Gearbox arbeitet an einem neuen Koop-Spiel im Cel-Shading Look. Battleborn soll ein Mix aus der wilden Shooter-Action in Borderlands und der Strategie der Brothers in Arms Serie sein. Wir haben es angespielt.
Ihre Liebe für Shooter haben die Mitarbeiter von Gearbox schon vor Jahren entdeckt. So richtig zu Papier gebracht haben sie sie aber erst mit der Borderlands-Reihe. Das verrückte Abenteuer, begleitet von einem übergeschnappten Roboter, sind sozusagen die Quintessenz eines Shooter - Action und Loot. Davor arbeitete Gearbox an Brothers in Arms. Eine Shooter-Serie, die auf Strategie und Taktik Wert legte. In Battleborn soll nun beides zusammenkommen: Perfekter Spaßshooter und strategisches Gameplay.
Am Ende des Universums geht das Licht aus
Quelle: Gearbox
Verrückte CHaraktere mit Schwertern, Bögen oder Knarren.
Die Story klingt bislang recht mager: Eine dunkle Macht hat im ganzen Universum das Licht ausgemacht. Ein Planet nach dem anderen ist gestorben - bis nur noch eine bewohnbare Sonne am Ende des Weltalls übrig blieb. Um die zanken sich nun allerhand Fraktionen: Es gibt die, die einfach nur in Frieden ihren Lebensabend genießen wollen. Forscher, die wissen wollen warum die anderen Planeten starben und natürlich Fanatiker, die einfach nur das All brennen sehen wollen.
Zum Start von Battleborn können Spieler aus 25 verschiedenen Spielfiguren wählen. Sie gehören zu unterschiedlichen Rassen und Fraktionen: Da sind die LLC, die Jennerit, die Eldrid, Rogues und Peacekeeper. SIe alle haben unterschiedliche Eigenschaften und Spezialfähigkeiten - zwei sind es an der Zahl, dazu ein alternativer Feuermodus und eine passive Fertigkeit.
Quelle: Gearbox
Jeder Charakter spielt sich anders und hat spezielle Fähigkeiten.
Battleborn konzentriert sich dabei nicht auf ein spezielle Kampf-Fähigkeiten. Die Figuren haben Schwerter, Bögen, Armbrüste, Pistolen oder sogar nur ihre Hände zum Kämpfen. Vor einem Koop Match kann jeder ein paar erste Erfahrungspunkte verteilen. In einem Schnellwahlmenü, das ein bisschen an DNS-Stränge erinnert, wählt man binnen Sekunden für welche der zwei Alternativen man sich entscheidet. So klettert man später beim Level Up schnell den Skilltree empor - meinetwegen sogar in Action! Das System funktioniert gut und schnell.
Angespielt-Eindrücke
Bei einem Hands-On wählen wir den LLC-Scharfschützen Marquis. Er ist ein Roboter, dessen Knarre im Nahkampf viel Schaden anrichtet. Erst wenn Marquis in den Zielmodus geht, fährt der Lauf des Gewehrs zur vollen Länge aus und verwandelt die Wumme in ein Präzisionsgewehr. Unsere Aufgabe, mit den anderen Spielern, besteht darin, den gigantischen Walker eines Wissenschaftlers unbeschadet durch einen Level zu bringen. Im Prinzip teilt sich die Mission in mehrere Abschnitte ein: Mal beschützen wir das Monstrum, mal müssen wir ein Gebiet von Feinden säubern, damit es weitergeht. Vom Missiondesign kommt das leider nicht an die Brillanz und den Humor von Borderlands ran.
Quelle: Gearbox
Vom Gameplay her erinnert Battleborn an den Vorgänger Borderlands: Die Gefechte machen einfach nur Laune und gehen schnell von der Hand.
Das Gunplay überzeugt aber durchaus. Vor allem mithilfe der Zusatzfähigkeiten macht Battleborn richtig Spaß. Marquis kann zum Beispiel Zeitlöcher öffnen, die bei allen darin gefangenen Feinden Damage over Time anrichten. Seine zweite Fähigkeit ist eine mechanische Killer-Eule, die massiven Schaden austeilt. Die KI geht dabei nicht sonderlich schlau vor. Oft fühlen sich die Wellen von Gegnern eher an wie Schießbuden-Material. Spaß macht es trotzdem sie niederzumähen - vor allem wenn man versucht die Cooldowns der Fähigkeiten auszuspielen.
Das wird dann wohl im "Endgame" auch am interessantesten werden: Wenn die KI kräftig anzieht, kommt es auf den sinnvollen Mix seiner Fähigkeiten an- Teamplay steht eher zweitrangig da. Battleborn konzentriert sich voll und ganz auf das persönliche "Minute to Minute Gunplay" - ein Begriff, den die Entwickler von Halo und Destiny einst geprägt haben.
