Valentino Rossi: The Game in der Vorschau – Könnte ein Geheimtipp werden

Special Peter Grubmair
Valentino Rossi: The Game (3)
Quelle: Milestone

Wir hatten Gelegenheit uns Valentino Rossi: The Game schon anzuschauen und sind ein bisschen begeistert.

Die Geschwindigkeit in der Milestone augenblicklich seine Rennspiele auf den Markt wirft ist atemberaubend. Dabei zeichnete sich besonders bei den letzten beiden Spielen, Sebastien Loeb Rally und MXGP2, ein Trend zu gigantischem Umfang hin ab, während sich die italienischen Entwickler technisch weiterhin im Mittelfeld bewegten. So bot uns Sebastien Loeb Rally deutlich mehr Strecken als Dirt Rally, im Gegenzug aber nur ein recht einfaches Physikmodell. Auch MXGP2 glänzt mit vielen Strecken und Spielvarianten, weniger aber mit realistischer Steuerung und vor allen Dingen einer grausamen Kollisionskontrolle.

Valentino Rossi: The Game (5) Quelle: Milestone Valentino Rossi: The Game (5) Mit diesen Eindrücken im Kopf war ich umso gespannter, was Milestone mit Valentino Rossi: The Game in der Hinterhand hat. So viel kann ich bereits vorausschicken, ich wurde positiv überrascht. Das fing schon mit der Framerate an. Noch die Ruckeleinlagen von MXGP2 im Kopf gab sich Valentino Rossi absolut flüssig. Selbst bei vollem Starterfeld konnte ich keinerlei Einbrüche feststellen und ich betete innerlich, dass dies auch in der finalen Version so bleiben wird. Schließlich hat man schon öfter hervorragend laufende Vorabversionen gesehen, die final dann plötzlich ganz anders aussahen.

Als ich dann aber meine ersten Runden auf den Zweirädern drehen konnte, begeisterte mich sofort die herrliche Steuerung und das vermittelte Fahrgefühl. Eigentlich bevorzuge ich ja vier Räder und besonders die MotoGP-Spiele konnten mich nie wirklich in ihren Bann ziehen, doch die Physik von Milestones neuestem Werk unterscheidet sich stark von den vorhergehenden Titeln und ich benötigte nur wenige Runden um konkurrenzfähige Zeiten hinlegen zu können. Ein besonderes Detail, welches mir dabei auffiel, war die einmalige Ideallinie die Milestone verwendet. Bis dato hielt ich ja die Forza Motorsport-Ideallinie für die beste die es gibt, das könnte sich nun aber ändern. In Valentino Rossi nämlich besteht sie aus aneinandergefügten Dreiecken in grün, gelb und rot, die sich entsprechend des nötigen Bremsvorgangs aufstellen, also immer steiler gen Himmel neigen. Je mehr man die Geschwindigkeit reduziert, umso flacher werden sie wieder. Das ist wirklich ein genialer Effekt der dazu führt, dass man die Bremse deutlich gefühlvoller einsetzt.

Valentino Rossi: The Game (27) Quelle: Milestone Valentino Rossi: The Game (27) Valentino Rosssi trägt den Namen nicht umsonst im Titel. Wie die Entwickler erzählten, überzeugte er sich persönlich einmal die Woche vom Voranschreiten der Entwicklung. Für uns Spieler sprang dabei die Valetnino Rossi-Schule heraus, die uns die unterschiedlichsten Herausforderungen bietet. Um den Nachwuchsfahrern zum Beispiel ein Gefühl für die Maschine entwickeln zu lassen, gibt es einen Schotterkurs der mit MX-Motorrädern befahren wird. Ohne Sprünge geht es dabei darum, das Motorrad auch in Extremsituationen und bei lockerem Untergrund unter Kontrolle halten zu können. Eine richtige Überraschung aber stellte für mich dar, dass es auch Rallyautos in Valentino Rossi gibt. Dies deswegen, weil man in einem speziellen Spielmodus wichtige Situationen aus dem Leben des Doctors nachspielen kann. Unweigerlich fragte ich mich, wieso sie dieses gute Physikmodell nicht auch in Sebastien Loeb Rally verwendeten.

Valentino Rossi: The Game erscheint am 16. Juni für Playstation 4, Xbox One und PC (Steam).

Meinung

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk