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  • .hack Part 1: Infection im Gamezone-Test

    .hack lässt Euch in den Weiten der Online-Welt versinken - und das ganz ohne hohe Telefonkosten!

    Das Online-Rollenspiel, das nur offline gespielt wird.

    Rund zwei Jahre nach der Premiere in Japan hat es Bandais ambitioniertes "Project .hack" dank Europa-Publisher Atari endlich auch in unsere Regionen geschafft. ".hack - Part #1: Infection" bildet den Auftakt einer vierteiligen Serie, die weiteren Folgen sollen in etwa viermonatigen Abständen veröffentlicht werden. Mit einer TV-Serie, Comics, haufenweise Merchandise und - in der Hauptsache - dem Videospiel möchten Bandai nach "Dragonball" einer weiteren Marke in der westlichen Welt zum Kult-Status verhelfen. In den USA existiert bereits eine große Fangemeinde; nun bleibt es abzuwarten, wie die bezüglich Anime-Spielen vorwiegend recht skeptischen Europäer auf ".hack" reagieren werden.

    Die Idee hinter ".hack" ist einzigartig. In der Rolle des jungen Japaners Kite taucht der Spieler in die Welt des Online-Rollenspiels "The World" ein. Eine Onlineanbindung wird hierfür dennoch keinesfalls benötigt, da es sich beim gesamten Spielgeschehen um eine Simulation handelt. Die komplexe und spannende Story von ".hack" reicht jedoch weit über die Grenzen der Online-Welt hinaus: Kite wird von seinem Schulfreund Yasuhiko, der mit seinem Lv.50-Charakter Orca schon zu den Veteranen gehört, zu einer Runde "The World" eingeladen. Kite, der auf diese Weise zum allerersten Mal das Online-RPG spielt, muss schon bald mit ansehen, wie Orca vom einem mysteriösen Boss-Gegner ins Jenseits befördert wird. Als er danach in der realen Welt mit seinem Freund Kontakt aufnehmen will, erfährt er, dass Yasuhiko nach der Konfrontation mit dem Bossmonster ins Koma gefallen ist. Getrieben vom Willen, die Ursache hinter diesem tragischen Vorfall zu finden, arbeitet sich Kite in "The World" nach oben...

    Die Spielmechanik von "The World" erinnert stark an "Phantasy Star Online": Nach dem Einloggen befindet man sich auf einem der insgesamt fünf Server, von welchen in diesem ersten Teil allerdings nur zwei zugänglich sind. Der Ausgangspunkt einer jeden Expedition ist die entsprechende Stadt des Servers, in der man sich mit Ausrüstung eindeckt, mit anderen Spielern Gegenstände tauscht und das eigene Item-Lager, das bis zu hundert einzelne Items fasst, verwaltet. Wie es sich für ein Online-Spiel gehört, kämpft man sich natürlich nicht alleine durch die weitläufigen Dungeons. So trifft man schon früh auf die ersten Mitstreiter, deren Dienste per Member-Adresse in Anspruch genommen werden dürfen. Hat man sein aus maximal drei Charakteren bestehendes Team zusammengetrommelt, geht es hinab in einen der unzähligen verfügbaren Dungeons. Diese können entweder nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden oder selbst mit Hilfe des interessanten Keyword-Systems generiert werden. Entscheidet man sich für die letzte Variante, wird man aufgefordert, aus einer Vielzahl verschiedener Wörter eine dreistellige Kombination zusammenzustellen. Anhand einer Tabelle lässt sich ablesen, welche Auswirkungen eine Wortkombination auf die verschiedenen Parameter eines Dungeons haben. Dazu zählen u.a. Aspekte wie Monsteraufkommen, die Auswahl der zu findenden Items sowie das Map-Layout des Dungeons. Anfangs fällt es dabei noch recht schwer, den Status eines Dungeons anhand des Diagramms zu deuten; hat man diesen Lernprozess jedoch erst einmal mit etwas Geduld hinter sich gebracht, ist man in der Lage, ganz gezielt die verschiedenen Parameter nach den eigenen Wünschen zu justieren.

    Jeder Dungeon des Spiels besteht aus einer Oberwelt sowie den unterirdischen Höhlensystemen, an deren Ende meist eine Belohnung in Form eines besonderen Gegenstands auf die Spieler wartet. Die Dungeons unterscheiden sich dabei optisch abhängig vom jeweiligen Thema des Areals (Wüste, Wald, etc.) sowie aufgrund des vorherrschenden Elements. Leider merkt man den Dungeons das Baukasten-Prinzip sehr stark an: Zwar erstellt der gut programmierte Keyword-Generator in Sachen Layout recht motivierend gestrickte Dungeons, aufgrund der etwas gering ausgefallenen Anzahl an möglichen Tile-Sets (Bauteilen) macht sich rein visuell mitunter eine dezente Eintönigkeit breit. Angesichts des starken Fokus auf Kämpfen, Sammeln und Charakterverwaltung rückt dieser Kritikpunkt jedoch in den Hintergrund. Jene sind die tragenden Aspekte, die ein gutes Online-Spiel ausmachen sollten, und diese wurde bei "The World" hervorragend umgesetzt. Hunderte von - teils raren - Items und Skills sorgen für einen enormen Suchtfaktor, welchem sich nur Spieler mit strikter Abneigung des Anime-Stils entziehen können. Angesichts der Fülle an Waffen und Ausrüstung ist die Tauschfunktion im Spiel eine schöne Sache; so kann man jederzeit mit den die Server bevölkernden Mitspielern Items tauschen. Dies funktioniert mittels eines Tauschfensters, welches grob dem von "PSO Vol. 2" entspricht: Zunächst wird der Gegenstand markiert, an dem man selbst interessiert ist; danach erhält man die Gelegenheit, eigene Gegenstände zum Tausch anzubieten. Dabei gilt, dass nur maximal drei Gegenstände gegen einen neuen eingetauscht werden dürfen. Ist der Tauschpartner mit den angebotenen Items einverstanden, leuchten vier Sterne auf, und der Handel ist perfekt. Wer Gegenstände stets gezielt hortet und über Angebote und Wünsche der anderen Spieler informiert ist, wird im Tauschen eine ganz neue Dimension des Spiels entdecken. Neben dem Tauschfeature besteht zudem die Option, Items an Mitspieler zu verschenken, um sie so im Ernstfall mit stärkeren Waffen und Rüstungsgegenständen zu versorgen.

