Der fahrende Schadenssimulator Chrashday punktet mit seinem Online-Gaming und dem Strecken-Editor.
Was braucht es um große Jungs glücklich zu machen? Richtig, lärmende Motoren, Schmieröl auf den Händen und Waffen auf den Motorhauben, so muss es aussehen das Paradies für große Jungs die sich gerne das Blech am Auto verbeulen, denn nicht das Chrom ist es was sie begeistert, sondern schlicht die Freude am Kaputtmachen. Zugegeben, gerade neu ist die Idee nicht ein paar wildgewordene Fahrer in ihren bewaffneten Boliden gegeneinander loszulassen. Umso genauer haben wir uns den Titel angesehen.
Es ist Crashday
Crashday
Wie, eine Story bei einem Rennspiel? Braucht es nicht und gibt es nicht, denn die Autos sprechen für sich selbst und die gewählte Spielvariante entscheidet darüber was wir zu Schrott verarbeiten, unseren eigenen Wagen oder die der Gegner. Spielen wir eine Stuntshow geht es darum möglichst viele spektakuläre Stunts und Sprünge hinzulegen, für die es entsprechende Punkte abzugreifen gibt. Wer am Ende der Runde die meisten Punkte hat, hat die Runde gewonnnen. Ebenso einfach gestalten sich die Rennen, die man natürlich dann gewinnt wenn man als Erster die Ziellinie überfährt. Doch machen es einem die Gegner nicht leicht, die all ihre Waffen und Tricks einzusetzen um uns noch möglichst vor dem Ziel zu verschrotten. Klar, dass auch wir kräftig austeilen und neben viel Blei auch mal selbstlenkende Raketen ins Spiel bringen. So richtig Action gibt's aber erst im Karambolage Match, wobei es schlicht darum geht in der vorgegebenen Zeit so viele Autos wie möglich zu verschrotten. Erlaubt ist was da Spiel zulässt, und das ist ziemlich viel. Denn neben unseren Waffen können wir auch unser Auto selbst als Projektil benutzen und beispielsweise Gegner abschießen oder unter uns plattdrücken, wenn wir entsprechenden Sprung schaffen. Und weil wir nie alleine sind geht es entsprechend hoch her. Ebenfalls recht schnell spielt sich die Flaggenjagd, bei der jeder Spieler versucht die Flagge auf dem Spielfeld einzusammeln und sie dann über die angezeigten Checkpoints zu fahren. Logisch, dass alle anderen Spieler versuchen dies zu vereiteln, was zu entsprechenden Auflauf führt. Ziemlich ähnlich spielt sich das Bombengeschenk, welches man schnellstmöglichst an einen anderen Mitspieler abgeben sollte, bevor das Geschenk explodiert und wir ein Leben verlieren. Und wers noch eine Ecke spannender haben will spielt den Bombenlauf, bei dem praktisch dieselben Regeln gelten wie beim Bombengeschenk, allerdings besitzt die Bombe einen Sensor der sie explodieren lässt sobald eine bestimmte Geschwindigkeit unterschritten wird. Die letzte Spielvariante ist eigentlich keine mehr, denn hinter dem Testlauf verbirgt sich lediglich eine Art Freerun, wir können also das gewählte Gebiet frei erkunden und diverse Tricks ausprobieren und einstudieren.
Neben diesen Spielvarianten gibt es auch noch einige Minigames, wie die Kontrollpunktjagd, bei der man in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Kontrollpunkte in beliebiger Reihenfolge durchfahren muss. Oder den Weitsprung, der nichts mit dem RTL-Skispringen gemein hat, sowie die härtere Variante davon mit einer Bombe an Board, die einem idealer Weise noch einmal ein Stück weiter katapultiert.
Die technische Seite
Crashday
Wie bereits erwähnt sieht Crashday nicht schlecht aus und besonders die Autos scheinen mehr als gelungen. Doch auch die vielen Explosionseffekte, die herumfliegenden Trümmer und Partikel sowie die vielen zerstörbaren Objekte schmeicheln dem Auge. Dazu gesellt sich eine passende Soundkulisse aus viel berstendem Metall und rockigen Rhythmen. Trotzdem kann das Spiel seine Herkunft aus dem "Baukasten" nicht verbergen, praktisch alle befahrbaren Gelände erinnern etwas an Trackmania, so schön würfelförmig sind die Objekte angelegt, und der Boden sieht mitunter aus als würde er nicht zum Spiel gehören. Bei den Rennen offenbart sich zudem der recht niedrige Geschwindigkeitseindruck des fahrenden Schadenssystem. Die Steuerung der Bolliden funktioniert im Grunde recht gut, die verschiedenen Fahrzeuge lenken sich auch recht unterschiedlich, manche rech träge und manche erstaunlich flink, trotzdem ist es ein Leichtes den oder die Gegner aus dem Blickfeld zu verlieren. Da hilft einem auch die Taste zum Zurückschauen nicht viel, wenn die Mitstreiter ebenfalls versuchen uns zu umkreisen. Hier wäre eine Kamerafunktion praktisch gewesen die sich einfach an den nächsten Gegner heftet, so dass man ihn auch nicht aus den Augen verliert wenn wir panisch rangieren um den ankommenden Raketen auszuweichen.
Multiplayer
Crashday
Die meisten der angesprochenen Spielvarianten sowie die zur Verfügung stehenden Pisten kann man auch online nutzen. Wobei der Online-Part sowieso der Teil des Spiels sein dürfte der am längsten vor den Schirm fesseln wird können. Denn ein Computergegner kann einfach keinen menschlichen Gegenspieler ersetzen, der sich freut wenn er einen Treffer landet und sich ärgert wenn er abgeschossen wird. Denn von den Crash-Arenen bis zu den Rennen lässt sich alles auch online zocken.
Wenn man an einigen Spielen teilgenommen hat bemerkt man bereits wie beliebt die selbst erstellten Strecken sind, denn im Spiel enthalten ist ein Editor um diese selbst zu entwerfen. Mit etwas Geschick und Geduld ist es damit möglich Pisten auf die Beine zu stellen welche den Mitgelieferten in nichts nachstehen.
