Robocop im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

In inzwischen drei Filmen und nicht nur einem Videospiel, ich erinnere mich hierbei besonders an Robocop vs. Terminator für das NES, hat man das Thema um den Superpolizisten schon aufgekocht. Dies allerdings hielt Titus nicht davon ab sich dem Thema erneut zuzuwenden und uns einen durchschnittlichen Egoshooter mit so mancher spielerischen Innovation zu präsentieren.

Sich in das Spiel einzufinden fällt nicht schwer, da man das Joypad mit den bekannten Steuerungsmechanismen belegt hat. Da man diese aber nach seinen eigenen Wünschen umstellen kann, sollte jeder Spieler seine bevorzugte Steuerungsart finden. So betritt man also die auf den ersten Blick etwas sauber und klinisch wirkenden Level, die aber schon nach kurzer Spielzeit erkennen lassen, dass man allerlei Dinge zumindest in die Luft jagen kann. Verstecken sich in irgendwelchen Kisten noch einzusammelnde Goodies für das Schild und die Power unseres Robocop, können wir herumstehende Benzinfässer auch ganz gezielt zum Ausschalten von in der Nähe stehenden Gegnern benutzen. Ebenso ist jede Scheibe zerstörbar und die Autos auf der Strasse wackeln sogar wenn man sie unter Beschuss nimmt. Im weiteren Verlauf des Spiels bekommt Robocop noch so manche beeindruckende Waffe wie z.B. den Raketenwerfer, der taugt um ganze Straßensperren wegzublasen. Eine der besonderen Fähigkeiten Robocops ist das mehrfache Aufnehmen von Zielen. Damit ist es möglich jeweils ein weiteres Ziel anzuvisieren oder sich wieder auf ein einziges zu beschränken. In der Praxis ist dies aber kaum nötig, da jedes vermeintliche Ziel mit einem überdeutlichem Rahmen versehen wird und uns dessen Farbe auch noch verrät ob anvisierter Gegner sich bereits ergeben hat. In dem Falle dürfen wir nämlich keinen weiteren Schuss mehr auf ihn abgeben, da dies als Gesetzesbruch geahndet wird und Robocop für mehrere Sekunden mit einer verrauschten Sicht und langsameren Gang bestraft wird, während in großen roten Lettern "Halte dich an das Gesetz" eingeblendet wird.

Das Gameplay bietet uns eigentlich, bis auf die Features des mehrfachen Zielaufnehmens oder die doch sehr interaktiv gestalteten Level, kaum Abwechslung und schafft es auch nicht ganz das erwartete Robocop-Feeling aufkommen zu lassen. Zwar sind die originalen Stimmen verwendet worden und das Game hält sich eng an die filmische Vorlage, durch die sauberen Level aber und die billige Präsentation, die sich anscheinend etwas an "Headhunter" bedient hat, verliert das Spiel viel von seinem Potenzial. Dazu gesellen sich noch so nervige Kleinigkeiten wie das Speichersystem, welches dem Spieler nur erlaubt zwischen den neun gebotenen Leveln zu speichern, eine Quicksave-Funktion oder Ähnliches existiert nicht. Dies bedeutet nach einem Fehler den kompletten Neubeginn des aktuellen Levels.

Die Soundkulisse hinterlässt ebenfalls einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn zum einen sind die Geräusche recht gut umgesetzte worden, zum anderen aber hört sich so manche deutsche Synchronstimme mehr als schrecklich an und etwas Musik hätte dem Spiel auch nicht geschadet. Für einen Egoshooter bietet Robocop auf alle Fälle etwas wenig Bums im Soundbereich. Zudem beginnt einem das Servosummen von Robocop schon ziemlich bald auf die Nerven zu gehen.

Meinung

Wertung zu Robocop (XB)

Wertung:

7.2 /10
Pro & Contra
Innovatives ZielsystemOriginalstimme für Robocopnicht zu kurze Einzelmissionensehr interaktive Level
Keine Speichermöglichkeit zwischen den Levelnetwas klinisch wirkende Levelschreckliche Synchronisierung der Gegnermitunter etwas still für einen Egoshooter

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