Kirby: Planet Robobot im Test: Kurz aber gut

Test Michael Stadler
Kirby: Planet Robobot
Quelle: Nintendo

Mit Kirby: Planet Robobot gibt die rosafarbene Wunderkugel aus dem Hause Nintendo sein zweites Stelldichein auf dem 3DS. Mit an Bord: Neue Features, neue Fähigkeiten und Roboter im Überfluss. Klingt gut? Ist es auch!

Pop in Gefahr

Die Vorgeschichte unseres Abenteuers mit Kirby hat natürlich mit einer Bedrohung für den Heimatplaneten Pop zu tun. Dieser wird von der Haltmann OHG mit Hilfe eines riesigen Raumschiffs besetzt. Wir machen uns in der Rolle von Kirby natürlich sofort daran, die Bedrohung abzuwenden und den bösen Schergen ordentlich in die Parade zu fahren. Mehr Einleitung bekommen wir sowohl an dieser als auch an anderer Stelle leider nicht, was weitaus weniger negativ ins Gewicht fällt als man annehmen könnte.

Moderner Klassiker

Kirby: Planet Robobot (6) Quelle: Nintendo Kirby: Planet Robobot (6) Der große Star ist - wie soll es auch anders sein - das Spiel selbst. Kirby: Planet Robobot bleibt seiner DNA treu und ist ein klassischer 2D-Plattformer mit modernen Elementen. So haben wir beispielsweise noch immer die klassische Aufteilung in Gebiete mit fünf bis sechs einzelnen Stages, die uns immer einen Schritt näher zum Endboss bringen. Den Schritt in die Moderne erleben wir, wenn wir endlich in die Rolle von Kirby schlüpfen. Das Leveldesign ist darauf ausgelegt, sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund des Bildes zu nutzen. So müssen wir Attacken aus dem Hintergrund ausweichen oder Rätsel lösen die beide Ebenen gleichzeitig nutzen. Natürlich hat Kirby auch seine Saugkraft nicht verloren und kann sich so jederzeit mit gegnerischen Fähigkeiten ausstatten. Unter den insgesamt 25 Spezialfähigkeiten sind neben altbekannten auch neue Fähigkeiten zu finden. So können wir uns beispielsweise Psycho-, Ninja-, Cowboy-, Raketen-, oder sogar Doktorfähigkeiten aneignen und nutzen. Doch hier reißt Kirbys Repertoire bei weitem nicht ab. Passend zum Roboterthema können wir uns oft auch in einen Mech-Anzug schwingen. Cool: Der Mech verfügt über die gleichen Gestaltwandler-Fähigkeiten wie das kleine Wesen am Steuer. So sind wir beispielsweise nach dem Scannen eines Gegners plötzlich mit riesigen Lautsprechern ausgestattet und geben den Gegnern mit ordentlich Bassdruck saures.

Scannen wir jedoch spezielle Gegner bauen wir den Mech sogar komplett in ein Fahrzeug oder Flugzeug um. Während mit dem automobilen Anzug nach wie vor das Jump'n Run-Spielprinzip beibehalten wird und wir lediglich auf Knopfdruck die Ebenen wechseln können, bekommen wir im Flugzeug ein komplett neues Spielerlebnis präsentiert. Hier wird Kirby: Planet Robobot ganz schnell zum Bullethell-Shooter. Diese Intermezzi sind dabei so angenehm platziert, dass die Abwechslung immer zum richtigen Zeitpunkt kommt und so gut inszeniert ist, dass wir uns manchmal wünschten es gäbe ein eigenes Stück Software davon.

Kirby: Planet Robobot (5) Quelle: Nintendo Kirby: Planet Robobot (5) Natürlich müssen wir während unseres Streifzuges durch den besetzten Planeten auch jede Menge üblichen Klimbims einsammeln. Neben Sternen, Stickern und Nahrungsmitteln für unsere Energieleiste stehen Roboblocks ganz oben auf unserer Liste. Diese sperren uns am Ende eines Gebiets nämlich den Weg zum Endboss auf. Die Endbosse haben ziehen den Schwierigkeitsgrad Richtung Finale langsam aber sicher an, wobei erfahrene Spieler dennoch sehr leichtes Spiel haben werden. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels eindeutig zu leicht ausgefallen. Da hilft es auch nichts, dass das letzte Level, so brillant es auch aussieht und so toll es hinsichtlich des Gameplays ausgearbeitet ist, ein bisschen mehr spielerisches Können abverlangt. Immerhin ist der Wiederspielwert für Stages, in denen man nicht jeden der insgesamt drei Roboblocks eingesammelt hat, sehr hoch.

In puncto Technik muss sich Kirby: Planet Robobot keinesfalls verstecken. Das Spieldesign ist ein toller Kontrast aus niedlichen Grundelementen, obligatorischen Themen wie Feuer oder Wasser und der kühlen Nuance von High-Tech und Robotik. Das Gegnerdesign wirkt vom kleinsten Wesen bis hin zu den großen Endbossen herrlich durchdacht und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Die Level haben so viele nette kleine Details sowie große geniale Momente zu bieten, dass man sie in einem einzigen Durchgang gar nicht vollumfänglich erleben kann. Auch die Steuerung zeigt einmal mehr, warum Nintendo die mitunter größten Plattformer aller Zeiten zu verantworten hat. Passend zum Spiel gibt es mal entspanntes Gedudel und mal ordentlich Funk auf die Ohren. Egal welche Richtung der Soundtrack einschlägt, einen Ohrwurm trägt man unter Garantie davon.

Zugabe

Kirby: Planet Robobot (4) Quelle: Nintendo Kirby: Planet Robobot (4) Neben dem Storymodus haben es noch zwei weitere Modi auf das Modul geschafft. Bei Kirbys 3D-Arena geht es darum im Arenakampf möglichst viele Gegner in möglichst wenig Zeit zu besiegen. Kirbys Teamjagd hingegen ist ein reiner Endboss-Modus. Hier können wir uns mit bis zu vier Mitstreitern zusammenschließen und in feinster Rollenspiel-Manier Gegner über Gegner legen. Dabei fällt jedem Spieler eine Rolle wie der Magier/Heiler oder eine Waffe wie das Heldenschwert oder der Schwerhammer zu. Für gemeisterte Gegner gibt es Erfahrungspunkte die automatisch in neue Statuswerte investiert werden. Wahlweise kann der Modus per Download-Spiel oder mit der Hilfe von CPU-Verbündeten angegangen werden. Auch wenn die Modi mit dem Hauptspiel nicht wirklich mithalten können, so sind sie für eine kleine Runde zwischendurch äußerst unterhaltsam.

Meinung

Wertung zu Kirby: Planet Robobot (3DS)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Tolle OptikHervorragendes Level-DesignTolle KlangkulisseCoole neue FähigkeitenMech-SequenzenBullethell-EinlagenMehrspieler-ModiGuter Spielfluss
Geringer SchwierigkeitsgradZu kurze Spieldauer

Bildergalerie

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