Lest in unserem Review ob uns das diesjährige Ski Racing ebenso gut gefiel wie der Vorgänger.
Glitzernder Schnee, rasante Abfahrten und johlende Fans sind es, die uns im aktuellsten Ski Racing 2006 aus dem Hause ColdWood geboten wird. Auch dieses Jahr wieder ist Hermann Meier der Namensvetter dessen Konterfei nicht nur auf der Verpackung prangt, sondern gegen den wir auch in Person antreten dürfen. Doch ist er es nicht alleine, der versucht den glitzernden Pokal des Weltcups abzustauben.
Hals und Beinbruch
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Bevor wir uns das erste Mal die Hänge hinabstürzen können basteln wir uns einen Sportler nach unseren Vorstellungen. Wie in ähnlichen Sportspielen wählen wir aus verschiedenen Gesichtern, Anzügen und Sportmaterial aus, bis er geworden ist was wir erwarten. Sodann sind wir nur noch einen Tastendruck von der ersten Abfahrt entfernt. Klar, dass uns Ski Racing 2006 die bekannten vier Disziplinen "Slalom", "Riesenslalom", "Super-G" und natürlich die "Abfahrt" bietet. Können wir im freien Spiel noch wählen welche Piste bzw. welche Disziplin wir fahren möchten, sind diese in der Karriere chronologisch vorgeschrieben.
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Die schnellste aber sicher nicht die einfachste Disziplin ist die Abfahrt, bei der wir zwar ohne Probleme selbst mit schlechter Ausrüstung die schnellsten Zeiten erreichen, gleichzeitig aber auch die katastrophalsten Stürze hinlegen können. Die Kunst bei der Abfahrt ist es den Fahrer möglichst immer in der Hocke zu belassen ohne die Kanten einzusetzen welche viel Geschwindigkeit kosten. Das funktioniert natürlich nur wenn man die Strecken bereits einigermaßen kennt und die uneinsehbaren Kurven schon früh genug anschneidet. Vor Sprüngen müssen wir unseren Fahrer rechtzeitig dazu bringen die Beine anzuziehen und in eine möglichst stabile Lage zu kommen, damit wir nicht mit ausgestreckten Armen über die Hügel hopsen.
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Ganz anders hingegen funktioniert der Slalom, wo es am wichtigsten ist den richtigen Takt zu finden und immer schön flüssige Drehungen zu vollführen. Nur dann erreichen wir die Bestzeiten, denn je staksiger und steifer wir uns um die Stöcke winden, desto langsamer sind wir. Sehr schön in diesem Zusammenhang, dass man nun nach dem Auslassen eines Tores nicht mehr gleich disqualifiziert wird, wie das noch beim Vorgänger der Fall war. Das war nämlich recht frustrierend, weswegen man dieses Feature nun nur noch auf Wunsch in den Optionen aktivieren kann.
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Der Riesenslalom und der Super-G fahren sich wie eine Mischung aus Abfahrt und Slalom, einfach deswegen weil man aus beiden Disziplinen erlernte Techniken einsetzen muss. Den Fahrer an den entsprechenden Stellen in die Hocke zu bringen um Geschwindigkeit aufzunehmen ist ebenso wichtig wie das rechtzeitige Kanten einsetzen ohne jedoch zuviel Kraft aufzuwenden. Wenn wir es besonders riskant mögen können wir auch versuchen so viele Stangen als möglich zu touchieren ohne sie umzufahren, das gibt nämlich noch einmal eine extra Belohnung.
Apropos Belohnung: Im Laufe der Karriere schüttet das Spiel natürlich allerlei Dinge aus welche die Leistung unseres Sportlers steigern, oder auch nur seine Optik ändern. Denn wo sich neue Skier noch direkt auf Geschwindigkeit oder Kurvengängigkeit auswirken, sehen neue Skischuhe oder Skibrillen einfach nur nett aus ohne funktionalem Vorteil. Doch ist es das Sportmaterial nicht alleine was unseren Sportler ausmacht, zusätzlich besitzt er noch vier Werte die wir aufleveln können.
Grafik & Sound
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Grafisch hat sich im direkten Vergleich mit dem Vorgänger kaum etwas getan. Der sah auch schon ganz gut aus, es mangelte nur etwas an den Animationen der Sportler, die besonders beim Slalom etwas unbeholfen wirkten. Hier hat man offensichtlich nachgebessert und die Fahrer bewegen sich nun angenehm flüssig. Doch auch die Geschwindigkeitseffekte sind wieder sehr gelungen und lassen einem spätestens bei 140 Sachen die Hosen flattern, und das mit dem Joypad in der Hand vor dem Fernseher sitzend. Wenn es uns dann zerreißt gibt es wirklich spektakuläre Stürze die wir auf Wunsch auch aufzeichnen können um sie später dem Freundeskreis zu zeigen.
Die Soundkulisse bietet uns leider noch immer keinen Kommentator. Der ist zwar nicht unbedingt nötig, hätte aber für die entsprechende Stimmung während der Abfahrten gesorgt. So jedoch bekommen wir eine fast schon simulationsartige Soundkulisse aus dem Flitzen des Schnees, das Klappern der Stöcke und dem Gebimmel und Gejohle der Zuschauer geboten. Lediglich in den Menüs gibt es eine musikalische Untermalung.
Xbox Live
Ski Racing 2006 featuring Hermann Maier
Es wurde zwar nie angekündigt, weswegen man ColdWood auch keinen Vorwurf machen kann, trotzdem wäre ein richtiges Online-Gaming per XBL schön gewesen. Stattdessen gibt es nur die auch schon vom Vorgänger her bekannten Online-Highscoretabellen. Etwas lästig ist es, dass man, obwohl man während des Spielens bei XBL angemeldet ist, man trotzdem nach jeder eingefahrenen Bestzeit bestätigen muss, dass man sie uploaden möchte. Das könnte auch automatisch geschehen, was praktischer wäre.
