Indie Games: Indie-Racer, die einen Blick lohnen

Special Sebastian Zelada
Racing Apex
Quelle: Luckymountaingames

Rennspiele gibt es wie Sand am Meer. Die großen Produktionen sind meist wohlbekannt. Zeit über den Tellerrand zu sehen.

Gran Turismo, Forza Horizon, Project CARS, Need for Speed, Mario Kart und wie sie alle heißen: Rennspiele stellen einen großen Teil der Videospiellandschaft dar und werden seit Jahrzehnten von den Fans geliebt. Im aktuellen Indie-Spiel-Hype gehen jedoch die Werke kleiner Entwicklerstudios oftmals unter.

Zurecht? Nun, nicht ganz, denn wie wir gleich sehen werden, gibt es auch unter den Indie-Spielen einige versteckte Rennspielperlen, die zwar keine ultradetaillierten Wagenmodelle und hyperrealistische Fahrphysik bieten können, dafür aber ein hohes Maß an Spaß bringen. Ladies and Gentlemen: Start your engines!


Riff Racer: Rasen zur Lieblingsmukke

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Einen tollen Soundtrack bieten viele Spiele im Genre. Gran Turismo, Need for Speed oder Forza Horizon fahren oft eine grandiose musikalische Untermalung auf, doch dass man aus seinen eigenen Lieblingsliedern Strecken bauen kann, ist etwas wirklich Neues. Riff Racer hat sich genau diesem Spielprinzip verschrieben.

Entweder aus den eigenen Audiodateien, oder aus 25 enthaltenen Liedern, generiert das Spiel dynamisch Rennstrecken, die sich von Song zu Song stets anders fahren. Ein Punktesystem belohnt Stunts, wie Sprünge, Drifts und Rollen. Ein Multiplayermodus wird dem Wettbewerbsgedanken gerecht. Die Farben sind schrill gehalten und je nach Musik, die man auswählt, spielt sich das Ganze manchmal wie ein trashiges 90er-Jahre Musikvideo.

In jedem Fall macht das simple aber gut umgesetzte Spielprinzip eine Menge Laune und es ist wirklich ganz dem eigenen Musikgeschmack überlassen, was für Strecken letztlich befahren werden. Klassik oder Techno, Hip-Hop oder Death Metal? Bei Riff Racer baut sich jeder seine ganz eigene Strecke.

Erhältlich für Windows. Preis 14,99€ (Steam Summersale 3,74€)

Drift Stage: 80er-Spielhallen-Revival

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Ein Spiel, das sich ganz dem Look and Feel der späten 80er und frühen 90er verschrieben hat. Die Low-Poly-Grafik, die Farbpalette und der komplette Stil des Games versprühen einen Retro-Charme, der Rennspielenthusiasten mit Spielhallenerfahrung schnell in seinen Bann zieht. Ganz im Geiste der damaligen Spiele pfeift Drift Stage auf realistische Fahrphysik und stellt den Spaß am Querstellen in den Vordergrund.

Mit einem charmanten Retro-Soundtrack, vielfältigen Strecken, in der Stadt, am Strand und anderen Orten, sowie einem Karrieremodus, Online-Leaderboards, lokalem Splitscreen und Online-Mehrspielermodus scheint die Grundlage für monatelange Motivation gelegt zu sein. Nun muss nur noch das Gameplay mit der künstlerischen Gestaltung Schritt halten. Momentan befindet sich das Spiel in der Alpha-Phase. Die frühe Version des Racers ist für 15 Euro bereits auf der offiziellen Seite zu erhalten.

Early Access für Windows / Mac / Linux. Preis 15 Dollar

PolyRace: WipeOut in Indie

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F-Zero und WipeOut standen bei PolyRace ganz offensichtlich Pate. Man rast mit einem futuristischen Gleiter durch zufällig generierte Strecken, die durch Tälern, Hügel und Bergen führen. Höchstgeschwindigkeit und Haarnadeln sind hier die Zauberworte und wie bei jedem Vertreter des Future-Racing-Genres, gilt es auch bei PolyRace auf sein Schild zu achten. Sonst droht nämlich schnell der Totalschaden. Das Spiel hat bisher kaum Aufmerksamkeit erhalten und ist ein echter Geheimtipp, der die momentan modische und pfeilschnelle Low-Poly-Grafik mit einem knalligen Synthpop-Soundtrack untermalt.

Erhältlich für Windows / Mac. Preis 12,99€ (Steam Summersale 7,79€)

Power Drive 2000: Der Ultimative 80s-Racer

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Nach eigenen Angaben handelt es sich hier um das "einzig wahre 80er-Jahre-Retro-Rennspiel" und auch wenn die Optik dieses Racers nicht auf Low-Poly setzt, ist das Gebotene ein echter Retro-Kracher. Das Spiel verfolgt optisch den AAA-Ansatz und geizt nicht mit schicken Spiegel-, Neon, und Blur-Effekten. Das Gameplay ist sehr arcadelastig, wendet sich Drift-Freunden zu und wirkt bereits jetzt sehr spaßig.

Leider gibt es noch kein endgültiges Erscheinungsdatum, sieht man sich jedoch die durchgestylten Menü- und Gameplay-Demos an, kann es nicht mehr allzulange dauern. Darauf deutet auch ein Eintrag auf der Kickstarter-Page des Entwicklers hin. Das Projekt, das schon vor etwa einem Jahr gefundet wurde, wird demnächst die Late-Backer-Option schließen. Eine spielbare Demo ist hier erhältlich

Erscheint für Windows / Mac / Linux. Preis und Veröffentlichungsdatum stehen noch nicht fest

Racing Apex: Ist das Sega?

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Ein ebensolches Schwergewicht unter den Indie-Racern ist Racing Apex. Das Arcade-Rennspiel erinnert schon auf den ersten Blick an Sega-Klassiker wie Daytona USA oder Sega Rally. In der Tat geben die Entwickler offen zu, dass man sich von Spielhallen-Perlen der Jahre 1988 bis 1992 bedient hat. Racing Apex wird sowohl klassische Asphalt-Kurse, als auch Rennen über Stock und Stein bieten. Auf über 16 Strecken wird man dabei nicht nur driftend, sondern auch unter Einsatz von Waffen und Abwehrsystemen unterwegs sein.

Die Low-Poly-Grafik ist hochgradig stilisiert und sieht nicht nur umwerfend aus, sondern läuft auch schön flüssig, mit 60 Bildern bei 1080p. Großen Wert hat man hier vor allem auf die Persönlichkeiten der Fahrer gelegt, was dem Spiel eine extra Schicht Retro-Touch verleiht. Die Auswahl von Fantasiefahrern war in früheren Videospielen keine Seltenheit und trug ein ganzes Stückweit zum Flair vieler damaliger Racing-Games bei.

Zahlreiche Modi, wie eine Kampagne, Capture the Flag, Eliminator, Katz und Maus, Bomb Tag oder klassische Mehrspieler-Racingaction sollen für Abwechslung und Langzeitbindung sorgen. Die Wagen sind übrigens - trotz fehlender Lizenzen - an reale Fahrzeuge angelehnt. So erkennt das geübte Auge Versionen der Dodge Viper, des Audi R8 oder des Toyota Supra. Die Wagen werden übrigens vollständig zerstörbar sein und über ein mehrstufiges Schadensmodell verfügen.

Erscheint für Windows / Mac / Linux. Preis und Veröffentlichungsdatum stehen noch nicht fest

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