    Das Kampfsystem des Spiels wurde der Online-Idee entsprechend fast ausnahmslos in Echtzeit gehalten. Nur zum Einsatz von Items und Skills, als auch um den Mitstreitern über das Chat-Menü Befehle zu erteilen, begibt man sich kurz in ein übersichtliches PopUp-Menü. Der Spielfluss wird dadurch nur unwesentlich beeinträchtigt, bedenkt man aber, dass es sich bei "The World" um ein simuliertes Online-Spiel handelt, muten die Unterbrechungen im Kampfgetümmel etwas eigenartig an. Die Möglichkeit, wie bei "PSO" mehrere Tasten auf dem Pad direkt mit einsetzbaren Fähigkeiten zu belegen, hätte hierbei Abhilfe schaffen können. Ansonsten präsentieren sich die Kämpfe als ein effektreiches Spektakel mit einer guten Mischung aus Nahkampf und Magie. Dabei spielt der Elementar-Aspekt eine vorgeschobene Rolle; jedes der rund 300 Monster im Spiel gehört einer bestimmten Elementarklasse - meist basierend auf dem jeweiligen Dungeon - an. Dementsprechend liegt ein Hauptaugenmerk auch auf den richtigen Zaubern und Ausrüstungsgegenständen. So muss das eigene Inventar vor jedem neuen Dungeon möglichst vorteilhaft an die bevorstehenden Gefahren angepasst werden. Wenn die eigene Spielfigur im Kampf fallen sollte, heißt es zum Glück noch lange nicht Game Over: Solange sich ein/e Heiler/in oder ein Charakter mit den benötigten Items oder Skills in der Nähe befindet, reicht es, einfach im Chatmenü den Befehl zum Wiederbeleben zu geben - und schon steht man wieder auf den Beinen.

    Sämtliche "Online-Features" von ".hack" sind eine innovative Bereicherung abseits der gängigen RPGs. Neben einem virtuellen Email-Account und einer netten News-Sektion ist hierbei besonders das inszenierte Forum zu erwähnen: Hier unterhalten sich die Spieler in einer ständig zunehmenden Anzahl an Threads über die verschiedensten Themen, welche oft auch für den Verlauf der Story relevante Informationen enthalten. Daneben gibt es hier Hinweise zu speziellen Dungeons, Tauschgemeinschaften oder raren Waffen zu ergattern. Die Story an sich wird in zahlreichen, ausladenden Zwischensequenzen mit wahlweise englischer oder japanischer Sprachausgabe vorangetrieben - eine deutschsprachige Untertitelung lässt sich ebenfalls hinzuschalten.

    Technisch wirkt ".hack: Infection" zwangsläufig etwas veraltet. Die Umgebungen sind oft wenig detailliert und wirken in größeren Arealen recht matschig aufgelöst. Dafür läuft das Spielgeschehen auch in den effektüberladenen Kämpfen sehr flüssig ab, Ruckeleinlagen gibt's nur hin und wieder in den Städten, wenn viele NPCs unterwegs sind. Die Spielcharaktere sehen technisch insgesamt gut aus und wurden sehr abwechslungsreich gestaltet - Anime-Fans werden die vielen Spielfiguren schnell ans Herz gewachsen sein. Jede einzelne Waffe im Spiel sieht übrigens anders aus und ist auch so an der Spielfigur zu erkennen, bei der weiteren Ausrüstung ist dies leider nicht der Fall. Das Design der Monster reicht von klassischer Fantasy bis hin zu japanisch-abgefahrenen Kreationen jenseits der Standardkost. Im Bereich Musik gibt sich ".hack" von einer eher unauffälligen, jedoch passenden Seite irgendwo zwischen Konserven-Klassik und Nippon-Pop.

    HINWEIS: Dem ".hack: Infection"-Paket liegt eine DVD bei; diese enthält die erste von vier Folgen der Mini-Serie ".hack: Liminality", die einen Nebenstrang der gesamten, epischen Geschichte erzählt. Ebenfalls auf der DVD befinden sich noch eine Art-Gallery sowie einige Interviews mit den Machern der Serie.

    .hack Part 1: Infection (PS2)

    Singleplayer
    8,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hoher Suchtfaktor
    geniale Spielidee
    viele Waffen u. Skills
    etliche Monsterklassen
    interessantes Keyword-System
    gut ausgearbeitete Charaktere
    gute Story
    keine Internetanbindung benötigt
    Bonus-DVD
    hoher Suchtfaktor
    teils eintöniges Dungeon-Design
    aufgrund fehlender Shortcuts etwas umständliche Kämpfe
    Wartezeit auf den zweiten Teil
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989742
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http://www.gamezone.de/hack-Part-1-Infection-Spiel-5108/Tests/hack-Part-1-Infection-im-Gamezone-Test-989742/
12.03.2004
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