Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende

Test Alexander Winkel
Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende
Quelle: e3.nintendo.com

Welch grandiose Bescherung die uns Nintendo mit Xenoblade Chronicles X zwanzig Tage vor Weihnachten verschafft. Wir haben uns die Nächte um die Ohren geschlagen, mehrere Kontinente von Mira so weit wie bisher möglich erkundet und sind einerseits völlig überwältigt ob der atemberaubenden Inszenierung, andererseits aber auch durch die eine oder andere Designentscheidung verärgert. Trotz mancher Macken ist dieser Titel plattformübergreifend ein Muss für jeden JRPG-Fan und auch jeden anderen Abenteurer, der gerne in fremde Welten abtaucht.

Seit vielen Jahren steht Monolith Soft für grandiose Rollenspiel-Kost und liefert für Nintendo einen Hit nach dem anderen ab. Zu GameCube-Zeiten begeisterte Baiten Kaitos, auf der Wii erblickte dann Xenoblade Chonicles das Licht der Welt. Mit Xenoblade Chronicles X wird diese Erfolgsgeschichte weiter geführt. Wir schreiben das Jahr 2054 und tauchen ein in eine neue Sci-Fi Story. Die Menschheit steht kurz vor ihrer Vernichtung. Der blaue Planet Erde wurde bereits zerstört, ein Kollateralschaden im Kampf zweier mächtiger Xeno-Formen (Aliens). Zahlreiche Weltraum-Habitate brachen noch kurz vor der Explosion ins All auf. Dennoch wurden zahlreiche Familien auseinander gerissen, zig Millionen Menschen ließen ihr Leben. Einzig von der "White Wale" ist bekannt, dass sie dem kriegerischen Chaos entkommen konnte. Doch auch dieses Raumschiff wird gut zwei Jahre nach der Zerstörung der Erde von den Xenos aufgespürt und zur Bruchlandung auf dem fremden Planeten Mira gezwungen.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Dies ergibt die Ausgangssituation für die abenteuerliche Reise eines frisch geborenen Helden, welcher - klischeehaft - mit Gedächtnisverlust aus einem der Trümmerteile krabbelt und fortan zusammen mit Kämpferin Elma und der jungen Ingenieurin Lin im BLADE-Kampfteam um das Überleben der Menschheit kämpft. Vorab wird in einem eher schmalspurigen Editor an der äußeren Erscheinungsform gewerkelt und die passende Synchronstimme für den Kampf ausgesucht. Wer später dicke Rüstungen anlegt und gar einen Helm trägt, wird von Stoppelbart, Haarpracht und Tattoos aber nur wenig sehen. Nach und nach offenbaren sich die Geschichten der bis zu acht spielbaren Charaktere und Bewohner von New Los Angeles, einer Stadt, die inmitten des gestrandeten Habitat entstand und als erste Siedlung der Menschen auf dem Planeten angesehen werden kann. Dies ist fortan auch Ausgangspunkt für alle Aktivitäten. Seien es Aufträge der Kampf-Elite, seien es Begehren der Bürger oder einfach auch nur persönliche Erkundungstouren.

Märchenhaft schön und umwerfend gigantisch!

