Super Mario Galaxy im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Einfach nur genial! Wer Mario auch nur ansatzweise leiden kann, der kommt um diesen Mega-Kracher nicht herum.

Super Mario Galaxy Super Mario Galaxy Neben solch abenteuerlichen Jump'n'Run Einlagen darf man aber auch die Zwischen- und Endgegner nicht vergessen. Immer wieder bekommt man es mit einem Obermotz zu tun und ein solcher Kampf ist jedes Mal aufs Neue ein wahres Erlebnis. Der Otakönig wartet in seinem See aus Lava auf euch und spuckt mit Felsbrocken. Schleudert diese auf ihn zurück und weicht seinen Gefährten aus, die er nebenher auch noch auf euch loslässt. Auch die fleischfressende Killerpiranhapflanze ist erwähnenswert. Befreit sie zunächst aus ihrem Ei, um ihr schließlich immer wieder den eigenen Schwanz auf die Rübe zu donnern, bis sie rot anläuft und vor Wut nahezu ausrastet. Last but not least hätten wir da natürlich noch Bowser. Auch er muss immer wieder bezwungen werden, bis die Galaxie endlich wieder in Sicherheit ist. Er heizt euch mit wuchtigen Stampfattacken ein, die allerdings den Nachteil haben, dass sie Glas zerschmettern. Deshalb muss er nun also auf eine Glasplattform gelockt werden, unter der sich Lava befindet. Wenn er hier seine Stampfattacke startet, verbrennt er sich ordentlich den Hintern und kann angegriffen werden. Die Bossfights sind teilweise richtig bombastisch ausgefallen und wirklich super inszeniert und machen einfach nur wahnsinnig viel Spaß.

Verwandlungskünstler Mario und die Wii-Remote

Super Mario Galaxy Super Mario Galaxy Was hat Mario im Laufe der Jahre nicht schon alles mitmachen müssen? Egal ob im Waschbären- oder Froschkostüm, als Hammerbruder oder mit kleinen Flügelchen auf der Mütze, als Metallmann oder bunt blinkende Gestalt - er hat wahrlich schon viele verschiedene Rollen eingenommen. Doch "Galaxy" toppt das alles mit einem ganz besonderen Outfit: Biene Mario! Sammelt einen schwarz-gelb gestreiften Pilz ein und Mario summt als kleines goldiges Bienchen fröhlich durch die Lüfte und sieht unglaublich putzig dabei aus. Mit Druck auf die A-Taste werden die Flügel geschwungen, doch wenn sich die Anzeige leert, muss wieder gelandet werden. Sobald man festen Boden unter den Füßen hat, füllt sie sich aber sofort wieder und es darf sogleich weitergeflogen werden. Kommt man in diesem Zustand mit Wasser in Kontakt, ist es vorbei mit Bienchen Mario und er verwandelt sich wieder zurück. Das gilt auch, wenn ihn ein Gegner berührt. Dieses Kostüm ist echt der Brüller. Aber auch als Geist macht Mario eine gute Figur. Als körperloses Wesen kann er sich unsichtbar machen und durch Gitterstäbe schlüpfen und unbegrenzt durch die Luft schweben. Auch Wasser kann ihm nichts anhaben, aber dafür reagiert er allergisch auf Licht. In der Gestalt einer Eisfigur kann Mario über Wasser laufen, während dieses unter ihm zu Plattformen gefriert. Als Feuermario schleudert er heiße Geschosse und Sprungfeder-Mario kann besonders hoch hüpfen. All diese Verwandlungsformen müssen hier und da geschickt eingesetzt werden, damit alle 120 Sterne gefunden werden können. Sie sind nicht aufgesetzt oder massig in die Levels eingebaut worden, sondern eher dezent an Stellen zu finden, an denen es auch wirklich angebracht ist und gut ins Spielgeschehen passt.

