Stubbs ergibt sich nicht seinem Schicksal als Zombie, er dreht den Spieß um und schlägt zurück.
Wer kennt sie nicht: Zombies, die leicht vermoderten, dezent nicht mehr ganz frischen Kaliber, die ihren Gräbern entsteigen, dank Voodoo Priestern wieder aufwachen oder aber dank geheimer Regierungsflüssigkeiten gern und oft zu willenlosen Wesen mutieren, die nichts anders als nur noch Verderben bringen. Stinkend und wenig sympathisch erscheinend wanken sie durch die Welt, immer auf der Suche nach einem leckeren Happen-Pappen, vorzugsweise Gehirn, um so das trostlose Dasein zu überstehen. Aber ist es wirklich so trostlos? Hat ein Zombie nicht wirklich mehr auf dem Kasten? Zahlreiche Filme und auch Spiele wollten uns das schon glauben machen und so wurde es Zeit für Stubbs, der euch beweist, dass Zombie sein durchaus seine witzigen Seiten haben kann. Wie das geht? Nun, kommt mit und lasst es euch schmecken!
Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse
Dürfen wir vorstellen? Edward "Stubbs" Stubblefeld, der wohl erfolgloseste Verkäufer, den die Welt je gesehen hat. Zahlreiche Versuche hat er unternommen, so z.B. Eis in der Wüste Saharas zu verkaufen oder aber Lebensversicherungen während der großen Wirtschaftskrise in den späten 20er Jahren. Und als er wieder einmal versuchte seine Dienstleistung an den Mann zu bringen, zog selbiger eine Schrotflinte und beförderte Mr. Stubblefeld ins Jenseits. Verbuddelt irgendwo in Pennsylvania, ohne Kreuz, ohne Grabstein, fristete Mr. Stubblefeld sein Dasein als Leiche. Bis zum Jahre 1959, da der kleine Landstrich in Pennsylvania, wo auch Mr. Stubblefeld begraben liegt, zu einem modernen Wunderland mutiert ist. Gegründet von einem der reichsten Männer des Universums, Andrew Monday, bekommt der Bürger alles was das Herz begehrt. Roboter nehmen einem die Arbeit ab und gesamt hat der Einwohner von Punchbowl alles, was man sich nur wünschen kann - inklusive einem auferstandenen Mr. Stubblefeld bzw. bald wohl eher als Stubbs, the Zombie bekannt.
Neues Genre: Eat'em Up oder doch Third Person Beißer?
Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse
Na ja, nicht wirklich ein neue Genrekomposition, vielmehr eine Veränderung bestehender Gegebenheiten. Neu ist in jedem Fall, dass Spieler nicht mehr länger gegen Zombies vorgehen muss. Stattdessen schlüpft man die Rolle eines Moderkameraden und hat nichts anderes im Sinn, als die Welt in ein riesiges Herr an Untoten Gehirnfressern zu verwandeln. Damit es aber erst einmal so weit sein kann, muss Stubbs sich von seiner lange Liegezeit erholen. Also beginnt ihr damit, den Marktplatz von Menschen zu säubern und all den hübschen Gestalten ein neues Aussehen zu verpassen und überdies auch ein neues Dasein zu schenken. Natürlich nehmen die Einwohner von Punchbowl ihr Gott gegebenes Schicksal nicht mit Freuden an und setzen sich passend zur Wehr. Frauen rennen was das Zeug hält, Männer verstecken sich gerne und die herbei gerufene Polizei zückt natürlich ihre Schießeisen um der Bedrohung her zu werden. Flink wie ihr aber seid, wisst ihr das zu verhindern und verspeist ein Oberstübchen nach dem anderen. Setzen sich die unwilligen Menschlein einmal zu sehr zu Wehr, greift ihr auf euer schimmeliges Repertoire zurück.
Die richtige Zombietechnik ist alles
Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse
Dank der lieben langen Zeit, die Stubbs in der Erde lag, konnte er verschiedene Fertigkeiten trainieren, die nun zum Einsatz kommen sollen und auch müssen. Hierzu gehört auch, dass Stubbs viel, viel Muskelkraft gesammelt hat. Ja, ja, auch Modermuskeln können gestählt werden. So kann er also zunächst einmal boxender- und tretender Weise so gut wie alles umnieten, was sich ihm in den Weg stellt. Hilfreich auch für vermeintlich verschlossene bzw. verbarrikadierte Türen und Tore, aber natürlich auch für uneinsichtige Menschlein, die keine gehirnlosen Wesen werden wollen. Reicht das kämpferische Potential bzw. der beißkräftige Kiefer einmal nicht aus oder ist die Masse an humanem Vorkommen auf dem Bildschirm zu groß, kann Stubbs auf seine eigene chemische Keule zurückgreifen. Einmal kräftig in die Knie gegangen und einen fahren lassen wie Conan, der Zerstörer (so sang es einst schon die EAV). Seinerzeit war im Übrigen schon "Abe" aus der bekannten "Oddworld" Serie für sein ultimatives Furz-Feature bekannt, aber Stubbs stellt das noch locker drei Mal in den Schatten. Und wenn er dann seiner Flatulence freien Lauf gelassen hat, röchelt und hustet alles in seiner Umgebung und serviert sich so auf bestmögliche Art und Weise seinem neuen Schöpfer.
Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse
Bekanntermaßen verfügen aber speziell Polizei und andere staatlich Bedienstete über rohe Waffengewalt. Damit Stubbs dieser nicht hilflos ausgeliefert ist, zeigt er den Gesetzeshütern wie leicht sie am Ende doch zu überrumpeln sind. Wenn die bereits angesprochene Blähungswaffe nicht hilft, reißt sich Moderkerlchen mal flink einen Arm aus und das sprichwörtlich. Diesen könnt ihr dann ohne Probleme über die Decke, an der Wand lang oder am Boden entlang steuern und einen der bewaffneten Dienstmützenträgern in Beschlag nehmen. Mit der Zombiehand besessen, feuert der arme Kerl dann nämlich nicht länger auf Stubbs sondern wendet sich seinen ehemaligen Kollegen zu. Natürlich nicht dauerhaft unverwundbar, wissen die Kollegen nur zu schnell, dass sie den ihren so und so verloren haben. So lange der Besessene lebt, so lange habt ihr Kontrolle über ihn. Stirbt der Gute, bekommt ihre eure Hand wieder und müsst ggf. nochmals neu ausholen, bis eben das Gebiet von Menschen gesäubert ist und nur noch Zombies umherlaufen. Generell ist es aber mit diesem Verfahren möglich, dass ihr so auch ganz regulär Waffen wie Schrotflinte, Pistolen, Gewehre & Co. benutzen könnt. Die Macht liegt in eurer Hand!
Stubbs the Zombie: Rebel without a Pulse
Last but not least könnt ihr mit Stubbs auch gefährliche Organgranaten basteln oder mit eurem eigenen Kopf Bowling spielen und dabei gleichzeitig alles verseuchen, was in der jeweiligen Umgebung kreucht und fleucht. Bezüglich der Granaten habt ihr eine Anzeige auf dem Bildschirm, die Gehirnsaftanzeige. Ist diese gut gefüllt, holt ihr einfach eins eurer Organe aus dem leicht zerfledderten Körper hinaus und bewerft damit eure Opfer. Fürs Bowling werdet ihr geschwind kopflos und mit dem richtigen Schwung und Dreh nietet ihr nicht nur Passaten von den Füßen, sondern könnt gleichzeitig beim Rollen Gift und Galle spuken, was die unmittelbare Verwandlung in einen Zombie zur Folge hat.
