In Homefront: The Revolution geht die nordkoreanische Belagerung der Vereinigten Staaten in die nächste Runde. Dabei wird der Freiheitskampf leider nur halbherzig geführt.
Erst High-Tech, dann Terror-Regime
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Homefront: The Revolution (19)
In der Rolle von Ethan Brady erleben wir Philadelphia im Jahre 2029. Die Vereinigten Staaten haben sich mit Militärtechnik eines Großkonzerns namens APEX in großflächige Abhängigkeit und Schulden manövriert und sehen sich nun der Belagerung durch die "Norks" genannten Streitkräfte Nordkoreas gegenüber. Während sich auf politischer Ebene wohl in naher Zukunft keine Besserung einstellt, ist das Volk gewillt die Zügel selbst in die Hand zu nehmen. Unter dieser Prämisse entwickelt sich eine recht stereotype Geschichte in die, wie nun einmal üblich in solch patriotischen Szenerien, jede Menge Pathos, Dramaturgie und Überlebenskampf eingeflochten werden. Natürlich ist auch die Hauptfigur des ersten Homefront, Benjamin Walker, Teil des Schauspiels, wenn auch nur als Geisel der Norks. Auch wenn auf erzählerischer Ebene bis zum sehr übertriebenen inszenierten Finale keine Meisterleistungen vollzogen werden, kommt die Bedrohlichkeit der Situation auch unabhängig der Story gut bei uns an. Die ständige Gefahr durch die KVA-Soldaten überzeugte uns durch die gesamte Spielzeit hindurch und hielt uns ständig in Atem.
Farbenfrohes Philadelphia
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Homefront: The Revolution (17)
Die KVA hat Philadelphia in unterschiedliche Zonen eingeteilt. Grüne Zonen wurden in strategisch wichtigen Bezirken der Stadt wie dem Hafen eingerichtet. In den gelben Zonen lebt der Hauptteil der amerikanischen Bevölkerung. Hier geben sich Zivilisten und KVA-Soldaten die Hand. Viele Straßenzüge werden von Kameras, Patrouille-Fahrzeugen und Drohnen überwacht. Rote Zonen sind absolute No-Go-Areas für die Zivilbevölkerung. Sicherheit wird hier groß geschrieben, was jedoch eine besonders hohe Aufmerksamkeit beider Parteien nach sich zieht. Um das Spielprinzip vollends zu verstehen bietet sich der Vergleich mit einer Shooter-Serie aus dem Hause Ubisoft. Auch in Homefront gibt es beispielsweise Sendemasten, die von uns eingenommen werden müssen. Eroberte Bereiche haben diverse Vorteile für die Revolution. Um die Bevölkerung so weit zu bringen, dass sie zur Tat schreitet müssen wir einen Balken auffüllen. Das tun wir, indem wir beispielsweise auf Radios den Sender wechseln, KVA-Technik manipulieren oder Mitbürgern zur Hilfe eilen. Ist der Balken voll herrscht der Ausnahmezustand und die KVA hat alle Hände voll zu tun. Widmen wir uns der Hauptstory liegt es zudem an uns zum Beispiel Informationen zu beschaffen, Rettungsmissionen in Angriff zu nehmen oder einfach KVA-Basen zu infiltrieren. Zugegeben: Besonders ausgeklügelt ist das Missionsdesign nicht. Das trübt jedoch den Spaß am Spiel keineswegs. Man ist, anders als noch im ersten Teil, durch die offene Struktur der Spielwelt jederzeit sein eigener Herr und kann sehr schnell für die nötige Abwechslung im Gameplay sorgen.Eine Waffe, viele Gesichter
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Homefront: The Revolution (20)