Bereits die ersten Schritte sind atemberaubend, doch erst nach vielen Spielstunden offenbaren sich die weiteren Kontinente von Mira und damit die schier unfassbare Dimension, die nahezu ohne Ladezeiten auf den Bildschirm gezaubert wird. Die Faszination ist kaum in Worte zu fassen. Saftige Wiesen und schillernde Seen wechseln sich mit riesigen Canyons und Berge, sowie Wüsten, Wälder und außerirdische Ruinen ab und das in einem gigantischen Ausmaß, so dass man zu Fuß mehrere Stunden zum Ablaufen nur eines Kontinents unterwegs ist. Dabei wird eine mystische und majestätische Flora und Fauna offeriert. Zahlreiche Tiere von klein bis groß und wirklich RIESEN groß bevölkern den Planeten. Wir können zwischen den Beinen friedfertiger, riesiger Dinosaurier laufen und wilde Bestien mit Schuss- und Hiebwaffen attackieren. Die Artenvielfalt ist dank zahlreicher Details wundervoll exotisch, was auch auf die Vegetation zutrifft. Der Urwald auf Noctilum geizt nicht mit mehrere hundert Meter hohen Pflanzen, in der Nacht leuchtenden Pilzen und eigentümlichem Gewächs und erinnert dabei stark an den Film Avatar.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Die Welt überzeugt aber nicht nur aufgrund ihrer gigantischen Ausmaße, die malerischen, verträumten Landstriche bieten auch unglaubliche Bewegungsfreiheit auf verschiedenen Ebenen, auf denen man sich bewegen kann. Riesige Rundbögen, auf denen weitere Wälder und Ruinen warten, zieren den Horizont und können in einem Gewaltmarsch erreicht werden. Darunter schwimmt man vielleicht durch einen See mit riesigen Tieren, die am Rand grasen und sich am Wasser gütlich tun. Viele hundert Meter darüber türmt sich das natürliche Steingewölbe. Riesige Canyons wiederum werden mit natürlich geformten Brücken überspannt, doch der Weg in die höheren Regionen kann einerseits gefährlich, andererseits auch sehr aufwendig sein. Umwerfend, mit unglaublicher Weitsicht und zahlreichen Details holt Xenoblade Chronicles X alles aus der Wii U heraus.Trotz all der Lobeshymnen wollen wir Schwachstellen nicht verschweigen. Die kilometerweite Weitsicht wird durch einen kontinuierlichen Aufbau der Grafik erreicht. Details wie hohes Gras und kleinere Tiere werden seicht in das laufende Bild gezeichnet und tauchen daher in der näheren Umgebung auf. Werden die einzelnen Texturen im Detail betrachtet, sind diese eher typisch verwaschen und unscharf und in der Ferne zeigt sich deutliches Kantenflimmern. Der hohe Detailgrad verliert sich zudem, sobald man in einem Skell (Kampfroboter) sitzt und schnellen Schrittes Mira erobert. Der Tag-/Nachtwechsel ist übrigens sehr schön anzusehen, wirkt aber wie ein Lichtschalter der innerhalb von wenigen Sekunden die Sonne ausschaltet und Dunkelheit über das Land legt. Nachtaktive Tiere tauchen dann auf, während andere wiederum ihren Kopf im Gras betten. Der aus unserer Sicht stimmige Soundtrack aus Dance-, Pop-, Rock und Hip-Hop wie auch klassischen Orchesterelementen hat es in sich, trifft aber sicherlich nicht jeden Geschmack.

Ausgerüstet für den Kampf gegen Giganten

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Die Charakterentwicklung ist ziemlich umfangreich und erst nach Stunden durchschaut man die zahlreichen Menüs und Möglichkeiten. Zunächst erkundigt man sich über die Klassen, die jederzeit gewechselt werden können. Innerhalb der BLADE-Gruppierung gibt es Kämpfer, die vor allem für die Säuberung von Gebieten zuständig sind und alle Feinde erschlagen. Andere wiederum gehören den Forschernaturen an oder kümmern sich um die Fauna und so weiter. Einen wirklich großen Einfluss hat die Zugehörigkeit aber nicht. Vielmehr kann man über Talente und den jeweiligen Dienstgrad mehr erreichen - wobei auch dies jederzeit gewechselt werden darf. Dies bestimmt, welches Waffenarsenal genutzt werden kann und vor allem die Talente, die im Kampf wieder zum Einsatz kommen. Diese werden mit Erfahrungspunkten ausgebildet und können damit höhere Stufen erreichen. Neben den erbeuteten Rüstungen und Waffen könnt ihr auch Ressourcen in die Rüstungsindustrie investieren, um neue Innovationen zu fördern oder bereits vorhandene Waffen und Rüstungen aufwerten.

