In jedem Jahr dokumentiert Nintendo die Länder der Welt in denen Raubkopien und illegale Bootlegs besonders boomen und leitet diese Liste an die zuständigen amerikanischen Behörden weiter. Welche Länder landeten als in diesem Jahr auf der Liste und welche Vergehen finden in den besagten Ländern besonders massiv statt?
Natürlich findet man hier die „üblichen Verdächtigen“ wieder und so reihen sich auch in diesem Jahr Länder wie China, Brasilien, Korea, Mexico, Paraguay aber auch Spanien in die Liste ein. Hong Kong war im letzten Jahr ebenfalls noch vertreten, doch wurde in diesem Jahr von der Liste entfernt was bedeutet, dass die Reglementierungen hier scheinbar greifen.
Anbei die entsprechende Auflistung der „auffälligen“ Länder inklusive entsprechender Bemerkung durch Nintendo:
China:
China setzt die Produktion illegal kopierter Produkte mit Nintendo-Logo fort. Die Angebote via online Shoppingseiten wachsen stetig und zahlreich, weswegen die Hilfe der Regierung dringend benötigt würde um dem Einhalt zu gebieten. Da diese Produkte nicht nur in China, sondern auch den USA verkauft werden, wird somit auch ein Schlüsselmarkt geschädigt. Die beste Methode dies einzudämmen wäre ein Stop verdächtiger Schiffsladungen, welche die Kopien außerhalb Chinas in die Länder bringen. China sollte im kommenden Jahr daran arbeiten Barrieren in ihren Gesetzten zu überwinden um diesem Treiben beizukommen.
Korea:
Die Internetpiraterie wächst beständig, wobei mehrere Möglichkeiten angeboten werden, damit illegal erstelle Nintendo Software via Umbau abgespielt werden kann. Dennoch konnten über 75.000 Softwarepiraten ergriffen und entsprechend bestraft werden, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die Regierung in diesem Fall aktiv ist und strikter gegen die „Diebe geistigen Eigentums“ vorgeht. Dies ist vor allem im Zuge des Freihandelsvertrages zwischen Korea und den USA enorm wichtig.
Brasilien:
Die Aktionen des Staates gegen die illegale Softwarepiraterie haben das Problem leider nicht beseitigt und werden als zu mangelhaft eingestuft. Im Jahr 2008 gelang es den dortigen Grenzkontrollen nicht ein einziges Mal, illegal erstellte Nintendo-Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Auch die Internetpiraterie konnte nicht eingedämmt werden und wächst stetig, während keinerlei Schritte dagegen unternommen werden. Hohe Tarife und Steuern setzen auch Marktsperren für gesetzmäßige Videospielprodukte fest.
Mexico:
Die Piraterie-Gegenmaßnahmen der mexikanischen Regierung sind komplett unzulänglich. Die Regierung muss dieses Problem endlich ernster nehmen und ihre bestehenden Gesetzeswerkzeuge entsprechend nutzen. Es ist löblich, dass Mexiko am „Anti-Fälschung-Handelsabkommen“ teilnimmt, doch müssen nun weitere Schritte nach vor getätigt werden. Ein weiterer Pluspunkt war die Schulung von Postmitarbeitern, damit diese die entsprechenden Warenzeichen kennen und auseinanderhalten können.
Spanien:
Die dort verfügbare Zahl von Raubkopien ist alarmierend. Die Internetseiten, welche illegale Kopien anbieten und die ungültige Nintendo-Software verbreiten sind gestiegen und müssen adressiert werden. Auch hier hält es Nintendo für nötig, der entsprechenden Ausbildung von Zollbehörden der europäischen Gemeinschaft obere Priorität einzuräumen, um im Kampf gegen Piraterie erfolgreich zu sein. Zollbehörden spielen hierbei eine enorm wichtige Rolle, um die Rechte geistigen Eigentums zu schützen und Nintendo sieht Pluszeichen in diesem Bereich. Nintendo wäre erfreut über weitere Informationen, inwiefern man zukünftig gegen Softwarepiraten vorgehen wird.
Paraguay:
Die Korruption im Land hemmt die Anti-Piraterie Bemühungen immens, zumal illegal erstellte Produkte ohne große Schwierigkeiten ins Landesinnere gelangen und auch dort produziert werden. Auch hier sind schärfere Grenzkontrollen und härtere Strafen von Nöten um das Piraterie-Problem einzudämmen.