SEGA: Der vergessene Racing-Champion (Teil 1)

Special Sebastian Zelada
Sega Rally (2007)
Quelle: SEGA

Wenn man heutzutage über Rennspiele redet, fällt nur selten der Name Sega. Zu Unrecht, wie ein Blick in die Vergangenheit beweist.

Sega war Ende der achtziger Jahre eine der dominierenden Kräfte im Videospielzirkus. Wenn man sich das Sega dieser Tage ansieht und mit der damaligen Firma vergleicht, wird schnell klar, dass sich das Unternehmen verändert hat. Das ist sicherlich den Bewegungen auf dem Markt geschuldet und nicht zuletzt natürlich auch der Tatsache, dass sich der japanische Videospielgigant 2001 aus dem Hardwaregeschäft mit stationären Konsolen verabschiedete.

Doch es fällt noch etwas anderes auf: Das Sega der damaligen Zeit war, neben etlichen anderen hochwertigen Spielen, vor allem für seine Racing-Games bekannt. Titel wie Sega Rally, Daytona USA oder auch Crazy Taxi lassen Kenner mit der Zunge schnalzen und beweisen auch heute noch, dass Rennspiele aus vergangenen Jahrzehnten immer noch genauso viel Spaß machen können, wie in den 80er-, 90er- oder frühen 2000er Jahren.

Segas Herangehensweise legte immer besonderen Wert auf die Arcade-Qualitäten der Rennspiele. Leicht zugänglich, schwierig zu meistern. Und so waren zahlreiche Sega-Racer extrem schwierig, jedoch gleichzeitig hochgradig suchterregend. Wir stellen 10 der größten Titel vor.

Sega Rally

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Mit Sega Rally gelang Sega ein ganz großer Wurf in der Spielhalle. 1995 erschien das Seriendebut für die Arcades und wurde kurz darauf, im Jahre 1996 für das Sega Saturn und den PC umgesetzt. Während Spiele wie Colin McRae Rally besonders viel Wert auf realistisches Fahrverhalten legen, steht bei Sega Rally das Driften im Vordergrund. Knallharte, spielhallentypische Checkpointrennen fordern schnell ein hohes Maß an Können.

Für Spieltiefe sorgen verschiedene Untergründe, wie Asphalt, Kies und Schlamm, die sich auch auf das Fahrhverhalten auswirken. Der Nachfolger erschien 1998 in der Spielhalle und 1999 für Dreamcast und kurz darauf auch für den PC. Der bislang letzte Ableger der Serie erschien für PS3 und Xbox 360 und trug schlicht den Titel Sega Rally.

Daytona USA

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1994 kam der große Launch von Daytona USA, welches sich als eines der erfolgreichsten Arcade-Spiele aller Zeiten entpuppen sollte. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennspielen dieser Ära war Daytona USA besonders detailreich und bot echte Texturen, statt nackte Polygone. Mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde und für damalige Zeiten extrem detaillierte Umgebungen war es ein technischer Meilenstein im Genre.

Umsetzungen für Sega Saturn und eine deutlich aufgebohrte Version für Sega Dreamcast folgten. Der 1998 erschienene zweite Teil kam allerdings niemals über die Spielhalle heraus. Daytona USA 2 war wieder eine technische Meisterleistung und wurde selbst von Daytona USA 2001 für Dreamcast nicht übertroffen.

Scud Race

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Das 1996 in der Spielhalle veröffentlichte Scud Race (Sport Car Ultimate Drive) sollte auch für den Sega Saturn erscheinen. Der Port wurde dann jedoch auf die Dreamcast verlegt, auf deren Präsentation eine Demo des Spiel zu sehen war. Leider wurde das Projekt kurz darauf komplett eingestellt, weswegen Scud Race nie seinen Weg auf die heimischen TV-Bildschirme gefunden hat.Das Spiel orientierte sich an der Global GT Series, die heute unter dem Namen FIA GT Championship bekannt ist. Demzufolge ist es möglich in dem Spiel namhafte Supercars zu fahren. Wie auch Sega Rally und Daytona USA spielt sich Scud Race wenig realistisch, sondern baut auf spektakuläre Drifts und ein hohes Geschwindigkeitsgefühl.

Out Run

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Out Run ist ein echter Arcade-Klassiker. Das Originalspiel erschien bereits 1986 für die Spielhalle und nutzt als Setting weitgehend Kalifornien. In einem Ferrari Testarossa geht es eine Strecke abzufahren, die sich immer wieder verzweigt und so Auswahlmöglichkeiten und Wiederspielwert bietet. Insgesamt fünf Streckenabschnitte können pro Durchgang nacheinander befahren werden. Dazu muss jedoch stets das Timelimit eingehalten werden. Sollte man einen Checkpoint verpassen, heißt es Game Over.

Neben dem Ferrari gibt es auf den Strecken zahlreiche namhafte Autos im Verkehr zu entdecken, denen es auszuweichen gilt, darunter VW Käfer, Chevrolet Corvettes und Porsche 911. Das Spiel verfügte über ein neuartiges Hydraulikgehäuse, das für mehr Immersion sorgte und bot als humoriges Feature eine virtuelle Beifahrerin, die einen für gewagte Manöver feierte und für schlecht ausgeführte Moves schimpfte.In Shenmue II ist es übrigens möglich das Originalspiel an einem Automaten zu spielen, welches lediglich minimale Änderungen zum Ursprungsrelease aufweist. Auch im Xbox-Release Out Run 2 ist das original Out Run versteckt und kann über einen Cheat freigeschaltet werden.

Hang On

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Aus dem Jahr 1985 stammt Hang On. Das Motorradrennspiel konnte im ersten Teil von Shenmue in einer Spielhalle gespielt werden und spielt auf einer Rennstrecke, bei der man klassisch gegen CPU-Gegner fährt. Der Automat existierte in zwei Ausführungen. Ein normales Gehäuse, das mit einer Lenkstange und Bremsgriffen ausgestattet war und eine Motorrad-Nachbildung, bei der in der Windschutzscheibe des Zweirads der Bildschirm eingelassen ist. Um zu lenken, muss der Spieler sein Körpergewicht auf der Konstruktion verlagern. In Shenmue ist in der Spielhalle diese Version zu finden.

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