Fühlt man sich letztendlich der Herausforderung gewachsen, tritt man der unwirtlichen Natur von Mira gegenüber. Bis zu drei weitere Charaktere können sich dem Team anschließen und unterstützen den Helden autonom. Dabei bewegt man sich frei durch die Welt und an den Tieren vorbei. Aggressive Viecher sehen oder hören euch und greifen an, andere wiederum kann man gesondert anvisieren. Das Kampfsystem erinnert dabei recht stark an den Wii-Vorgänger. Die Angriffe mit der Klinge oder der Schusswaffe finden automatisiert statt. Parallel kommen die jeweiligen Talente zum Einsatz, die wesentlich stärkere Attacken, Heilung oder andere Buffs ermöglichen. Gelb bezieht sich auf Schusswaffen, also den Fernkampf. Rote Aktionen dienen dem Nahkampf und somit den Schwertern und grüne sorgen für Defensiv-Aktionen während violette Aktionen die Attribute der Feinde verändern, zum Beispiel die Rüstung brechen oder Gift anwenden. Nach der Benutzung müssen sich die jeweiligen Aktionen zunächst wieder regenerieren. Geduldet man sich noch ein wenig länger, so kann der jeweilige Angriff gar mehrfach aufgeladen werden.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Viel später im Abenteuer wird eine weitere, aufgrund Spoiler-Gefahr nicht weiter benannte Fähigkeit für den Kampf freigeschaltet, welche sich unglaublich positiv vor allem gegen mächtigere Gegner auswirkt. Zur Aktivierung muss aber eine Energie aufgeladen werden. Dies wird durch gezielte Aktionen und Angriffe erreicht. Hilfreich können dabei die Mitstreiter sein. Ihre Sprüche liefern ab und an Hinweise und damit die Schwachstelle des Gegners bzw. offenbaren Strategien für einen Sieg. Leider gehen diese taktischen Elemente oft in der Hektik und in dem Chaos auf dem Bildschirm unter. Klassische Heil-Items gibt es auch kaum, man muss sich auf die Talente verlassen. Leider scheinen die KI-Kollegen weniger hilfreich zu sein, sobald man mal zugrunde geht und gewinnen diese dann den Kampf nicht innerhalb von 30 Sekunden, muss der Kampf wiederholt werden.

Eine Lizenz-Prüfung mit weitreichenden Folgen

Bereits bei der Ankunft in New Los Angeles erblickt man einen der riesigen und mächtigen Kampfroboter, einen sogenannten Skell. Nur die Elite der BLADE-Einheit steuert diese mächtigen Maschinen. Denen möchte man sich auch sogleich anschließen. So verlockend ein solcher Kampfroboter aber auch sein mag, der Händler in der Rüstungsgasse verweigert den Verkauf eines Skells solange keine entsprechende Erlaubnis vorhanden ist. Damit ist man zunächst hoffnungslos dazu verdammt, Mira zu Fuß zu erkunden und das ist ehrlich gesagt auch gut so. Nur dadurch erlebt man die grandiose Flora und Fauna und genießt die offene Spielwelt in vollen Zügen. Es dauert etwa 30-35 Spielstunden bis der Kommandant uns die Prüfung für eine Skell-Lizenz ans Herz legt. Kein schriftlicher Test, sondern acht langatmige und durchaus knifflige Aufgaben, aber die Strapazen lohnen sich.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Fortan können die Skells nahezu jederzeit eingesetzt werden. Diese falten sich wie ein Transformer zusammen und flitzen in Form eines futuristischen Fahrzeugs durch die Prärie oder man kann ganz gemütlich durch die Gegend stapfen. Später im Storyverlauf werden die Skells dann nochmals erweitert und können geflogen werden. Gemeinsam ist, dass mit einem Skell die Erkundung des Planeten wesentlich schneller voran geht. Viele der Lebewesen ignorieren die mechanischen Roboter und greifen gleich gar nicht an und wenn doch, kann ein Kampf viel leichter ignoriert werden. Mit den Skells verliert sich auch ein wenig der Drang, jeden Winkel des Areals zu erforschen. Die Furcht vor den starken Gegnern schwindet und man versucht diese nur noch kaum zu umgehen. Das Spielgefühl ändert sich, aber nicht unbedingt zum Schlechten.

Denn die Skells liefern auch eine neue Erfahrung. Ein spaßiger Faktor ist natürlich die Werkstatt zum aufrüsten der Maschinen. Neue Waffensysteme liefern entsprechende Talente, die dann im Kampf zum Einsatz kommen. Oftmals sind Skells stärker gepanzert und halten auch mehr aus, so dass sie sich vor allem im Kampf gegen die mächtigen und riesigen Feinde eignen. Mit einem Skell bekommt das bis dahin nur bedingt nötige Ressourcen-Management eine tragende Rolle. An zahlreichen Stellen des Planeten können Sonden angebracht werden, die Teile der Umgebung aufdecken und die Forschung vorantreiben. Mit Fördersonden werden zudem seltene Mineralien und Erze gefördert. Hauptressource ist Miranium, welches freizügig von der Rüstungsindustrie gesponsert bzw. als Treibstoff für die Skells hergenommen wird. Die Nutzung der Skells verbraucht Energie, die nachgetankt werden muss. Außerdem erleiden sie ebenfalls schaden. Vorsicht ist geboten, wenn ein Skell im Kampf komplett zerstört wird, denn dann greift entweder die Versicherungs-Police oder aber man muss tief in die Taschen greifen und für viel Geld die Abholung und Reparatur in Auftrag geben.Die Schattenseite der Medaille

