Der Shooter Six Days in Fallujah behandelt ein Thema, welches Publisher Konami am Ende scheinbar doch zu brisant war, weswegen der Hersteller sich letztendlich zurückzog. (gamezone.de berichtete:
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=73256 )
Das bedeutete jedoch nicht den Tod des Projekts, denn die Entwickler von Atomic Games halten weiterhin an dem Konzept fest, stehen aber derzeit ohne Publisher da. Dies könnte sich jedoch bald ändern, wie Atomics Boss Peter Tamte nun gegenüber Newsweek bekannt gab:
“Wir sind in Kontakt mit einer Menge Leute die großes Interesse an dem Projekt haben. Aber im Endeffekt fühle ich mich wesentlich besser wenn ich etwas Handfestes unterschrieben habe und die Schecks ins Haus flattern.“
Auch Tracy Miller die einen Sohn im Irak-Krieg verlor und zudem akademische Beraterin an der Marylands Towson University ist, glaubt daran, dass Atomic im Grunde genommen diejenigen ehren möchte, welche in Fallujah fielen. Außerdem sagt sie offen, dass Six Days in Fallujah sicherlich ein Spiel wäre, welches ihr Sohn gern gespielt hätte. Dieser starb vor den Augen eines New York Times-Reporter, welcher mit der Bravo Einheit unterwegs war um Bericht zu erstatten, als der tödliche Schuss fiel.
“Es ist bestimmt nicht die Intention der Entwickler die Gemüter zu erhitzen, doch scheinbar ist es unmöglich niemandem vor den Kopf zu stoßen,“ so Miller hierzu.
Und obwohl das Spiel reale Geschehnisse wieder spiegeln sollte, haben die Entwickler von Anfang an davon abgesehen, reale Namen und existierende Personen als Charaktere zu verwenden.
“Ich habe große Ehrfurcht vor unseren Truppen in Uniform und deren Familien, weil sie Freunde und Familie opfern um für die Freiheit zu kämpfen. Aus diesem Grunde würden auch niemals Marines im Spiel auftauchen, die auch in Wirklichkeit gefallen sind,“ so das Statement von Tamte.
Derzeit ist Peter Tamte, wie erwähnt, im Gespräch mit anderen Herstellern, doch um das Spiel komplett fertig zu stellen, würden laut seiner Aussage „mehrere Millionen“ US-Dollar benötigt und abermals einige Millionen in die entsprechende Vermarktung fließen.
“Immerhin versuchen wir etwas zu tun, was es in dieser Form noch nie zuvor gab. Normaler Weise benutzen viele Menschen unterschiedliche Referenzpunkte zu Dingen die sie kennen, um einen entsprechenden Bezug herzustellen. Da dies bei unserem Spiel nicht möglich ist, gibt es diese Probleme mit denen wir zu kämpfen haben. Die Leute verstehen wahrscheinlich erst, wenn sie ein finales Ergebnis sehen werden,“ so Tamte abschließend.
Im Gegensatz zu Atomic Games, haben sich die Verantwortlichen von Konami nicht weiter zu ihren „Rückzug“ geäußert. Bleibt also abzuwarten, was es in Zukunft noch in Bezug auf Six Days in Fallujah zu berichten gibt.