Final Fantasy IV Advance im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Auch heute noch kann das ursprüngliche Konzept trotz altersbedingter Schwächen begeistern.

Die Vorfreude auf den zwölften Teil der Final Fantasy Serie wird höchstens noch durch Infos und Bilder zum kommenden Next-Generation Ableger gesteigert, doch bevor ihr euch in die Grafikpracht des 12. oder 13. Teils stürzen dürft, versorgt euch Square-Enix mit einer runderneuerten Auflage von Final Fantasy IV als erweiterte GBA Version. Dieser Teil gilt als einer der Klassiker im Rollenspieluniversum und sorgte seinerzeit auf dem Super Nintendo ordentlich für Furore. Auch nach zig Jahren verlor der Titel nicht seinen Charme und überzeugt aufgrund durchdachter Erzählweise und einer umfangreichen Spielwelt.

Final Fantasy IV Advance Final Fantasy IV Advance In diesem Abenteuer geht es um den zwar recht jungen, aber schon erwachsenen Cecil, welcher als Kommandant der Rotschwinge das Herr der Luftflotte des Königs von Baron unter sicht hat. Er ist Meister im Kampf mit dem Dunkelschwert, hat aber ein reines Herz. Auf Befehl des Königs hat er unschuldige Bürger getötet, was er im offenen Gespräch gegenüber seinem Monarchen kritisiert, ja gar verabscheut. Kaum sind die Worte ausgesprochen, wird er zum einfachen Dienstboten degradiert, mitsamt seines Freundes aber auch Rivalen Kain. Zusammen mit dem Kommandanten der Dragoon-Einheit soll Cecil nun einen Ring in das Dorf Nebel bringen. Als bei der Ankunft die komplette Siedlung zerstört und fast alle Bewohner getötet werden, verliert der Held seinen Glauben an den König und entscheidet sich für den Kampf gegen den amtierenden Monarchen.

Final Fantasy IV Advance Final Fantasy IV Advance Ihr werdet in eine Geschichten hinein gezogen, welche zwar zu Beginn schleppend in Fahrt kommt, anschließend aber mit überraschenden Wenden und Erkenntnissen für einen optimalen Spannungsbogen sorgt. Erzählt wird alles ausschließlich in Textform, wie es zu Super Nintendo Zeiten fast immer üblich war. Die Übersetzungen der Konversationen erscheinen weder holprig, noch sonderlich tiefgründig, gefallen aber mit fließenden Unterhaltungen zwischen den unterschiedlichsten Charakteren. Auf der abenteuerlichen Reise schließen sich euch immer wieder neue Mitstreiter aus diversesten Gründen an, welche an euerer Seite gegen die unzähligen Monsterscharren antreten. Neben den abtrünnigen Kain lernt ihr natürlich des Heldens Herzensdame Rosa kennen, im Dorf Nebel nehmt ihr die verwaiste Rydia auf und im späteren Verlauf kreuzen sich die Wege mit königlichem Blut und mächtigen Zauberer wie Telliah und den Zwillingen Palom und Porom.

Ein Kampf gegen unzählige Monster

Final Fantasy IV Advance Final Fantasy IV Advance Bis zu vier kampfeswütige und rachesüchtige Mitmenschen stehen mit Cecil auf dem Schauplatz und lassen ihre Waffen bzw. die Magie sprechen. Die Kämpferriege wird aber stets aufgrund des Storyverlaufes automatisch ausgewechselt, ihr habt keinen Einfluss darauf, ob und wann ein weiterer Todesmutiger sich euch anschließt bzw. die Truppe wieder verlässt. Seid dabei auf manch tragische und herzzerreißende Szenen gefasst, ein Leid, dass uns Squar-Enix nicht selten beschert (man denke an FF VII). Durch den Verlust an Unterstützung kommt öfters das Problem auf, dass die Kämpfertruppe geschwächt dasteht und ihr euch neu sortieren müsst. Dazu dienen sowohl die Rüst- und Magiemenüs, als auch die Bereiche für die Kampfstrategie wie Formation und Reihenfolge. Hier könnt ihr recht unkompliziert und ohne viel Schnickschnack einige Einstellungen vornehmen, welche aber kein Studium im Bereich der RPGs von euch abverlangen.

Final Fantasy IV Advance Final Fantasy IV Advance Die Rollenspielperle stellt durchaus unter Beweis, dass auch mit einem schlichten Menü und ohne extrem komplizierte und umfangreiche Aufbau-, Aufrüst- und Einstellungsmöglichkeiten der Spielspaß vorhanden ist. Habt ihr euch mit den Kampfeigenschaften anvertraut, fliegen auf dem Schlachtfeld richtig die Fetzen. Wie üblich verteilt ihr schlagkräftige Argumente mittels einer Wahl im Kampfmenü, welches sich nach einer gewissen Zeit für den ausführenden Charakter öffnet. Ihr wählt zwischen normalen Angriffen, Spezialangriffen, weißer bzw. schwarzer Magie oder dem Vorrat an Items, den ihr euch bis dato angehäuft habt. Im späten Verlauf dürft ihr euch auch auf Beschwörungen freuen, welche größer angelegte Animation zur Folge haben. Wie üblich werden nach einer erfolgreichen Auseinandersetzung Erfahrungspunkte ausgeschüttet, welche automatisch für einen Levelaufstieg der Charaktere und somit runderneuerten Attributen sorgen.

Final Fantasy IV Advance Final Fantasy IV Advance Nicht nur jeder Mitstreiter hat spezielle Eigenschaften, was in dem Fall meist auf Zauber oder Bewaffnung zurückzuführen ist, auch die feindlichen Schergen erweisen sich als äußerst mannigfaltig. Von kleinen Schlangen, urkomischen Eiern und krabbenartigem Getier geht es bis hin zum mächtigen Steingolem, hünenhaften Feuerlöwen und unfaire mechanische Machwerke. Jedes Getier hat seine Stärken und Schwächen, welche ihr erst einmal herausfinden müsst. Dass dem feurigen Atem schnell durch Eis die Luft ausgeht, dürfte jedem Klar sein, bei manch einem Obermotz müsst ihr aber sehr taktisch vorgehen und dürfte keine falschen Argumente liefern. Neu in der GBA Version ist das Sammelsurium aller angetroffener Monster in einer umfangreichen Fibel. Ihr seht dort nicht nur ein passendes Abbild sowie die Anzahl an niedergeschlagene Kreaturen der selben Art, sondern könnt auch alle Attribute angefangen bei der Stärke bis hin zu max. Trefferpunkten ausgiebig studieren.

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