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: e3.nintendo.com Der wesentliche Kritikpunkt von Xenoblade Chronicles X liegt in der typischen Erzählform japanischer Rollenspiele und dem eigenwilligen Missionsystem. Die Zwischensequenzen der Story und einiger wichtigen Missionen werden immerhin sehr gut englisch vertont (japanisch ist aufgrund Platzmangel nicht vorhanden), wenn auch nicht so toll inszeniert wie ein Final Fantasy. Die zahlreichen Unterhaltungen mit den Bürgern von New Los Angelas oder den BLADE-Kämpfern laufen aber ausschließlich über deutsche Textboxen ab. Darunter ist teilweise extrem viel Geschwafel über Gott und die Welt, was einen nun wirklich nicht interessiert. Mitunter merken das sogar die Charaktere und kommentieren dies entsprechend. Was hauptsächlich aber fehlt sind Hilfestellungen. Was ist zu tun? Wo muss ich was tun? Und einer der größten Probleme des Spiels: Wo halten sich bestimmte Personen auf? Hat man diese Information irgendwann einmal übersehen, kann man über das Harmoniediagramm vielleicht noch etwas herausfinden, oftmals irrt man aber völlig planlos in der riesigen Stadt umher und meistert die Aufgabe nur per Zufall.

Die Missionen bieten durchaus Varianz: Besiegen von Gegnern oder Tyrannen zum Schutz der Bürger, ausfindig machen von Trümmerteilen, Abbau von Ressourcen, unterstützen der anderen BLADE-Einheiten - es gibt reichlich zu tun und bisweilen mit Geschichte untermauert. Mitunter wird man dabei gezwungen, Gebiete und Areale zu durchwandern, in denen übermächtige Gegner lauern. Diese muss man dann mittels Umweg umgehen. Auch die Bürger ersuchen immer wieder um Hilfe. Manchmal reicht hier aber ein Gespräch mit dem Nachbarn um einen Streit zu schlichten. Während allgemeine Missionen vom BLADE-Terminal und den Bewohnern jederzeit angenommen werden können, dürfen Story- und Harmoniemissionen nur exklusive angenommen werden. Noch wesentlich schwerwiegender: Nimmt man eine solche Mission an, muss diese beendet werden bevor man eine weitere annehmen kann. Abbruch ist nicht möglich. Daran kann man mitunter geradezu verzweifeln, wenn Ressourcen gefunden werden sollen, man aber keine Hinweis hat, wo man suchen muss oder Gegner ausschalten soll, die einem weit überlegen sind. Stundenlang irrt man umher, oder sieht sich völlig unterlegen - Frust, der nur aufgrund des extrem sturen Missionsdesign aufkommt.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: Nintendo Wer Xenoblade Chronicles X anfängt, darf sich für die nächsten Wochen übrigens kaum etwas anderes vornehmen. Nach etwa 40 Spielstunden hatten wir gerade mal knapp 15% der Welt erforscht und an Missionen erledigt und das ging so weiter. Da kann jeder nun an seinen Fingern abzählen, wie viel mehr in diesem Spiel letztendlich steckt. Die Hauptstory ist kaum kürzer, denn um das jeweils nächste Kapitel angehen zu können, müssen oft zusätzliche Bedingungen erfüllt werden. Dies sind unter anderem Harmoniemissionen, aber auch die Beziehung mancher Charaktere muss stimmen oder es sollen die Kontinente entsprechend ausführlich erkundet werden. Das Spiel erzwingt dadurch etliche Spielstunden an Nebenmissionen und Aufgaben. Die Geschichte wird daher sehr schleppend und langsam vorangetragen.

