Mighty No. 9 im Test: The Return of Mega Man ... irgendwie
Rennen, springen, ballern. Ein ziemlich eingeschränktes Moveset im Vergleich zu heutigen Games, aber es genügte um aus Mega Man eine Ikone zu machen. Mighty No. 9 tritt nun, dank Kickstarter, in die selben Fußstapfen.Was lange währt...
So sagt man. Wir könnten an dieser Stelle sicher ausschweifend über den Werdegang von Keiji Inafunes Mega-Man-Hommage diskutieren. Denn mal ehrlich: das hätte besser laufen müssen. Stattdessen überlassen wir dieses Thema enttäuschten Backern und kommen direkt zu dem was für die meisten von euch sicher relevanter ist: Macht das Spiel Spaß und lohnt sich der Kauf?
Rise of the Robots
Quelle: PC Games
Mighty Nr. 9 (9)
Mighty No. 9 tritt - wie gesagt - direkt in die Fußstapfen von Mega Man. Genauer gesagt ist der Name sogar fast das einzige was No. 9 von seinem geistigen Großpapa unterscheidet. Dementsprechend passt auch bei Inafune-Sans neuem Werk die Handlung auf einen Bierdeckel - hochkant. Roboter drehen durch, was natürlich für Chaos sorgt. Schlimmer noch, die hochentwickelten Kampfroboter alias Mighty Numbers laufen plötzlich auch Amok. Einzige Ausnahme: Titelheld No. 9.
Dessen Aufgabe besteht nun darin seinen Blechbrüdern die Platinen wieder gerade zu rücken. So ballert und hüpft ihr durch die thematisch verschiedenen Welten, ganz wie im Original. Habt ihr einem eurer Mighty-Brüder den Schalk ausgetrieben, dürft ihr fortan dessen Elemantarkraft nutzen, soweit so bekannt. Eine kleine Neuerung wurde Mighty No. 9 alias Beck dann doch spendiert. Hat er seine Gegner genug geschwächt kann er mittels eines Dashs deren Essenz namens Xel absorbieren. Neben einem Punktemultiplikator verschafft sich Beck dadurch temporäre Boni wie einen Tempoboost oder stärkere Schüsse. Außerdem müsst ihr den Dash auch bei diversen Plattformabschnitten nutzen.Alternativ könnt ihr eure Gegner aber auch einfach altmodisch über den Haufen ballern. Aber Vorsicht - bei Bossen und Zwischenbossen müsst ihr dashen, da diese sonst ihre Lebensenergie regenerieren. Abgesehen vom Dash bleibt man aber dem Vorbild treu. Selbst Schüsse nach oben oder unten bleiben euch verwehrt.
I'm blue dabn dee dabn die
Quelle: PC Games
Mighty Nr. 9 (6)
Ein wenig enttäuscht waren wir von Technik und Optik des Spiels. Es ähnelt seinem Großpapa fast 1:1, hier hätte etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit Not getan. Technisch bekleckert sich der Titel ebenfalls nicht mit Ruhm. Zwar sind laut Entwickler konstante 60 fps angepeilt, erreicht wurden diese bei unserer PS4-Testversion aber nicht immer. Das selbe Problem liegt allerdings auch bei der Xbox One vor, interessanterweise bei unterschiedlichen Abschnitten (laut unserer Kollegen von 4players, die beide Versionen zur Verfügung hatten). Verständlich ist dies aber nicht, denn Mighty No. 9 brennt nicht gerade ein Grafikfeuerwerk ab. Selbst in den kurzen Zwischensequenzen oder Dialogfenstern müssen die Protagonisten ohne jegliche Animation auskommen - back to the 80s.
Wer die Wahl hat...
Ein kleines erfreuliches Detail sei an dieser Stelle trotzdem erwähnt. Mighty No. 9 gewährt euch von Beginn an den Zugriff auf alle regulären Abschnitte. Auf diese Weise könnt ihr z.B. auch zunächst die Wasserwelt besuchen bevor es ins Feuerlevel geht. Auf diese Art könnt ihr euch, dank erbeuteter Elementarkräfte das Leben etwas leichter machen. Inafune-San betont aber, man könne das Spiel auch ohne Einsatz der Elementarkräfte durchspielen.