Block N Load: Block N Load in der Vorschau: Minecraft trifft Shooter

Special Sandro Odak
Block N Load: Block N Load in der Vorschau: Minecraft trifft Shooter
Quelle: Jagex

Wenn Aufbau-Simulation auf Shooter trifft, kommt normalerweise nichts Gutes heraus. Bei Block N Load macht der Genremix aber absolut Sinn. Minecraft trifft Team Fortress 2 und Battlefield - ein Shooter mit zerstörbaren Levels, die man einfach neu aufbauen kann. Wir haben ihn angespielt.

Wer intolerante Spieler fragt, was sie von Minecraft denken, bekommt oft dasselbe zu hören: Das ist doch nur ein Spielplatz, aber ein Spiel steckt da nicht drin. Was diese Menschen nicht in ihren Köpfen ausdenken können, fügt Jagex in Block N Load nun hinzu. Der britische Spielehersteller mixt Minecraft-Elemente mit Shooter-Gameplay, das aussieht wie der Comic-Shooter Team Fortress 2 und sich taktisch spielen soll wie ein Battlefield.

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Basisbau
Basisbau ist wichtig: Man kann die Karte jederzeit verändern. Quelle: Jagex Basisbau ist wichtig: Man kann die Karte jederzeit verändern. Zu Beginn jeder Runde ist die Karte in zwei Areale eingeteilt. Jedes Team hat zwei Minuten Zeit, die eigene Homebase zu befestigen. Dabei kommen schon ziemlich verrückte Gebilde zustande. Ein Spieler vermint alle Zugänge zur Basis, ein anderer baut sich einen hohen Steinturm, von dem aus er nachher snipern will. Der nächste Zieht eine Brücke zu einer der schwebenden Inseln, die links und rechts von der Karte mitten in der Luft hängen. Sie sind ein toller Ausgangspunkt für Hinterhalte – und damit niemand merkt, dass er drüben ist, reißt der Spieler die Brücke hinter sich wieder ein.

Wie bei Minecraft haben Figuren ein Werkzeug in der Hand, mit dem sie die Landschaft, die aus großen Blöcken besteht, abtragen können. Wer es drauf anlegt, kann sich so beispielsweise direkt in die Basis der Gegner durchbuddeln. Bauen kann man nur durch ein Punktekonto, jeder Stein oder jedes Item kosten ein paar Zähler. So lassen sich in der Homebasis zum Beispiel automatische Geschütze oder Mörser bauen, aber auch Wände und Mauern hochziehen. Das macht ganz wesentlich den Reiz von Block N Load (und auch seines Vorgängers Aces of Spades) aus: Jedes Match ist anders, weil Spieler die Welt komplett verändern können.

Taktische Karten
Kreative Verteidigung: Die eigene Mainbase ist zwischen den vielen Minen gar nicht mehr zu sehen. Quelle: Jagex Kreative Verteidigung: Die eigene Mainbase ist zwischen den vielen Minen gar nicht mehr zu sehen. Sobald der Basisbau beendet ist, fällt in der Mitte der Karte eine Trennwand in sich zusammen. Erst dann kann man auf die andere Seite gucken, weiß also nicht, was Gegner gebaut haben. Vielleicht haben sie einen höheren Turm, können daher ins eigene Sniper-Newst schauen? Vielleicht haben sie all ihre Punkte in Steine investiert und eine dicke Mauer um ihre Basen gezogen… Wer weiß!

Die meisten Karten bestehen aus mehreren Zielpunkten. Wie in Battlefields Rush-Modus muss man Energiekerne von Gegnern erreichen und sie zerstören. Mit den Händen dauert das ganz schön lang, ein paar Extra-Fähigkeiten kommen also wie gerufen. Einer der Charaktere kann eine Bombe platzieren. Schafft es während des 15-sekündigen Timers kein Gegner sie zu entschärfen, reißt sie ein riesiges Loch in den Boden und richtet Schaden am Kern des Gegners an. Jeder Charakter hat besondere Spezialfähigkeiten und Items, die er vor dem Match auswählen kann. So kann man beispielsweise TNT und die Bombe mitnehmen oder den Itemplatz lieber mit Werkzeug füllen, um schnellere oder härtere Bausteine aufzubauen.

Block N Load: Shooter trifft Minecraft. (4) Quelle: Jagex Block N Load: Shooter trifft Minecraft. (4) Auf einer Testkarte befindet sich der erste zu zerstörende Energiekern in der Mitte, die während der Bauphase verdeckt war. Weil dort beide Basen relativ nah aneinander stehen, entbrennt schnell ein Gefecht. Trotz der kleinen Teamgrößen von nur jeweils fünf Spielern konzentriert sich an diesen Stellen die Action und sorgt für richtiges Getummel. Automatische Geschütze und Spielerfähigkeiten wie Lustschläge und Mörsergeschosse wirken eh, als wären viel mehr Spieler unterwegs. Nacheinander gilt es nun die fremden Basen zu zerstören und gleichzeitig ein Auge auf die eigene zu haben. Hat der Gegner eine Verteidigungslinie durchbrochen, kann man im Zweifelsfall auch vieles wieder aufbauen und dann erst weiter voranstürmen – um den Gegnern den Sturm zu erschweren. Das ganze spielt sich taktisch wie eine Runde Rush in Battlefield – jedoch bauen Soldaten ihre Basis immer wieder neu auf und um, sodass bei jedem zweiten Ansturm eine neue Gemeinheit auf einen warten kann. Lag da eben noch ein Fake-Block, der in Wirklichkeit in den Abgrund führt, kann beim nächsten Spawn schon eine Gravitationsmine warten, die mich in den Explosionskessel einer TNT-Ladung zieht. Oder Feinde haben Sandplatten ausgelegt, die mich verlangsamen – dadurch bleibe ich ein leichtes Ziel für sie.

Comic-Look
Boden aufreißen, neue Gebäude bauen, Bomben setzen – die Screenshots und Gameplay-Videos aus Block N Load zeigen es schon, besonders ernst nehmen sich die Entwickler bei Jagex nicht. Sie setzen auf einen humorvollen Comicstil, haben ähnlich witzige Figuren wie Valve in Team Fortress 2. Jeder hat spezielle Fähigkeiten, der Spy etwa kann Fake-Blöcke errichten. Ein Boxer geht lieber in den Nahkampf, der andere lauert mit dem Sniper-Gewehr ganz weit weg. Die Charakterklassen könnten nicht unterschiedlicher sein – das gefällt uns. High-End Grafik bietet Block N Load sicherlich nicht, ganz so minimalistisch wie in Minecraft geht es aber auch nicht zu. Der Comic-Look passt einfach.

Meinung

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