Supreme Commander im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mit diesem Titel hängt Chris Taylor die Latte an denen sich zukünftige RTS-Games messen lassen müssen deutlich höher.

Abseits der Kampagne

Supreme Commander Supreme Commander Sind die drei Kampagnen erstmal durchgespielt, hört der Spaß noch lange nicht auf. Nun dürft ihr euch im Gefechts-Modus weiterhin bekriegen. Hier könnt ihr mit Hilfe vieler Einstellungen eigenen Schlachten kreieren. Ein weiteres Highlight ist der ausführliche Multiplayer-Modus. Den richtigen Gegner vorausgesetzt, liefert ihr euch spannende Kämpfe mit Spielern auf der ganzen Welt. Es ist erstaunlich wie problemlos und technisch einwandfrei die ersten Partien ablaufen. Wegen dem taktischen Tiefgang und einer Unmenge an unterschiedliche Karten wird so schnell keine Langeweile aufkommen. Die komfortable Match-Making-Funktion, die Clan- und Mod-Unterstützung dürften dafür sorgen, dass Supreme Commander ein langes Leben führen wird. Darüber hinaus bietet die Online-Plattform GPG Net jede nur erdenkliche Komfortfunktion wie private Chaträume, die Möglichkeit Wiederholungen anzuschauen oder einem Spiel als Zuschauer beizuwohnen.

Die Technik

Supreme Commander Supreme Commander Krachen zwei Armeen aufeinander, wird der Bildschirm mit optische beeindruckenden Feuergefechten durchzogen. Vor allem die teilweise gigantischen Explosionen suchen Ihresgleichen. Die einzelnen Einheiten wirken dabei allerdings eher schlicht. Da ihr aber meist aus großer Entfernung spielt, dürfte dieses Manko kaum auffallen. Etwas ärgerlicher ist eher das sehr schlichte Kartendesign. Trotz hochauflösender Texturen und einer schicken Wasseroberfläche bieten die Areale recht wenig Abwechslung. Bis auf ein paar Bäume und Trampelfade lassen sich selten herausragenden Merkmale finden. Dies liegt wohl daran, dass die Engine große Einheitenaufkommen möglichst gut bewältigen muss. Die Möglichkeit stufenlos heraus zu zoomen, bis das gesamte Schlachtfeld überblickt werden kann, ist dennoch eine technische Meisterleistung. Wer Supreme Commander flüssig und in voller Pracht genießen will, braucht ein wahres Hardware-Monster. Während für die ersten ein oder zwei Missionen ein Mittelklasse PC ausreicht, wird wegen der späteren Massenschlachten zunehmend mehr Rechenpower und vor allem viel RAM benötigt. Ansonsten muss kräftig an den Details geschraubt werden. So schlimm ist das allerdings auch wieder nicht, da ihr viel Zeit in der sowieso schon schmucklosen Gesamtansicht verbringen werdet.

Supreme Commander Supreme Commander Unterstützt wird das Schlachtengetümmel von einem stimmungsvollen Soundtrack. Während des Tests kam es aber oft zu Musikunterbrechungen. Nur nach dem Neuladen des Spielstandes erklang die musikalische Untermalung erneut. Gesprochen wird in Supreme Commander wenig. Bis auf die Einsatzbesprechungen, die in einem akzeptablen Deutsch ertönen, gibt es in den Missionen leider keine sprachlichen Rückmeldungen der Einheiten. Dafür klingen die Schusswechsel und die damit verbundenen Explosionen sehr satt. Mit dem entsprechendem Soundsystem ein wahrer Hörgenuss.

Meinung

Wertung zu Supreme Commander (PC)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Taktisch sehr fordernde Massenschlachtenriesige Einsatzgebieteeine Vielzahl unterschiedlicher Einheiten mit individuellen Stärken und SchwächenEntwickler haben sich mit der intuitiven Bedienung viel Mühe gegebenintelligente KIdie komplett heraus zoombare Kamerabombastische Explosionengelungener Multiplayer-Modus mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten
Zäher BasisaufbauWegfindungsproblememaue Sci-Fi-Storyunkreatives Missionsdesignoft hektisch und unübersichtlichenormer HardwarehungerAnfänger werden es nicht leicht haben
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