Peter Pan: Legende von Nimmerland im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Walt Disney hat immer Konjunktur, soll heißen, auch ohne besonderen Grund, wie einen Kinofilm oder ein Jubiläum, kann man mal schnell eine Disney-Figur in ein Videospiel packen und der Disney Fangemeinde offerieren. So geschehen mit dem neuesten Werk aus dem Hause Disney-Interactive, welches uns einlädt ein neues Abenteuer mit Peter Pan zu erleben. Wir schlüpfen also in die Rolle des fliegenden Peter und treten gegen die bösen Piraten an, welche aus noch ungeklärten Gründen die Kinder von Nimmerland entführten. An ihm liegt es also, die Entführten wieder zu finden und aus den Armen des bösen Captain Hook zu befreien.

Im Spiel selbst erwartet uns zum einen der normale Jump'n Run Mode, woraus der Grossteil des Games besteht, und dazwischen eingestreute Flugsequenzen, die aber so einfach gehalten wurden, dass sie kaum einer Erwähnung wert sind. Wir steuern also unseren Helden durch die linear aufgebauten Level, welche sich nicht nur durch ihren einfachen Aufbau auszeichnen, sondern auch durch ihre extreme Farbenflut. Nur wenige Spiele schaffen es eine derartig bunte Welt auf den Schirm zu zaubern. In Verbindung mit dem heile Welt Sound der einen ständig umgibt, selbst im Zweikampf mit einem der Piraten, versinkt man so innerhalb kürzester Zeit im Disney-Universum, begegnet 20 bekannten Figuren die allesamt mit ihrer bei uns bekannten deutschen Synchronstimme sprechen, und merkt nicht mehr wie die Zeit vergeht. Selbstverständlich wurde "Pater Pan" auf das jüngere Klientel zugeschnitten, weswegen die Level nie zu schwer sind und sich die Charaktere alle sehr kindgerecht geben und sprechen.

Die Grafik gibt sich, wie bereits erwähnt, sehr bunt und Comic-like. Da die Sicht nie besonders weit reicht, konnten die Level umso detaillierter dargestellt werden, auch wenn sie sich, zumindest die Themengleichen, sehr ähnlich sind. Mitunter vermeint man einen bereits geschafften Level noch mal zu beginnen, so gleichen sie sich. Dafür wurde technisch nicht geschlampt, es gibt praktisch keine Klipping-Fehler, PopUps oder andere Unschönheiten.

Die Soundkulisse erklingt ebenfalls in bester Disney-Manier. Ständig dudelt eine penetrant nette Musik im Hintergrund während sich die Charaktere überdeutlich miteinander unterhalten oder versuchen den Spieler am Geschehen teilzuhaben, indem sie ihn loben oder Hinweise geben. "Hui, jetzt fehlt mir nur noch der Schlüssel. Oih, das war aber knapp" etc..

Über die Steuerung kann man kaum ein Wort verlieren, denn so einfach wie sie aufgebaut ist, so gut funktioniert sie auch. Der Analogstick dient zum steuern von Peter Pan und auf der Kreuztaste liegt die Funktion zum Springen. Daneben existiert nur noch die Quadrat-Taste, mit der Peter Pan sein Messer zückt um einen Zweikampf zu bestehen. Vor diesen Zweikämpfen brauchen besorgte Eltern übrigens keine Angst haben, denn sie wurden dermaßen lustig umgesetzt, dass Aggressivität kaum aufkommen kann. Der Besiegte dreht meist noch eine Pirouette, bevor er kraftlos umfällt, nach bester Slapstick-Manier.

Meinung

Wertung zu Peter Pan: Legende von Nimmerland (PS2)

Wertung:

6.8 /10
Pro & Contra
Das Disney-Flair wurde wunderbar eingefangenHervorragend für die jüngeren Videospieler/innen geeignet
Für geübte Spieler zu einfach

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