State of Decay: Wie gut schlägt sich die Version für Xbox One im Test?

Test Alexander Winkel
State of Decay: Wie gut schlägt sich die Version für Xbox One im Test?
Quelle: Undead Labs

Mitte 2013 lieferte uns Undead Labs mit State of Decay einen überraschend guten Zombie-Ableger, der sich vor allem durch sein außergewöhnliches Ressourcen-Management von den einheitlichen Zombie-Apokalypsen abheben konnte. Deutlich aufpoliert setzt der Titel in State of Decay: Year One Survival Edition seinen Siegeszug nun auf der Xbox One fort. Was hat sich getan und lohnt es sich, den Download nochmals zu erwerben?

Willkommen in State of Decay

Der Inhalt ist soweit mehr oder weniger derselbe. Anstatt einen gemütlichen Camping-Urlaub in den Bergen verbringen zu können, kämpft man dank einer ausgebrochenen Seuche ums nackte Überleben. Da ist jedes Hilfsmittel, angefangen vom Paddel über Baseballschläger und Schraubenschlüssel bis hin zu Schusswaffen, recht. Bereits nach wenigen Spielstunden findet man sich inmitten eines provisorischen Überlebenscamp wieder, in dem einige Menschen Nahrung, Baumaterialien und Waffen horten, um die schrecklichen Zeiten gemeinsam zu überleben. Was anfänglich wie ein gewöhnliches Open-World-Schnetzelspiel aussieht, entfaltet sich recht schnell zu einem recht komplexen Abenteuer, in dem zwischenmenschliche Beziehungen wie auch Ressourcen-Management oberste Priorität haben. Man kann die Basen ausbauen, neue Lagerplätze schaffen, die Verteidigungsanlagen verbessern oder die ärztliche Versorgung. Darüber hinaus muss man mit den Überlebenden reden, denn sobald etwas schief geht und einer im Einsatz stirbt oder gewisse Notdürftige nicht gerettet werden konnten, kann es durchaus sein, dass der eine oder andere im Camp durchdreht.

State of Decay: Wie gut schlägt sich die Version für Xbox One im Test? Quelle: Undead Labs Spielerisch sind die Errungenschaften eines Open-World Spiels aber deutlich erkennbar. Alleine oder in einer Truppe geht man von der Basis aus auf Jagd nach Lebensmitteln, Arzneimittel und andere Dinge und versuch hier und dort weitere Überlebende zu retten. Die Basis ist dabei stets per Funk mit euch verbunden und liefert auch die eine oder andere neue Aufgabe. State of Decay läuft aber selten wirklich unter Zeitdruck und legt sehr viel Wert auf heimliches vorgehen. Ihr könnt an Zombiehorden vorbei schleichen, diese mit explodierenden Objekten auf eine falsche Fährte locken und hin und wieder müsst ihr euch in Häusern verbarrikadieren und dabei Welle um Welle an hirnloses Pack zerfetzen. Schusswaffen sind dabei effektiv, aber die Biester reagieren auf Geräusche und werden dadurch nur umso eher angelockt. Daher sollen auch die Schränke und Garagen eher lautlos abgesucht und Autos nur im Notfall verwendet werden. Inhaltlich bietet uns die Year One Survival Edition ein ähnlich komplexes und gelungenes Spielerlebnis, wie seinerzeit das Ursprungswerk. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte sich den ausführlichen Test zur Xbox 360 Version anschauen.
Die Neuerungen

Am auffälligsten sind vor allem die technischen Verbesserungen. Undead Labs war nicht untätig und hat an so einigen Schwächen des Titels gearbeitet. Vor allem der direkte Vergleich nebeneinander zeigt, wie stark sich die Optik verbessert hat. Bessere Lichteffekte vor allem beim schummrigen Sonnenlicht, viel mehr Details in der Umgebung und Bodentexturen, die mitunter sogar kleinste Kieselsteine offenbaren. Darüber hinaus sind die Animationen sowohl der Protagonisten als auch der Gegner viel geschmeidiger und glaubhafter umgesetzt. Das ganze läuft zudem flüssiger und soweit auch ohne Trearing, auch wenn es bei Bereichsüberschreitung dennoch hin und wieder zu Ruckelpausen kommt. Die Year One Survival Edition ist sicherlich kein grafisches Meisterwerk, macht aber auf der Xbox One einiges her.

Dies alles wirkt sich auch auf das Spielgefühl aus, denn Zombies sind viel eher zu erkennen und können dadurch auch mit zum Beispiel einem Scharfschützengewehr deutlich besser ausgeschaltet werden. Der Nahkampf aber ist wie eh und je etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem weil die Kamera in der Hektik nach wie vor das Geschehen eher suboptimal einfängt.

State of Decay: Wie gut schlägt sich die Version für Xbox One im Test? Quelle: Undead Labs Um die inhaltlichen Änderungen zu erkennen, muss man fast schon mit der Lupe ran gehen, es sei denn man kennt das Original in und auswendig. Denn es gibt durchaus neue Autos, Waffen und Überlebende. Letzteres sichert uns auch neue Nebenmissionen, die leider nach wie vor nicht sonderlich einfallsreich ausfallen. Besitzer des Vorgängers bekommen zudem noch ein Überraschungspaket geboten. Darüber hinaus werden nicht nur Häuser und Geschäfte nach Hilfsmitteln abgegrast, ab und an werdet ihr auch per Funkspruch darauf hingewiesen, dass Hilfspakete abgeworfen wurden. Nur sind diese nicht gerade um die Ecke und ein weiter Weg dorthin birgt auch große gefahren. Außerdem, wer ist hier so großzügig und warum? Wie man sieht, im Detail stecken dann auch noch einige Erweiterungen, die selbst Kenner noch überraschen können. Die Year One Survival Edition ist zudem das rundum sorglos Paket und beinhaltet auch die beiden DLCs Breakdown und Lifeline und liefert mit diesen beiden Inhalten auch zusätzliche Erfolge. Ihr könnt zudem die Speicherstände von der Xbox 360 auf die Xbox One transferieren und dort weitermachen, wo ihr seinerzeit aufgehört habt. Für alle, die gerne GS sammeln, hat dies aber keinerlei Vorteil. Denn die Erfolge werden dadurch nicht automatisch frei geschaltet und ihr solltet daher eh einen neuen Spielstand anfangen.

Meinung

Wertung zu State of Decay (XBO)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
deutliche technische Verbesserungen erkennbarnoch mehr Inhalt mit neuen Missionen, Waffen und Charakterenriesige frei erkundbare Welt ohne Ladepausenmotivierender Aufbau der HeimatbasisRessourcenmanagement für Heimatbasis und Inventarzahlreiche Quests liefern ein extrem umfangreiches Abenteuersämtliche spielbaren Charaktere trainieren ihre FertigkeitenFehler haben Konsequenzen, bis zum Tod einer spielbaren Person (das Game geht aber weiter)
Fehlerfrei ist die Grafik aber dennoch nicht und es ist optisch Luft nach obennach wie vor eher schwaches Missionsdesignschwache bis keine Story, die aber auch kaum interessiertanfänglich wirkt der Titel kaum motivierend, man muss sich erst einfindenSteuerung und Menüführung eher suboptimal ausgefallenzahlreiche kleine Bugs trüben den Gesamteindruck
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