Moto GP Ultimate Racing Technology 2 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ultimate Online-Racing in Perfektion

Mit MotoGP 2, nicht zu verwechseln mit der MotoGP Reihe aus dem Hause Namco, ist THQ wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Wenn man den Entwicklern glauben darf, handelt es sich dabei um das technisch ausgereifteste Motorradrennspiel überhaupt, was man dem Game gerne abnimmt. Denn egal ob man im Arcade-Mode über die Pisten heizt oder doch lieber den Simulations-Mode bevorzugt, immer zeigt sich MotoGP 2 von seiner Schokoladenseite. Doch auch die vielen verschiedenen Spielmodi können begeistern, die offline wie online alles bieten was man erwarten darf.

Offline stehen uns 16 offizielle Strecken und 22 Fahrer der Saison 2002 zur Verfügung, sowie vier neue Maschinen die es im Vorgänger noch nicht gab. Klar, dass es das Einzelrennen, das Zeitrennen und natürlich die Meisterschaft gibt, welche dazu dient Strecken und Videos freizuschalten. Die Videos beinhalten übrigens die besten Szenen der Saison 2002 und sind wirklich ein Schmankerl für Fans des zweirädrigen Motorsports. Auch die Herausforderungen sind wieder mit von der Party, dieses Mal über 50 Stück davon. Damit also ist man schon eine Zeit lang beschäftigt.

Der Punk aber geht erst beim online Spielen so richtig ab, das am PC per Gamespy realisiert wurde, denn die online Features sind vorbildlich ins Spiel integriert. Egal ob man ein schnelles Rennen oder eine Meisterschaft mit insgesamt 16 Fahrern austragen will, alles ist nur einen Tastendruck entfernt und sehr übersichtlich gestaltet.
Einzig im Rennen selbst kam es bei unserem Test schon Mal zu einem Verbindungsabbruch oder leichten Rucklern in der Bildwiedergabe, was aber stark von der Qualität der eigenen Verbindung abhängen dürfte. Dafür haben die Entwickler alles getan um das unfaire Abkürzen zu unterbinden, indem die Motorräder abseits der Strecke extrem abgebremst werden. Dies sollte wieder für faire Highscores und Bestzeiten sorgen, was ja beim Vorgänger leider nicht mehr der Fall war.

Die Physik der Motorräder wird von der Engine schon sehr realitätsnah simuliert und erlaubt dem Spieler eine Einstellung in Prozent vorzunehmen. So kann man sich vom Arcade Mode quasi stufenlos bis zur Simulation vorarbeiten.
Was uns allerdings weniger gefallen hat ist das ausgelagerte Konfigurationsmenü für die Steuerung. Anders als bei der Konsolen-Version nämlich muss man in einem sehr unübersichtlich und schwer zu bedienendem Tool sein Eingabegerät einrichten. Dieses präsentiert sich in purstem ASCII Look und verlangt die manuelle Zuweisung jeder einzelnen Funktion per Tastatur, das zu benutzende Eingabegerät wird nicht unterstützt und funktioniert erst im Game selbst. Da Climax noch dazu die Nummerierung der Tasten/Funktionen bei Null beginnen lässt, obwohl Windows bei Eins zu zählen beginnt, sind Fehlkonfigurationen bereits vorgezeichnet und man darf mehrere Anläufe machen bis man endlich das Gewünschte Gamepad benutzen kann.

Die gebotene Grafik glänzt vor allem wegen ihres Geschwindigkeitseindrucks, der ab 200 km/h von einem leichten Motion Blur Effekt unterstützt wird, der aber so dosiert eingesetzt wird, dass es nicht gleich das ganze Bild verschmiert. Ganz im Gegenteil entsteht ein schöner Tunnelblick mit leichter perspektivischer Verzerrung. Die Pisten selbst orientieren sich, der Lizenz sei dank, stark am Original und besitzen demzufolge einen recht hohen Wiedererkennungswert. Rennspielern dürften die Strecken sowieso schon aus anderen Racern bekannt sein. So liegt es in der Natur der Sache, dass manche Strecke etwas karg wirken, andere wieder vor Details nur so strotzen. Die Motorräder selbst hingegen, inklusive der Fahrer, sind durch die Bank sehr gut gelungen und gefallen wegen ihrer hohen Polygonanzahl genauso wie ihren gelungenen Animationen. Zu bemängeln gibt es eigentlich nur die hüpfenden Motorräder der anderen menschlichen Mitspieler im Online-Game, die so gar nicht in das ansonsten perfekte Erscheinungsbild passen.

Die Soundkulisse wartet vor allem mit gut gelungenen Motorsounds auf, die sich selbstverständlich von Bike zu Bike unterscheiden, denn eine dreizylindrige Aprilia hört sich eben anders an als eine japanische Honda mit doppelter Drehzahl. Selbst wenn man die erarbeiteten Erfahrungspunkte benutzt um seine Maschine zu tunen wird der Sound das Maschine bissiger und rauer. Doch auch die nicht zu unterschätzenden Umweltgeräusche klingen sehr real und wurden hervorragend erstellt, z.B. wenn man die Piste verlässt und im Schotter zu stehen kommt, vermeint man tatsächlich die Steinchen zu hören wie sie einem um die Ohren fliegen. Der Soundtrack bietet uns, gut zum Thema passend, harte rockige Töne, die man aber auch nicht Heavy Metal Fans zumuten kann. Sehr schön auch der Eindruck der entsteht wenn man einen Unfall baut und die Musik komplett weggeblendet wird, damit die Crashsounds auch richtig zur Geltung kommen.

Meinung

Wertung zu Moto GP Ultimate Racing Technology 2 (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Geniale Enginesuchtförderndes Gameplayoffline wie online viele verschiedene Spielmodi
Selten auftretende Framedropsmisslungenes Konfigurationsmenü für die Steuerung

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