Monster Hunter 4 Ultimate: Test: Brillantes Gameplay mit technischen Altlasten

Test Michael Stadler
Monster Hunter 4 Ultimate für den New Nintendo 3DS im Test. (3)
Quelle: Capcom

Die Monster Hunter-Serie begeistert seit Jahren vor allem Spieler in asiatischen Ländern. Doch auch im Westen nehmen die Spielerzahlen immer weiter zu. Mit Monster Hunter 4 Ultimate kommen Besitzer des neuen 3DS in den Genuss des bereits im Oktober 2014 in Japan erschienenen Titels. Wir haben herausgefunden, wie sich das Rollenspiel mit der neuen Hardware macht.

Der Wahnsinn beginnt

Schon zu Beginn gibt uns Monster Hunter 4 Ultimate einen schonungslosen und adrenalingeladenen Vorausblick auf unser kommendes Abenteuer als Monsterjäger. Wir müssen den Angriff eines haushohen Monsters auf unser Transportschiff abwehren, um in einem Stück an unser Ziel zu gelangen. Und damit wäre das Hauptprinzip hinter Monster Hunter auch schon all denjenigen vermittelt, die bisher noch keinen Kontakt mit der Serie hatten. Die Geschichte des Titels rankt sich um einen Virus, der die von uns zu jagenden Riesenmonster befällt und mitunter rasend macht. Anders als in anderen Teilen der Serie ist die Geschichte im 3DS-Ableger deutlicher im Vordergrund.

Monster Hunter 4 Ultimate für den New Nintendo 3DS im Test. (2) Quelle: Capcom/ Nintendo Monster Hunter 4 Ultimate für den New Nintendo 3DS im Test. (2) Monster Hunter lebt von den teilweise auch gerne mal zwanzig bis dreißig Minuten langen Kämpfen gegen übermächtige Gegner. Entscheidend ist hier, wie es auch schon immer gewesen ist, die richtige Taktik. Das Studium der Angriffsabläufe des Gegners ist oberste Pflicht. Hier grätscht ab und an aber auch der eben erwähnte Virus dazwischen, der unsere Gegner wahnsinnig und unberechenbar macht. Neuerdings können wir uns aber auch von einer Anhöhe auf große Gegner stürzen und Giganten von oben zusetzen. Am Ende eines Gefechts werden wir mit Materialien belohnt aus denen wir neue Waffen und Rüstungen nach unseren Wünschen zusammenzusetzen.

Die Wechselwirkung aus spannungsgeladenen Kämpfen und der ständigen Suche nach neuer Ausrüstung bildet das wahre Suchtpotenzial des Spiels. Auch wenn der Einstieg für Neulinge angesichts der vielen Optionen und Möglichkeiten nicht immer einfach ist, lohnt sich das überwinden der hohen Hürde am Anfang im späteren Spielverlauf umso mehr.

Technik und Optionen

Monster Hunter 4 Ultimate für den New Nintendo 3DS im Test. (4) Quelle: Capcom/ Nintendo Monster Hunter 4 Ultimate für den New Nintendo 3DS im Test. (4) Monster Hunter lebt allerdings nicht nur von den Gefechten per se, sondern auch von der vorhandenen Spieltiefe. Mit fortlaufender Spieldauer können wir uns immer besser auf die Gefechte vorbereiten. Ebenfalls neu sind die sogenannten Gildenquests die zunehmend schwerer aber auch lohnenswerter werden. Ein weiteres Glied der Suchtkette ist der implementierte Multiplayer-Modus. So können wir mit drei weiteren Mitstreitern in den Kampf ziehen, was den Spielspaß nochmal deutlich steigern kann.

Technisch präsentiert sich der Titel sowohl offline als auch online beinahe ohne Makel. Natürlich sind die obligatorischen Kameraprobleme samt Clippingfehler im Lieferumfang enthalten, dafür entschädigt der Titel aber mit vielen anderen Reizen und Vorzügen optischer und akkustischer Natur. Im Hinblick auf die Framerate bleibt der Titel auch bei viel Betrieb auf dem Screen jederzeit stabil. Zusätzlich zu den kürzeren Ladezeiten hat der neue 3DS durch den C-Stick einen deutlichen Vorteil gegenüber seiner Vorgängermodelle, welche auf das Circle-Pad Pro zurückgreifen müssen.

Meinung

Wertung zu Monster Hunter 4 Ultimate (3DS)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Fantastische DuelleRiesige MonsterTaktische TiefeLooten und LevelnTechnisch sehr stabilTadelloser Multiplayer
Teils überforderte KameraClippingÜberfordernder Einstieg
Fazit

Monster Hunter 4 Ultimate für den New 3DS überzeugt durch durchdachtes Gameplay. schleift aber ein paar technische Altlasten mit.

Bildergalerie

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