Super Mario Galaxy Super Mario Galaxy Manchmal bewegt man sich auch ohne ein Bienchen oder Geist zu sein ganz schwerelos durch das All. Hier kommen nun die besonderen Eigenschaften der Wii-Fernbedienung zum Einsatz. Sobald man mit dem Cursor auf blaue Sterne zeigt und schließlich die A-Taste gedrückt halt, wird Mario von diesen besonderen Sternen angezogen. Auf diese Weise kann er sich von Stern zu Stern durch den Kosmos hangeln, ohne auch nur einmal den Boden unter sich zu spüren. Doch meist sind diese Passagen nur sehr kurz. Wieder unten angekommen, kann die Wii-Remote aber nach wie vor als Zapper genutzt werden. Zeigt man mit dem Cursor auf einen Gegner und betätigt die B-Taste, schießt ein bunter Kristall aus dem Nichts auf den Widersacher los und betäubt ihn. Zuvor muss diese etwas eigenwillige Munition aber erst eingesammelt werden. Das kann ganz klassisch durch Berührung geschehen oder man zeigt einfach mit der Wii-Fernbedienung darauf, was um einiges schneller geht und praktischer ist, wenn die Kristalle nicht in Reichweite sind. Wenn ein Freund in der Nähe ist, dann kann sich dieser eine zweite Wii-Remote schnappen und aktiv ins Geschehen eingreifen. Er darf ebenfalls Kristalle einsammeln und kann sie sogar verschießen, während ihr euch auf das Abenteuer konzentriert. Mit seinem Zeiger kann er den Spieler auch auf bestimmte Dinge hinweisen und Tipps geben, sofern das erwünscht ist. Eine nette und unterhaltsame Idee, die den zweiten Mitspieler zwar nicht zu sehr einspannt, aber immerhin ein wenig ins Spiel miteinbezieht und nicht einfach nur beteiligungslos zuschauen lässt.

Es gibt hier und da auch Galaxien, die komplett vom Neigesensor der Wii-Fernbedienung Gebrauch machen. So muss etwa ein Rochen geritten, auf einer Kugel balanciert oder in einer Seifenblase geflogen werden. Dabei wird Mario durch das Neigen in eine bestimmte Richtung bewegt. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Diese kurzen Einlagen stellen eine willkommene Abwechslung zum übrigen Abenteuer dar und fügen sich dennoch prima in das Spiel ein.

Perfekte Steuerung in jeder Lage

Super Mario Galaxy Super Mario Galaxy Man hat sich in Sachen Steuerung nicht zu sehr darauf eingelassen, alles nur noch durch Bewegung zu kontrollieren und die grundlegenden Moves daher auf den ursprünglichen Tasten gelassen. Bewegt wird Mario mittels Analog-Stick, gesprungen wird nach wie vor mit der A-Taste und auch die anderen bekannten Aktionen funktionieren noch genau so wie es schon früher der Fall war. Die Wirbelattacke wird allerdings durch Schütteln der Fernbedienung ausgelöst. Das klappt wunderbar, ohne dass man sich das Handgelenk ausrenken würde oder dergleichen. Man ist nicht ständig nur mit Rumwedeln beschäftigt, muss aber ab und an dennoch die Hände benutzen und nicht nur auf die Buttons und den Analog-Stick zurückgreifen. Die Mischung ist ausgewogen und man hat auf aufgesetzte Wii-Features verzichtet und diese ein bisschen weniger, dafür aber gezielter platziert. Nichts ist erzwungen oder Fehl am Platz und alles fühlt sich sehr stimmig und wie aus einem Guss an.
Auch die ganz "normale" Steuerung funktioniert einfach perfekt. Ganz egal ob man mal wieder kopfüber an einem Planeten hängt oder das Geschehen von der Seite aus betrachtet, man hat stets die optimale Kontrolle und fühlt sich ständig als Herr der Lage. Hat man eine Plattform verpasst oder einen Sprung falsch getimt, so ist das in 90% der Fälle durch eigenes Verschulden zustande gekommen und nicht aufgrund mangelhafter Steuerung. Auch die Kamera macht keine Probleme und ist immer genau da, wo man sie haben muss. Sollte es dennoch mal nicht der optimale Winkel sein, kann sie per Steuerkreuz bequem wieder zurechtgerückt werden.

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