Final Fight: Streetwise im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Satte 16 Jahre nach der Serien-Premiere erscheint mit diesem Beat'em'Up ein Genrevertreter der etwas anderen Art.

Ordentliches Bonusmaterial

Final Fight: Streetwise Final Fight: Streetwise Neben dem ca. 5-6 Stunden langen Storymodus bietet "Final Fight: Streetwise" aber noch mehr: Ein so genannter Arcade-Modus lässt euch die Helden des Spiels auch zu zweit auf althergebrachte Weise durch speziell ausgelegte Arcade-Levels schicken. Hier geht es dann wie einst beim Original zur Sache, nach drei verbrauchten Leben ist Schluss und wer besonders gut war, darf sich sogar in die Highscoreliste eintragen. Allerdings werden mit diesem Spielmodus nur echte Freaks ihren Spaß haben, da man den Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu den Vorgängern ordentlich angezogen hat. Wer es dann doch lieber wie in den guten alten Zeiten hat, darf natürlich im Bonusmenü auch "Final Fight" als Automaten-Emulation starten. Die Umsetzung des Klassikers hätte zwar etwas ruckelfreier sein können, trotzdem ist das obligatorische Wiedersehen mit den alten Prügelknaben ein sehr vorbildlicher Bonus - schade nur, das man nicht auch gleich noch Teil zwei und drei mit auf die DVD gepackt hat.

Absolut kein Volltreffer: Die Technik

Final Fight: Streetwise Final Fight: Streetwise Die Grafik von "Final Fight: Streetwise" ist selbst auf der Xbox ein optischer Totalausfall und lässt selbst die 2D-Pixelgrafik des Originals im Vergleich noch besser aussehen. Bis auf die liebevoll eingerichteten Geschäfte und Bars kommt die genauso verwaschen wie öde dargestellte Umgebungsgrafik nicht mal auf Durchschnittsniveau, bei den Charakteren verhält sich das sehr ähnlich. Grundsätzlich leidet die Grafik des Spiels auch noch unter einer unverständlichen Farblosigkeit, welche den Vorgängern überhaupt nicht gerecht wird. Zu gerne hätten wir uns auch in "Streetwise" wieder mit knallbunten Punkern und Rockern angelegt, doch diesmal stehen höchstens immer gleich aussehende Quadratschädel auf dem Programm. Zudem ist das ganze Bild meist von einem merkwürdigen Grauschleier überzogen, was die farblosen Matsch-Texturen nicht unbedingt besser aussehen lässt. Wie bereits erwähnt, ist wenigstens die Vertonung der Hauptdarsteller sehr gut gelungen, auch wenn deren Sprüche nur etwas für Erwachsene mit guten Englischkenntnissen sind. Die Musik kann sich ebenfalls hören lassen: Neben einigen HipHop-B-Seiten sind auch wirklich gelungene Titel von Skipknot, Fear Factory, RZA und anderen vertreten. Neue Songs können übrigens direkt im Spiel von den erkämpften Dollars gekauft werden.

Meinung

Wertung zu Final Fight: Streetwise (PS2)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
derbe Sprüchederbe Prügeleienspaßiges Wiedersehen mit alten 16Bit-Heldenordentliche Steuerungtrashiges aber dennoch spaßiges Gameplayzahlreiche Minigamesgute Sprechersehr gute MusikOriginal als Bonus enthalten
wirklich hässliche Grafiküble Präsentationeintöniges Gameplaystellenweise ungünstige KameraKampfsystem bietet wenig Ansprucheigentlich nur für SNES-Veteranen geeignet
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