The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D: The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D im Test: Ständiger Zeitdruck auf dem New 3DS

Test Michael Stadler
The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D: The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D im Test: Ständiger Zeitdruck auf dem New 3DS
Quelle: Nintendo

Vor mittlerweile fast vier Jahren feierte der N64-Klassiker "The Legend of Zelda: Ocarina of Time" als 3D-Remake auf Nintendos 3DS seinen Re-Release. Pünktlich zur Veröffentlichung des Facelifts spendieren die Japaner allen Zelda-Fans eine weitere Neuauflage aus dem Universum. Mit "The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D" schafft es der wohl größte Außenseiter des Franchises in die dritte Dimension. Ob die depressive Stimmung, der dunkle Look und ständiger Zeitdruck dem ungeliebten Stiefkind im Jahr 2015 endlich den verdienten Ruhm verschaffen?

Wenn der Mond in mein Städtchen kracht

"The Legend of Zelda: Majora's Mask" ist einer der wenigen Zelda-Ableger, die anders sind. Das fängt bereits bei der Story an. Wo wir normalerweise die Prinzessin und das Land Hyrule vor Ganon/Ganondorf retten müssen, präsentiert sich uns hier ein völlig anderes Bild. Von unseren Abenteuern in Ocarina of Time umhergetrieben, reitet Link auf seiner treuen Stute Epona durch die Wälder Terminas, dem Schauplatz von Majora's Mask. Den Part des Bösewichts übernimmt das Horrorkid, ein kleines Kind, das vom bösen Fluch der Maske der Majora vereinnahmt wird. Nachdem die Maske vom örtlichen Fachhändler "dauerhaft ausgeliehen" wurde, ebneten viele Gräueltaten den Weg des Kinds mit der verfluchten Maske. Zum großen Finale dürfen auch wir in der Rolle von Link dem Treiben beiwohnen: Das Horrorkid plant Termina durch den Aufprall des wohl fiesesten Monds der Videospielgeschichte in Schutt und Asche zu legen. Warum? Weil er kann! Oder viel eher muss. Denn: wirkliche Kontrolle und Verständnis für seine Taten hat das Horrorkid nicht mehr. Allenfalls haben wir 72 Stunden, um dieses Unglück noch abzuwenden.

Maskenball

Masken (hier die Hasen-Ohren) nehmen den Platz von Items und Power-Ups ein. Quelle: Nintendo Masken (hier die Hasen-Ohren) nehmen den Platz von Items und Power-Ups ein. Das markanteste Feature des Titels sind die vielen im Spiel freischaltbaren Masken. Diese verleihen Link besondere Kräfte oder auch ein völlig anderes Aussehen. Mit der Deku-Maske, die bereits sehr früh im Spiel verfügbar ist, verwandeln wir uns auf Knopfdruck in einen kleinen Deku-Jungen. Mit den Hasen-Ohren, die manch einer noch aus Ocarina of Time kennt, laufen wir nun auch endlich entsprechend schnell. Dank des Touchscreens funktioniert der Maskenwechsel, wie auch der Schnellzugriff auf andere Items im Inventar, wesentlich schneller und intuitiver als noch Anfang des Jahrtausends. Der eigentliche Knackpunkt des Spiels ist das Zeitlimit. Wie eingangs erwähnt stehen uns 72 Stunden zur Verfügung, um dem Horrorkid gegenüber zu treten und Termina zu retten. Da wir dafür jedoch vier Dungeons meistern müssen, jede Menge Masken sammeln und auch sonst gerne mal die Gegend erforschen wollen, ist diese Zeitspanne extrem knapp bemessen.

Mit der Hymne der Zeit kann man den knappen Countdown zurückdrehen - muss aber auch Rückschritte in Kauf nehmen. Quelle: Nintendo Mit der Hymne der Zeit kann man den knappen Countdown zurückdrehen - muss aber auch Rückschritte in Kauf nehmen. Und genau für dieses Problem nehmen wir in Majora's Mask ein Schlüssel-Item aus dem Vorgänger zur Hand: Die Ocarina der Zeit. Dank der Hymne der Zeit, die wir wahrscheinlich auch noch im Vollsuff korrekt anstimmen könnten, können wir je nach Spielart die Zeit zurück drehen oder gar verlangsamen. Ideal! Dennoch gibt es einen Haken: Der Großteil des erreichten Fortschritts ist dahin. NPCs erinnern sich nicht mehr mit uns gesprochen, geschweige denn irgendwelche Handel abgeschlossen zu haben. Das macht aber noch immer den Reiz des Titels aus. Wir müssen jeden Tag gründlich vorbereiten und planen, damit wir in einem Zyklus möglichst viele Aufgaben bewältigen können. Dadurch wird Majora's Mask zum taktischsten Zelda-Ableger von allen. Um Anfängern den Einstieg in das Spiel zu erleichtern, führt das Spiel im Gegensatz zum Original automatisch Tagebuch über die aktuellen Aufgaben und Quests. Zudem können an den sogenannten Sheik-Steinen wieder Video-Clips angesehen werden, die einen kurzen Einblick in die Lösung des aktuellen Problems liefern.

Unter der Maske

Allerhand Dungeons und Rätsel warten auf den Spieler. Quelle: Nintendo Allerhand Dungeons und Rätsel warten auf den Spieler. Majora's Mask 3D steht Ocarina of Time hinsichtlich Grafik und Performance in nichts nach. Das ist jedoch Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite werden wir von der schön aufpolierten Optik verwöhnt, auf der anderen Seite haben wir hin und wieder mit kleineren Performance-Schwächen zu kämpfen. Diese sind aber gemessen am Mehrwert der Frischzellen-Kur mit Leichtigkeit zu Verkraften. Hat man sich erst an den eher dunklen Stil des Spiels gewöhnt, findet man allmählich auch die Schönheit der Landschaft im Augenblick des Untergangs. Auch auf die Ohren gibt es einmal mehr ikonische Melodien, die zum leicht verstörenden Stil des Spiels passen.

Meinung

Wertung zu The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D (3DS)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Düstere AtmosphäreVielseitige SpielweltToller Soundtrack3D-EffektScharfe GrafikInventar auf dem TouchscreenEinzigartige Spielelemente
Performance-EinbrücheFalsche Kamerapositionen
Fazit

Majora's Mask war bei seiner Erst-Veröffentlichung seiner Zeit weit voraus und passt heute perfekt auf den New 3DS.

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