Uncharted 4: Vorschau: Actionreich inszenierter Bombast

Special Gamezone Redaktion
Inszeniert wie ein Kino-Film: Nathan Drake hangelt sich mit Enterhaken durch die Welt.
Quelle: Naughty Dog

Nathan Drake stattet Deutschland einen Besuch ab. Wir haben auf der Gamescom einen Blick auf Uncharted 4 geworfen - vor allem eine konservative Fortsetzung.

Sebastian Prokesch - Eigentlich hätten wir es schon als schlechtes Vorzeichen deuten können: Sony veranstaltete dieses Jahr keine Pressekonferenz auf der Gamescom, was hauptsächlich daran liegt, das die E3 noch nicht lang genug zurück liegt. Die amerikanische Großmesse war dieses Jahr extrem spät dran, die europäische Großmesse zu früh - und schon musste Sony zugeben, dass das Pulver verbraten war. Die Gameplay Demo zu Uncharted, die wir uns anschauen konnten,bestand dann eben auch aus denselben Szenen, die es schon auf der E3 zu sehen gab.

Gaukelt Freiheit vor: In Uncharted 4 kann man Auto fahren. Quelle: Naughty Dog Gaukelt Freiheit vor: In Uncharted 4 kann man Auto fahren. Sie beginnt mit Nathan und Sully in Madagaskar. Die Beiden wollen Nathans verschollenen Bruder Sam treffen, werden aber von Söldnern überrascht und damit beginnt auch schon die Action. In typischer Uncharted-Manier ballern sich Nathan und Sully durch Horden von Gegnern und müssen vor einem gepanzertem Wagen mit Maschinengewehr fliehen. Die Flucht verlagert sich auf die Straße, nachdem die zwei einen Jeep klauen. Neu ist, dass Nathan dieses mal selbst am Steuer sitzt und man somit den Weg zu Sam frei wählen kann.

Doch obwohl Uncharted hier ein bisschen Freiheit vorgaukelt, eine Open World oder viel Entscheidungsfreiheit bietet der konservativ gestagte Actiontitel nicht. Die Fahrtsequenzen haben deshalb auch so gut wie keinen Einfluss auf die Story. Lediglich die Gesprächssequenzen werden ausgetauscht, je nachdem für welchen Weg man sich entscheidet.

Unten am Berg und damit beim Highway angekommen, packt Nathan seinen Enterhaken aus und springt auf die Laster der Söldner, die Sam verfolgen. Der Rest der Verfolgung erinnert sehr an die Zugsequenz aus Uncharted 2. Nathan springt von Wagen zu Wagen und jagt eine Menge DInge in die Luft. Am Ende der Demo treffen wir auf eine alte Bekannte: Elena!

Vor allem ein Grafik-Update

Sprung über die Dächer einer LKW-Kolonne: Ein Stunt-Mann könnte es kaum besser. Quelle: Naughty Dog Sprung über die Dächer einer LKW-Kolonne: Ein Stunt-Mann könnte es kaum besser. Die Entwickler nutzten vor allem die neue Power der Playstation 4, um grafisch noch mal eins draufzulegen. Die Reifenspuren im Matsch und verbesserte Gesichtsanimationen sehen erstaunlich realistisch aus. Um die Trumpfkarte Grafik auszuspielen, soll es, wie schon in den Vorgängern, reichlich Abwechslung zwischen urbanen Spielstätten und Gebieten in der Wildnis geben.

Letztendlich bekommt man mit Uncharted 4 einen soliden, actionreichen Uncharted-Teil nun endlich für die Next-Gen. Ein Fokus liegt sicher auch beim Story-Telling und der Geschichte von Nathan Drake. Doch beim Gameplay gibt sich Naughty Dog "konservativ". Viel konnten die Entwickler auch nicht falsch machen. Sie haben lieber alt Tugenden verbessert, als das Rad neu zu erfinden. Abzuwarten bleibt, ob "A Thiefs End" wirklich der letzte Teil bleibt oder ob Sony ein weiteres Kapitel im Leben des Meisterdiebs findet.

Grafisch imposant und schnell getaktet - aber recht konservative Fortsetzung

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