Crysis im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

...ein Meilenstein der Videospiel- geschichte, welcher die Messlatte für zukünftige Egoshooter gehörig höher hängt.

Vielzahl an Möglichkeiten

Crysis Crysis Wichtigstes Werkzeug in Crysis sind aber die Waffen und Vehikel, denn nur mit Tonnen und Mülleimern allein kommt man nicht gegen eine ganze Armee von Feinden an. Sorgen braucht man sich also nicht zu machen, dass einem langweilig wird, denn auch eine solch hohe Anzahl an verschiedenen Waffen, die alle modular erweiterbar sind, ist nicht oft gesehen. Neben einer Pistole und einer Maschinenpistole stehen einem sechs verschiedene Gewehre, ein Raketenwerfer sowie mehrere Granaten und C4 Ladungen zur Verfügung. Die Waffen sind allesamt erweiterbar, ganz oben auf der Wunschliste aller Ballerfans sollte hier das SCAR-Gewehr stehen, denn dieses zählt zu den vielseitigsten Waffen. Neben drei verschiedenen Visieren kann man sein Gewehr entweder mit Taschenlampe, Laseraufsatz, einem Granatwerfer, einem Schalldämpfer und einem taktischem Aufsatz, der einschläfernde Geschosse verschießt, bestücken. Je nach Anforderung kann man sich ein Snipergewehr oder ein Sturmgewehr zusammenbauen und auch ganz schnell wieder ändern. Dies verschafft einem einen großen Vorteil, indem man eine gegnerische Stellung von Weitem mit taktischen Geschossen und Schalldämpfer traktiert und bei Infiltration dann ein Sturmgewehr zur Hand hat.

Crysis Crysis Doch nicht nur mit den bekannten Waffen lässt es sich in Crysis töten. Ganz im Sinne der Mobilität kann man als Soldat in eine Vielzahl von Vehikeln steigen. Auf den Inseln sind in zivilen Dörfern beispielsweise genügend Autos und Pick-Ups verteilt, sodass man eigentlich nie lange laufen muss. Zusätzlich zu den zivilen Gefährten stehen uns auch Militär-Jeeps sowie Trucks zur Verfügung, mit deren Bordwaffen, einem Dachluken-MG, wir den Koreanern und Außerirdischen ordentlich einheizen. Im Verlaufe des Spieles und im Multiplayerpart kommen noch Panzer, Helikopter, Senkrechtstarter und aus FarCry bekannte Boote zum Einsatz. Dies ermöglicht es uns, die komplette Inselwelt von Crysis auf verschiedene Arten zu erkunden, denn an den Storyverlauf müssen wir uns nicht zwingend halten. Sollten wir ein Boot finden und lieber ein oder zwei Stunden um die Inseln fahren wollen, so steht es uns jederzeit frei. Im Kampf stehen uns aber nicht nur Waffen und Vehikel zur Seite, nein! Wir sind auch noch zusätzlich mit einem sogenannten Nanosuite ausgerüstet, einer streng geheimen Militärerfindung. Dieser gibt, je nach Einstellung, Botenstoffe an unseren Körper ab oder entwickelt eine schützende Wirkung. So können wir zwischen den Modi "Stärke" in dem wir besonders heftig austeilen und hoch springen können, sowie "Panzerung", "Tempo" und "Tarnung" wählen. Bei letzterem wird man nahezu unsichtbar und ist vor Feindentdeckung geschützt. Wer sich jedoch im Tarnmodus bewegt muss bedenken, dass Gräser und Bäume dennoch berührt und bewegt werden und dazu auch die Energie schneller sinkt als wenn man stehen bleibt. Daher ist dieser Modus zeitlich begrenzt, taugt aber trotzdem wunderbar, um sich als Meuchelmörder zu betätigen. Man pirscht sich leise an, wechselt schnell in den Panzerungsmodus, der die Energie wieder auffüllt, schießt mit dem Schalldämpfer den nächsten Gegner über den Haufen und verschindet schnell wieder im Tarnmodus.

Crysis Crysis Der einzige Punkt, der etwas enttäuscht, ist die Gegner-KI. Von Crytek hochgepriesen und beworben, muss man feststellen, dass sich Charaktere im Spiel zwar durchaus menschlich verhalten, rauchen, schlafen, reden, spazieren gehen und sich im Angriffsfall untereinander absprechen wer was macht und auch miteinander kommunizieren, um herauszufinden wo wir uns verstecken. Wenn man aber aus der Ferne mit einem präzisen Schuss in eine Menge schießt reagieren die Koreaner teils überhaupt nicht. Manchmal drehen sie sich wie wild um die eigene Achse, einen Gegenangriff starten sie aber leider nicht, ebenso wenig gehen sie in Deckung. Das passiert alles nur, wenn man uns als Gegner identifiziert hat und wir sozusagen schon im Vorgarten der koreanischen Stellungen rumkriechen. Hier hervorzuheben ist jedoch, dass die KI in solchen Situationen doch recht realistisch handelt und entscheidet. Gegner sprechen sich plötzlich ab, schreien sich gegenseitig ihre Positionen zu, wenn man uns entdeckt ruft man Hilfe herbei. All das, was im Fernkampf nicht so perfekt läuft, klappt im Nahkampf-Schusswechsel wunderbar.

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Der Multiplayer

Crysis Crysis Wenn man der leicht ausgelutschten Story - nicht gerade gutwillige Aliens fallen ein und wollen alles Leben ausrotten und DU rettest die Welt! - überdrüssig wird, kann man einfach vom Soloteil in den Multiplayer-Part wechseln. Dort stehen einem zwei Online- sowie LAN-Modi mit Namen "Instant Action" und "Power Struggle" zur Verfügung. Das Erstere ist eine Form von Deathmatch und vermutlich allen bekannt. Man startet an verschiedenen Stellen einer Map, nur mit Pistole und Nanosuite ausgerüstet. In der näheren Umgebung der Spawnpunkte sind recht großzügig Waffen zum Aufsammeln verteilt, sodass man sich nur bedienen und Gegner suchen braucht. Dies geschieht meist recht schnell, immerhin sind die Karten so ausgelegt, dass man nicht viel Zeit mit Suchen verschwenden muss sondern sich oft über den Weg läuft.

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