Twisted Metal: Black - Online im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Shoot and forget it...

Mancher wird sich noch an den inzwischen leicht angestaubten Destruction Derby Clone Twisted Metal: Black erinnern, bei dem man sich mit mehreren Spielern in waffenstarrenden Gefährten gegenseitig den Garaus zu machen versuchte. Wer nun denkt, dass der neueste Titel Twisted Metal Black Online, welcher zusammen mit dem PS2 Netzwerkadapter zum Kauf angeboten wird, das gleiche Spiel darstellt welches man um einem Online-Part bereichert hat, der irrt leider. Denn wie einem der Name vielleicht verrät handelt es sich bei diesem Game um ein ausschließlich online zockbares, den kompletten Offline-Part hat man entfernt, was das Spiel ohne den Netzwerkadapter nutzlos werden lässt.

Für alle die sich noch nichts unter diesem Spiel vorstellen können einige erklärende Worte. In mehr oder minder großen Arealen, welche durch die Bank sehr duster und dreckig gehalten wurden, ist es das Ziel des Spiels mit dem eigenen Gefährt die Gegner schneller zu verschrotten als man selbst in Einzelteile zerlegt wird. Dazu stehen uns an Fahrzeugen vom Motorrad bis zum LKW alles zur Verfügung was in der Lage ist Waffen zu tragen oder anderweitig Schaden anzurichten, wie z.B. der Schaufellader der gleich Tonnen an Gestein durch die Gegend katapultieren kann. Vom Gameplay her unterscheiden sich die angebotenen Spielmodi kaum, denn egal ob man Deathmatch oder Letzter Mann spielt, immer geht es nur darum möglichst schneller als die Mitspieler die herumliegenden Waffen einzusammeln und den Gegnern das Fahrzeug zu zerstören. Um das Spiel auch spielen zu können wenn man augenblicklich keine passenden Mitspieler im Netz findet, besteht die Möglichkeit auch Bots einzuschalten, sich also mit computergesteuerten Charakteren zu messen. Ebenfalls erlaubt es TM:B per Netzwerkadapter mehrere PS2's lokal miteinander zu vernetzen, was augenblicklich noch ziemlich einmalig auf dieser Konsole ist.

Das gebotene Gameplay schafft es leider nicht besonders lange zu motivieren und dürfte nur Freunde von Endzeitstimmung länger vor den Schirm fesseln. Denn die gebotenen Spielmodi lassen etwas an Abwechslung vermissen und die gebotene Grafik schlägt mit der Zeit aufs Gemüt. Einzig wer schon mit dem Vorgänger seinen Spaß hatte sollte sich den Titel zwecks des Online-Features einmal näher ansehen.

Die Steuerung kommt mit wenigen, schnell zu begreifenden Tasten für Gas und Bremse, dem Waffenwechsel und die primäre und sekundäre Schussfunktion aus. Der Waffenwechsel vollzieht sich recht schnell, weniger schnell allerdings reagiert die Lenkung was man deutlich bemerkt will man den Wagen schnell in eine bestimmte Richtung lenken, was nicht selten in einem Zickzack-Kurs endet. Besonders das Aufnehmen mehrerer Goodies hintereinander wird dadurch ziemlich erschwert.

Die gebotenen Maps zeigen uns viel Braun und Grau sind aber im Gegenzug recht interaktiv gestaltet. Es gibt also viele Objekte, von einzelnen Betonblöcken über herumliegenden Schrott bis hin zu ganzen Konstruktionen die mit purer Gewalt zerstört werden können. Trotz der dusteren Grafik besitzt das Game aber gut gemachte Explosions- und Feuereffekte und auch der gezeigte Regen kann gefallen, auch wenn der Funkenflug oft nur in Form von gelben Pixelreihen realisiert wurde die nicht so ganz zu den plastischen Explosionen passen.

Meinung

Wertung zu Twisted Metal: Black - Online (PS2)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Mitgelieferter PS2 Network-Adapter
Ausschließlich online spielbarwenige und ausgelutschte Spielmodidurch die Bank trübe Grafikzögerlich reagierende Lenkung

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