Virtua Tennis 2 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Auf dem Dreamcast hat sich "Virtua Tennis" ja schon längst als Referenz etabliert. Nun kommen auch PS2 Spieler in den Genuss eines der besten Tennisspiele überhaupt spielen zu können. Dabei liegt das Geheimnis des Erfolges von "Virtua Tennis" sicher nicht an der Nähe zur Realität, sondern an dem ausgeglichenen Gameplay, welches sich perfekt zwischen eines Simulation und einem Arcadegame ansiedelt. Obwohl es nur zwei Tasten für die verschiedenen Schläge gibt, kann man natürlich wesentlich mehr ausführen, indem man mit dem Steuerkreuz kombiniert, womit man den Ball, flach oder hoch halten kann bzw. schnell oder langsam über das Netz schweben lässt. Rookies können so sofort an einem Spiel teilnehmen, ohne gleich das Handbuch studieren zu müssen, aber auch die Profis werden noch ausreichend gefordert, da die Computergegner in den beiden hohen Schwierigkeitsgraden wirklich alles geben.
An Spielmodi bietet "Virtua Tennis 2" genau das was man erwartet. Zu Beginn stehen uns acht Speielr zur Auswahl, was wesentlich weniger sind als z.B. schon bei "Virtua Tennis 1" für den dreamcast. Mit ihnen kann man in einem Einzelspiel seine Fertigkeiten trainieren um dann im Turnier gegen die bekannten Größen anzutreten. Selbstverständlich gibt es diverse Beläge mit verschiedenen Eigenschaften, wie Sand, Rasen, Halle oder Hartplatz. Wem die Computergegner nicht genügen der kann auch per Splitscreen mit bis zu vier Spielern gleichzeitig an einer einzigen PS2 spielen.

Das Gameplay ist im Grunde recht einfach aufgebaut und weiß gerade deswegen so zu überzeugen. Zwar ist so mancher Gag in das Game eingebaut, wie eine Art Bowlinggame auf dem Tennisplatz oder der Kampf gegen fünf Ballmaschinen, der Schwerpunkt aber liegt definitiv im Arcade und Meisterschafts-Mode. Hierin liegt allerdings die Gefahr begraben, dass Hardcore-Gamer spätestens nach der zweiten Meisterschaft die Motivation verlieren das Spiel noch einmal anzufassen, dafür macht es im Multiplayer-Mode immer wieder Spaß.

Die Grafik hat sich im Vergleich zur Dreamcast Version kaum geändert, ist aber gut gelungen und wartet sogar mit dem ein oder anderem Filter auf. Die ganzen Spielereien wie die Schatten der vorüberziehenden Wolken oder der aufgewirbelte Staub bei gestolperten Spielern wurden beibehalten und sorgen immer wieder für einen AHA-Effekt.

Die Soundkulisse wirkt etwas sparsam, obwohl die Ball- und Spielergeräusche wirklich realistisch klingen und auch das Publikum sich immer wieder zu Wort meldet, könnte ein unbedarfter Zuhörer meinen einem Tennismatch im TV beizuwohnen, welches ja auch immer wieder stillere Passagen beinhaltet. Anscheinend war dies den Entwicklern durchaus bewusst, weswegen die Background-Musik , selbst im Spiel, nie ganz verebbt.

Meinung

Wertung zu Virtua Tennis 2 (PS2)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Schneller Einstieg ins Gametrotzdem sehr tiefes Gameplay
Kommt doch schon langsam in die Tage

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk