andere Welten zu entführen.
Amiibos, Mii-Kämpfer, Trophäen, Fotos – unglaublich viele Goodies
Wenn man etwas bei Smash Brothers auf der Wii U hervorheben möchte, dann auf jeden Fall den enormen Umfang und die unfassbar vielen Möglichkeiten, die das Spiel einem bietet.
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Super Smash Bros. für Wii U im Test (3)
Eine der vielen Neuerungen, stellt sogar eine Premiere in Nintendos gesamter Firmenpolitik dar. Während es natürlich stets irgendwelche Merchandisingprodukte gab und auch immer geben wird, erblicken bei Samsh Brothers erstmals die so genannten "amiibos" das Licht der Welt. Dies sind ca. 10 cm große Plastikfiguren der einzelnen Kämpfer (z.B. Peach, Link, Mario, Kirby...), die auf einem kleinen Sockel stehen. Wer einen amiibo für etwa 15 Euro erwirbt, der kann ihn sich nicht einfach nur in die Vitrine stellen, sondern auch interaktiv mit dem Videospiel koppeln. Hält man den Sockel der Figur, der sogar Daten speichern kann, für einen Moment lang links unten an den Tablet-Controller, erscheint der Charakter auf dem Bildschirm und kann wie in einem Rollenspiel aufgelevelt werden. Man kann ihn gegen computergesteuerte Gegner antreten lassen, selbst gegen ihn kämpfen oder ihn als Teampartner einspannen. Mit jedem Einsatz sammelt er Kampferfahrung, egal ob Sieg oder Niederlage und steigt im Level auf. Das macht ihn stärker, bis er irgendwann Level 50 erreicht. Schade ist allerdings, dass das extrem schnell von statten geht. Hat man nun ein bisschen Zeit in seinen amiibo investiert und möchte diesen auch bei einem Freund zu Hause sehen, so muss man die Figur lediglich mitnehmen und dort ebenfalls kurz an das Gamepad halten. Der amiibo lässt sich auch weiter mit Spezialfertigkeiten und erspielten Ausrüstungsgegenständen aufpeppen, sodass man sich mit der Zeit einen recht guten Schützling heran gezogen hat.
Die Idee ist wirklich klasse und motiviert auch, aber sie ist bisher noch nicht bis in die letzte Konsequenz umgesetzt worden. Was ist denn, wenn Level 50 erreicht wurde? Wie kann man weiterhin motiviert werden, an seinem amiibo zu arbeiten? Welche Vorteile bringt dieser noch? Der Grundstein ist mal gelegt. Nintedo kann darauf aufbauen und das Konzept (hoffentlich) noch weiter ausarbeiten und ergänzen.
Neben dem amiibo lassen sich aber auch sämtliche "normale" Kämpfer modifizieren. Mit Gegenständen, die man in den unterschiedlichen Modi findet und erspielt, kann man etwa seinen Angriff, die Verteidigung oder die Geschwindigkeit verbessern. Außerdem gibt es für die bekannten "B-Knopf-Moves" ein paar abgewandelte Variationen. Anstatt dass Mega Man bei bloßem Druck auf den B-Knopf eine Metal Blade abfeuert, kann er beispielsweise eine Bomb werfen. Bei seinem "B-oben-Move" taucht nicht mehr sein Wuffi Rush auf, der ihn nach oben katapultiert, sondern ein Wirbelwind entsteht unter seinen Füßen, den er seinerzeit von Tengu Man erlernt hat. Viel Unterschied macht das nun nicht aus, aber bei manchen Charakteren können gerade diese kleinen Veränderungen in der Move-Palette durchaus einen gewissen Reiz darstellen.
Wer generell lieber einen eigenen Kämpfer zusammenstellen will, der kann dies bei seinem Wii in deutlich umfangreicherem Ausmaß. Während man einen der drei Grundtypen Boxer, Schwertkämpfer oder Schütze auswählt, lassen sich die einzelnen Angriffe hier individuell zusammenstellen. Auch die Optik kann je nach freigeschalteten Goodies stark an den eigenen Geschmack angepasst werden. Allerdings muss man dann auch immer festlegen ob diese "manipulierten" Kämpfer und auch die Miis erlaubt sein sollen oder nicht. Sogar eigene Stages lassen sich auf der Wii U im Stagestudio recht komfortabel und schnell in Eigenregie von Grund auf selbst erschaffen. Alleine hier könnte man sich je nach Lust und Laune bereits stundenlang vergnügen.
Doch nicht genug! Zudem gibt es noch etliche Trophäen zu gewinnen, Spezialfertigkeiten, Outfits, weitere Charaktere, Musikstücke und vieles mehr freizuschalten. Man kann Trophäen im Laden gegen ein paar Goldstücke kaufen, diese in einer Art Minigame erspielen, 140 "Meilensteine" absolvieren (z.B. "Gewinne den Allstar-Modus mit Wario auf schwer"), Videos von besonders gelungenen Kämpfen aufzeichnen und speichern, Fotos schießen und mit einem Malprogramm bearbeiten, Demos von echten Retroklassikern spielen..
Zu guter Letzt darf man sogar wieder den bekannten Sandsack möglichst weit durch die Gegend schleudern und als Scheiben-Bomber eine Bombe so geschickt durch die Luft katapultieren, dass sie möglichst viele Zielscheiben zerstört. Das hat ein bisschen etwas von Angry Birds, da die Explosion ein wackeliges Gerüst aus Holzbauten zum Einsturz bringt und man dadurch komplexe Kettenreaktionen auslösen muss, um besonders viele Zielschreiben zu demolieren.