Weltweites Netz an Kämpfern

Mitunter zum Vorteil gereichen die passiven Onlinemöglichkeiten. Ihr könnt Avatare anderer Spieler über ein Terminal für Bares anheuern. Diese kämpfen dann nicht persönlich im Team, aber ihre KI und vor allem mit der vorhandenen Ausrüstung und Erfahrungsstufe. Da keine Levelgrenze vorhanden ist, kann man entsprechend gute Mitstreiter ins Team holen und dadurch schwierige Aufgaben meistern. Je höher der Unterschied zu eurer Stufe, desto mehr muss man auf den Tisch legen. Dies ist übrigens kein einseitiges Vergnügen. Für den Einsatz bekommen diejenigen hinterher Belohnungen in Form von seltenen Items und Erfahrung und anderen Dingen.

Xenoblade Chronicles X im Test: Herrliches RPG zum Jahresende Quelle: Nintendo/ Monolith Soft Online-Aktivitäten sind stets präsent. Beständig wird man über den Fortschritt anderer Spieler aus seiner bis zu 32 Teilnehmern bestehenden Truppe informiert. Welche Trophäe haben sie bekommen? Welchen Storyfortschritt erreicht? Wesentlich interessanter sind die stündlichen Truppenherausforderungen. Rechts unten im Bild werden fünf Ziele dargestellt, die es innerhalb der gegebenen Zeit zu erfüllen gilt. Auch wenn jeder für sich den Solomodus spielt, erhalten alle Spieler entsprechend Punkte, auch wenn nur einer an einem dieser Ziele arbeitet. Dies können eine bestimmte Anzahl an Gegner wie Insektoiden sein, die man töten muss. Dies können aber auch Ressourcen und Items sein, die es einzusammeln gilt. Wenn das ganze Team zusammen die Aufgabe erfüllt, winken abermals besondere Belohnungen.

Außerdem können sich bis zu vier Spieler zusammentun und spezielle Herausforderungen und Missionen gemeinsam meistern. Über das BLADE-Onlinenetzwerk findet man sich und rafft sich zu einem Team zusammen. Anschließend betritt man das die weite Welt durch das große Tor und versucht die Herausforderung zu meistern. Diese kann man durchaus alleine bestreiten, wird aber kaum eine Chance haben. Wer möchte, kann dies alles aber auch nur mit Freunden angehen und weiß, dass er sich auf die anderen Mitstreiter dann verlassen kann.

Meinung

Wertung zu Xenoblade Chronicles X (WiiU)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Atemberaubende, glaubhaft inszenierte Spielwelt mit einer verzaubernden Planetenwelt.Die Spielwelt ist nicht flach, sie bietet mitunter auch zahlreiche Ebenen in denen man sich aufhalten kann.Zahlreiche Tiere und Lebewesen bevölkern Mira. Manche riesig und freundlich, andere dagegen äußerst aggressiv.Ein motivierendes, sowohl passiv wie auch aktiv agierendes Kampfsystem mit vielen Feinheiten und spielerischen Möglichkeiten.Unglaubliche Charaktermöglichkeiten für den Helden wie auch die Skells mit Rüstungsindustrien und zahlreichen Items zur Individualisierung.Durchdachte Integration von Online-Elementen innerhalb einer Solokarriere mit Infos zu anderen Spielern und Truppenmissionen.Anheuern von Spieler-Avataren ist äußerst hilfreich bei heiklen Missionen und schwierigen Aufgaben.Sinnvoll genutztes und umgesetztes Ressourcensystem, wobei sich dieses erst spät im Spiel vollkommen entfaltet.
Das Kampfsystem kann sehr hektisch und chaotisch wirken und die KI-Kollegen agieren nicht immer intelligent genug.Massive Fehlentscheidungen im Missionsdesign: Manch angenommene Quest kann nicht mehr abgebrochen werden, blockiert aber die Annahme weiterer Aufgaben.Es wird viel geredet, doch nur wenig informatives. Dabei verpasst man vielleicht auch das Wesentliche.Oftmals irrt man stundenlang umher, um ein Auftragsziel dann doch per Zufall endlich zu erfüllen.Mit den Skells verliert die Erkundung der Welt ein wenig seinen Reiz. Zudem bietet die Grafik dann meist auch weniger Details.Die hohe Weitsicht wird mit einem fortlaufenden Aufbau an Details vor der Nase erkauft.
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