Der erste Lichtsprung der Menschheit... Geht schief. In Project Daedalus versuchen wir, Raumschiff und Crew zur Erde zurückzubringen.
Eigentlich ist die deutsche Spieleschmiede Daedalic vor allem für Adventures bekannt. Mit Project Daedalus begibt sich das neue Studio in Düsseldorf auf etwas andere Pfade. Mit Project Daedalus schlagen die Entwickler in dieselbe Kerbe wie No Man's Sky.
Spring nicht...
Quelle: Daedalic
Das Raumschiff muss heile wieder zurück zur Erde... Aber mit der Zeit fällt es an allen Ecken auseinander.
Zur Geschichte: Als Commander der Daedalus sollen wir den ersten Lichtsprung der Menschheit durchführen. Aber es kommt, wie es in solchen Fällen immer kommt... Der Sprung geht schief und wir sind mit dem Schiff irgendwo im Weltall verschollen. Den Weg heim kennen wir noch nicht... Klingt wie die Ausgangslage der bereits wieder abgesetzten Sci-Fi-Serie Stargate Universe.
Trotzdem müssen wir irgendwie den Weg zurück zur Erde finden. Und weil sich Lichtgeschwindigkeit nicht gerade als sichere Technologie herausgestellt hat, versuchen wir es auf dem guten alten Weg. Wir beginnen, den Weltall zu erkunden, treffen auf neue Lebensformen und müssen uns irgendwie zurecht finden. Von der Optik erinnert das an den Comic-Look von No Man's Sky und auch die Spielwelt ist prozedural erstellt. Sprich: Jeder Spieler bekommt seine eigene Welt.
Kontakt mit Außerirdischen
Quelle: Daedalic
Huch, da sind Außerirdische: Ob Freund oder Feind regelt man im rudimentären Dialog-System. Schade, dass nicht alle dieselbe Sprache sprechen...
Einfach so die Aliens anrufen und nach dem Weg fragen... Geht natürlich nicht. Bei der Demo-Session auf der Gamescom versuchen wir es trotzdem. Aber das Dialog-System ist an der Stelle etwas eingerostet. Weil wir kein außerirdisch und die außerirdischen kein deutsch sprechen, übersetzt ein Computer so gut er kann. Das heißt aber: Wir können im besten Fall einen Satz aus Einzelelementen zusammenbauen. "Kennt ihr Menschen" - Nein. Und die Erde auch nicht... Toll.
Aber als wir die gerade kennengelernten Aliens als große Krieger loben, sind sie erfreut. Also geben sie uns einen kleinen Job - wer weiß, vielleicht kann ja einer ihrer Verbüpndeten weiterhelfen. So vermischen sich in Project Daedalus Elemente aus Wirtschafts-Simulationen und Space-Games.
Aber Vorsicht: Natürlich gibt es mehr als nur eine Alienrasse. Und natürlich sind die untereinander verfeindet. Wer sich also früh an eine Fraktion bindet, verschließt sich vielleicht andere Wege. Alien-Technologie im eigenen Schiff einzubauen klingt zwar auf den ersten Blick verlockend. Aber wer weiß, vielleicht muss man auf dem Heimweg ja durch ein verfeindetes System - und die finden das gar nicht toll, wenn einer mit der Technologie ihres Gegners vorbeifliegt.
So viele Planeten!
Quelle: Daedalic
Prozedural generierte Planeten: Auf jedem kann man landen und Ressourcen erbeuten.
Wie in No Man's Sky können wir jederzeit anhalten und eine Landeeinheit auf Planeten oder Raumstationen schicken. Planeten kann man vorher nach Ressourcen scannen (wie in Mass Effect) und diese dann abbauen. Das Landen findet in einem Minispiel statt, das an Lunar Lander erinnert. Wer zu schnell aufkommt, beschädigt den Lander - und gefährdet sein Schiff!
Das soll mit der Zeit auch der größte Motivator im Spiel werden, erklärt der Produzent. Je länger man im Weltraum verbringt, desto schlimmer geht es dem Schiff. Irgendwann beginnt es an allen Ecken und Enden auseinander zu fallen. Auf Planetenmissionen gilt es daher auch, Ersatzteile zu beschaffen. Die Space-Cowboy-Serie Firefly lässt grüßen.
Interessanter Stoff und spannendes, mehrschichtiges Gameplay (Space Exploration, Diplomatie, Planetenlandung). Optisch verträgt das Game aber im Weltall noch etwas mehr Feuer! Bislang wirkt es noch etwas rudimentär. Bis zum Release im ersten Quartal 2016 bleibt aber auch noch etwas Zeit.
