Rampage: Total Destruction im Gamezone-Test

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Auch nach 20 Jahren ist das mutierte Abrisskommando Lizzie, George & Co. nicht totzukriegen.

Auch nach 20 Jahren ist das mutierte Abrisskommando Lizzie, George & Co. nicht totzukriegen. Haben sich die kultigen Pixelmonster nicht nur optisch, sondern auch spielerisch über all die Jahre weiterentwickelt? Wir haben Midways Budget-Randale ausführlich getestet.

Rampage: Total Destruction Rampage: Total Destruction Passend zum 20-jährigen Jubiläum der Serie bringt Midway eine günstige Neuauflage des Spielhallenklassikers "Rampage" in die Läden. Auch in "Rampage: Total Destruction" ist es euer primäres Ziel ganze Stadtviertel in Schutt und Asche zu legen und den Angriffen der stinksauren Hausbesitzer auszuweichen. Doch diesmal sind neben den drei altbekannten Abrissbirnen noch 27 völlig neue Monster auf Zerstörungstour durch sieben Großstädte, was zumindest optisch für jede Menge Abwechslung sorgt. Der Grund für den explosionsartigen Mutanten-Nachwuchs ist das so genannte "Scum Soda", ein neuer Softdrink mit einer ganz besonders vitalisierenden Nebenwirkung. Doch umso mehr Helfer umso besser, denn eure Aufgabe ist es ja glücklicherweise nicht die Biester einzufangen, sondern in ihrer Haut für die totale Zerstörung zu sorgen.

Der Kultklassiker im neuen Gewand

Rampage: Total Destruction Rampage: Total Destruction Spielerisch ist "Total Destruction" seinen Vorgängern sehr treu geblieben, was für langjährige Fans sicherlich ein Segen, für Neueinsteiger aber wohl eher eine Enttäuschung sein dürfte. Schließlich verlässt sich die Old-school-Randale immer noch auf das steinalte "Alles-und-jeden-plattmachen-Spielprinzip". Damit wird "Rampage: Total Destruction" auf jedem Fall seinem Titel gerecht, bietet aber nach heutigen Maßstäben leider nicht genügend spielerische Abwechslung. Stadt für Stadt zerlegt ihr mit euren Mutanten Häuserblock für Häuserblock, mampft zwischendurch ein paar zu neugierige Passanten, holt Hubschrauber vom Himmel und sackt hier und da ein verstecktes Extra ein. Das größte Highlight während der nicht enden wollenden Zerstörungsorgie sind ganz klar die verschiedenen Bonusziele und die detailverliebten Animationen der Monster. Außerdem haben die Entwickler wie bereits im Spielhallen-Original viele witzige Überraschungen in den Levels versteckt und sorgen damit wenigstens ein paar Momente lang für die bitter nötige Abwechslung: Mal werdet ihr von einem Stromschlag gebeutelt, einem Wasserstrahl vom Hausdach gefegt oder der Mutantenriese rutscht auf einem Kinderkarussell aus. Natürlich sind solche Gimmicks spielerisch kaum relevant, aber zumindest zeugt so etwas von viel Liebe zum Detail und einer Menge Traditionsbewusstsein der Entwickler.

Rampage: Total Destruction Rampage: Total Destruction Wenigstens hat man die Möglichkeit, auf dem Weg durch die unzähligen aber spielerisch absolut identischen Level neue Monster freizuschalten und nach jedem geschafften Level zu wechseln. Auch neu ist das Feature für jedes der Monster verschiedene Spezialfähigkeiten freizuspielen: Dies geschieht in der Regel durch das Erfüllen von vorgegebenen Bonuszielen, welche ihr am Anfang eines Levels eingeblendet bekommt. Da müssen dann mal schnell eine bestimmte Anzahl an Skateboardern vertilgt, Rocker samt Motorrad verspeist oder einfach nur versteckte Gegenstände hinter den Häuserfassaden gefunden werden. Wenn dies geschafft ist, freut sich euer Monster über einen tödlichen Schrei-Angriff, eine zusätzliche Stampf-Attacke und weitere schlagkräftige Spezialmanöver. Damit wird das Zerlegen der Häuserblocks natürlich um einiges einfacher und man kommt etwas schneller voran. Am Ende der sieben verschiedenen Städte steht schließlich noch der Kampf gegen einen Endgegner in Form eines besonders starken Panzers oder Hubschraubers auf dem Programm, was ebenfalls für willkommene Abwechslung sorgt, aber leider viel zu selten passiert.

Alles kaputt - und nun?

Rampage: Total Destruction Rampage: Total Destruction Spätestens wenn ihr die dritte Stadt mit dem Mutanten eurer Wahl zerlegt habt, werdet auch ihr dieses immer stärker werdende Gefühl der Langweile verspüren. Irgendwie will das Spielprinzip einfach nicht über das Niveau des 20 Jahre alten Originals hinauskommen, was sehr kräftig an der Langzeitmotivation nagt. Deutlich mehr Spielspaß bringt da schon der enthaltene Mehrspielermodus, der euch die totale Zerstörung gemeinsam oder auch gegeneinander spielen lässt. Außerdem bietet das Spiel noch einen Time-Attack-Modus, welcher, wie der Name schon sagt, eine möglichst schnelle Vorgehensweise erfordert. Unser persönliches Highlight in "Rampage: Total Destruction" war jedoch ganz klar der vorbildliche Bonusinhalt, welcher nicht nur das Spielhallen-Original aus dem Jahr 1986 enthält, sondern auch die Neuauflage "Rampage World Tour" aus dem Jahre 1997.

Dreidimensionaler Mutantenangriff

Rampage: Total Destruction Rampage: Total Destruction Die Präsentation von "Rampage: Total Destruction" kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Während in den Vorgängern noch mehr oder weniger pixelige Sprites für Randale sorgten, sind die Monster jetzt vollständig in 3D gehalten und zudem auch noch äußerst liebevoll animiert worden. Ganz besonders die 27 aufwendig erstellten Neuzugänge bringen in Sachen Optik viel Abwechslung ins Spiel, da jeder Mutant seine ganz besonderen Eigenarten und völlig neue Animationen spendiert bekommen hat. Die sieben verschiedenen Städte hätte man allerdings etwas abwechslungsreicher inszenieren können, denn bis auf ein paar kleine Details weiß man nur selten, wo man gerade die Fäuste fliegen lässt. Auch wird das knallbunte und mit vielen witzigen Zwischenfällen gespickte Chaos noch weiter durch sehr lustige Sprecher aufgelockert: Immer wieder bekommt man ein paar komische Sprüche der schaulustigen Reporter und Passanten zu hören, was für gute Stimmung in der Haut des Monsters sorgt. Die Hintergrundmusik ist allerdings ebenso langweilig wie das Gameplay selbst, hier hat wohl das knapp bemessene Budget nicht mehr ganz ausgereicht.

Meinung

Wertung zu Rampage: Total Destruction (PS2)

Wertung:

6.3 /10
Pro & Contra
detailverliebte Inszenierung30 aufwendig gestaltete Monsterwitziger Mehrspielermodusbeide Vorgänger als Bonusmaterialsehr günstiger Preis (nur knapp 20 Euro)
steinaltes Spielprinzipkeinerlei spielerische Abwechslungauf Dauer stocklangweiligStädte ähneln sich zu sehr
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