Street Fighter X Tekken im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Der Titel beweist vor allem mit den Tekken Charakteren welch gute Spielmechanik Capcom über die Jahre hinweg entwickelt hat.

Im Genre der Prügelspiele gibt es nur wenige Platzhirsche die ihr Revier auch über die Jahre hinweg behaupten konnten. Neben den etwas in Vergessenheit geratenen Dead or Alive und Virtua Fighter überzeugte zuletzt Soul Calibur mit dem fünften Serienteil. Doch die Konkurrenz schläft nun einmal nicht, weswegen uns vor kurzem der Zusammenschluss der wohl beliebtesten Beat'em Up-Serien Street Fighter und Tekken erreichte. Im ersten von zwei geplanten Cross-Over Spielen steht voll im Zeichen von Street Fighter und integriert die Tekken-Kämpfer in den eigenen Grafikstil sowie die Hauseigene Bedienung. Round 1, Fight!

Integration und Übermacht

Street Fighter X Tekken Street Fighter X Tekken Ganz im Stile eines Street Fighter ist die Rahmengeschichte rund um den Grund für all das Gekloppe so seicht wie eh und je. Ein Meteoriteneinschlag auf dem Nordpol resultiert im Fund eines Würfels welcher den Namen Pandora verliehen bekommt. Natürlich geht von diesem mysteriösen Gebilde eine unvorstellbare und unergründliche Macht aus, was die 40 Kämpfer des Titels automatisch mobil macht. Die Präsentation ist dabei jedoch äußerst unterirdisch. Mehr als Standbilder mit dröger Off-Stimme bekommen wir als Lohn für unsere Arbeit am Pad nicht geboten und wirklicher Zusammenhang kommt ebenfalls nicht zustande.

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Street Fighter X Tekken Street Fighter X Tekken Der Fokus liegt hingegen mehr auf dem Spielgeschehen und der großen Frage wie gut sich die Spielfiguren aus Namcos Tekken-Reihe in der Street Fighter-Umgebung machen. Schon bei der Auswahl der Kämpfer muss der geneigte Street Fighter-Fan gehörig umdenken, da nun im klassischen Tag Team gekämpft wird also immer zwei Kämpfer auf jeder Seite zu finden sind. Jedoch müssen für einen Sieg nicht beide Kämpfer sondern nur ein Teil des Teams K.O. gehen um die Runde zu entscheiden. Welche Kämpfer sich zusammentun ist dabei völlig losgelöst vom jeweiligen Brand bestimmbar. Gerade Tekken-Veteranen werden sich erst einmal in die neue Bedienung eingewöhnen müssen. Statt der gewohnten Steurung über die vier Face-Buttons stehen nun auf einmal gleich sechs Angriffstasten zur Verfügung die von zwei Quick-Combo-Tasten ergänzt werden. Doch dort hört der Wahnsinn bei weitem noch nicht auf.

Street Fighter X Tekken Street Fighter X Tekken Die Energieleiste am unteren Bildschirmrand, dieses Mal auf den schönen Namen Cross-Leiste getauft, versorgt euch mit der nötigen Energie für weitaus verheerendere Aktionen als die normalen Combos und Special Moves. Während bei Cross Assault und Cross Arts gleich beide Figuren den Bildschirm unsicher machen und dem Gegenüber eine vor den Latz knallen, können wir im Einzel auch auf verstärkte Spezialmanöver (EX Special Moves) und richtige Lebensenergiefresser wie den Super Art Move, die stärkste Attacke des Spiels, zurückgreifen. Dauert euch das erkämpfen einer prall gefüllten Leiste jedoch zu lang habt ihr zudem die Möglichkeit diese per Super Charge aufzuladen. Vorsicht ist hier allerdings geboten, da ihr während der Ladephase völlig ungeschützt seid. Ist der Super Charge geglückt prasselt auf den Gegner ein Page-Turner vom allerfeinsten ein und das manchmal extrem Nerven aufreibende Warten hat sich final gelohnt.

Street Fighter X Tekken Street Fighter X Tekken Zu guter Letzt kann man auch auf die Mächte der Pandora zurückgreifen die allerdings erst ab etwa einem Viertel der Lebensanzeige zur Verfügung stehen. Dank dieser geheimnisvollen Kraftquelle erhalten wir neben einer vollen Cross-Leiste auch mehr Bums in allen Schlägen und Tritten. Ganz ohne Nebenwirkungen kommt auch dieses Power-Up nicht aus und so scheidet der Kämpfer nach dem Gebrauch der Pandora vollkommen aus dem Kampf und die verbleibende Zeit verringert sich auf magere zehn Sekunden.

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