Für erfolgreich bewältigte Missionen erhalten wir Geld und Tech-Punkte. Geld können wir gut gebrauchen, schließlich ist Blei der beste Dolmetscher in einer Auseinandersetzung zwischen KVA-Soldaten und amerikanischen Revoluzzern. Auf den ersten Blick in den Waffenschrank des Unterschlupfs erscheint das Arsenal in Homefront nicht wirklich üppig. Auf den zweiten Blick entpuppt sich das nicht allzu tiefe Portfolio jedoch als Lego für Waffennarren. Denn jede Waffe lässt sich durch neue Teile umbauen - und das auch on the fly mitten im Gefecht. So wird die mitgeführte Maschinenpistole kurzerhand zur Handfeuerwaffe oder Luftdruckgewehr umfunktioniert. Diese unkomplizierte Spontanität am Waffengürtel hat uns gerade in den ersten Stunden des Spiels sehr gefallen. Je weiter man jedoch vorankommt, umso weniger braucht man die unterschiedlichen Modifikationen. Wer einmal eine optimale Waffe zusammengebastelt hat, wird neben dem Umbau auf Explosionsgeschosse nur noch wenig bis gar nicht auf eine andere Konfiguration setzen. Mit unseren Tech-Punkten kaufen wir uns coole Gadgets wie Hackmodule, ferngesteuerte Autos oder modifizierte Plüschtiere. Diese kleinen Spielereien brauchen wir im Einsatz gegen die KVA-Soldaten auch dringend, da die Rambo-Methode uns den Bildschirm-Tod in Rekordzeit einbringt. Anders als es andere Shooter-Kollegen handhaben, muss in Homefront die Heilung noch unter Zeitdruck manuell vorgenommen werden. Eine bedachte und strategische Vorgehensweise führt daher in den meisten Fällen relativ unbeschadet zum größten Erfolg. Da wir aber auch in Situationen geraten, die rabiates Handeln erfordern, sollte dennoch kräftig in die eigenen Schießeisen investiert werden. Wenn schon von der Action geschrieben wird sollten wir auch auf die KI der Norks sprechen. Diese ist irgendwo zwischen gnadenlos und dümmlich angesiedelt. Zum Ausgleich für manch lemminghafte Handlungen werden wir gnadenlos unter Beschuss genommen, teils mit Adlersauge über große Distanzen bereits erfasst und vor die Herausforderung nicht enden wollender Gegnerwellen gestellt. Für einen Angriff auf einen Stützpunkt können wir auch andere Anhänger der Revolution mitnehmen. Diese sind jedoch zu keinem Zeitpunkt an einer anderen Angriffsstrategie als "VOLLGAS!!111einself" interessiert und sollten daher nur in absoluten Notfällen rekrutiert werden.
CryEngine - man möchte weinen
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Homefront: The Revolution (14)
Homefront kann dank der CryEngine auf durchaus imposante Schatten- sowie Lichteffekte zurückgreifen und diese in einer sehr abwechslungsreichen Umgebung gut in Szene setzen. Insgesamt ist das Spiel technisch viel zu unsauber. Die Ladezeiten sind ebenso ein Graus, wie die unvermeidbaren Framerate-Einbruche und sekundenlangen Standbilder nach Missionsabschluss, die wohl durch das gleichzeitige Speichern im Hintergrund hervorgerufen werden. Auch die Steuerung des Spiels ist viel zu hakelig und zu schlecht ausgearbeitet. So scheint es beinahe unmöglich die vielen im Spiel eingebauten Kletterpassagen ohne Frustmoment zu bewältigen. Tonal hat Homefront jedoch allerhand Dampf. Die Schüsse und Explosionen drücken mit viel Kraft aus den Lautsprechern und die Synchronisation der wichtigen Charaktere im Spiel ist gut besetzt, aber zu oft nur zweitklassig übersetzt.
Widerstand zu viert
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Homefront: The Revolution (7)
Der Multiplayermodus in Homefront macht entgegen zweifelhafter Eindrücke aus der Betaphase eine extrem gute Figur. Bis zu vier Mitspieler können sich auf isolierten Missionen dem Koop-Spaß hingeben. Die Missionen haben nichts mit der Handlung des Hauptspiels zu tun, sind aber vom Missionsdesign inspiriert. So müssen auch hier Basen infiltriert oder beispielsweise bestimmte Ziele eliminiert werden. Am meisten Spaß macht das Spiel mit vier Freunden, da das Gameplay sehr von Absprachen und unterschiedlichen Rollen im Team lebt. So verkommt Homefront im Mehrspieler-Bereich schnell zum Taktik-Shooter mit Talentsystem. Hier gibt es von unserer Seite eine absolute Spielempfehlung.
