Infernal im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mitunter sind es die eher unscheinbaren und weniger bekannten Titel die in der Praxis positiv überraschen.

Höllen-Optik

Infernal Infernal In den ersten Sekunden erlebt ihr einen wahren Grafikoverkill, bei dem ihr womöglich anfänglich vor lauter Effekten den Gegner nicht ausfindig machen könnt. Überall Spiegel- und Lichteffekte, Neonröhren tauchen den Bildschirm in ein psychedelisches Farbenmeer ein, wobei überall Menschen panisch durch die Gegend rennen und ein Hubschrauber an den Fenstern vorbei fliegt. Die ersten Minuten haben es in sich. Später wandert ihr durch schneebedeckte Landschaften mit wunderschön glänzendem Schnee, es wird durch schaurig gruselige Gewölbe geschlichen, die dank feinster Licht- und Schattenspiele äußerst realistisch daherkommen, und die bildschirmfüllenden Explosionen sind ohnehin ein Highlight. Die mit feinstem Bumb-Mapping überzogenen Texturen und die Player-Models überzeugen auf ganzer Linie mit feinen Details. Der Einsatz der infernalen Kräfte ist dabei ebenfalls einen Blick wert, oder auch zwei. Infernal ist ein wahres Next-Gen-Spiel, das der Xbox 360 und der PS3 sehr gut zu Gesicht stehen würde.

Infernal Infernal Im übrigen unterstützt Infernal die neuesten Physik-Karten von Ageia aber auch ohne diese Zusatzhardware funktioniert die Physik-Engine äußerst authentisch. So fliegen unter anderem Kisten bei Explosionen physikalisch korrekt durch die Luft und auch das Ragdoll-System lässt kaum zu wünschen übrig, auch wenn hier das eine oder andere mal kuriose Situationen entstehen können. In der deutschen, unblutigeren Fassung könnt ihr allerdings nicht mehr auf Leichen ballern. Zudem gibt sich Infernal in Hinsicht auf die gebotene Grafik sehr bescheiden. Mit einer Shader 3.0 Grafikkarte, 2,6 Ghz und 512 MB Ram lässt sich der Titel mit allen Details flüssig spielen.

Infernal Infernal Wenn es um die musikalische Untermalung geht, braucht sich Infernal ebenfalls nicht zu schämen: Rockig, treibende Beats wechseln sich gelegentlich mit gotischen Klängen ab, die perfekt zum Spielgeschehen passen. Nur die etwas misslungene deutsche Synchronisation, die hauptsächlich in den vielen Zwischensequenzen zum tragen kommt, kann wenig überzeugen. Das gibt Abzüge in der B-Note, zumal die potentiell coolen Sprüche des Anti-Helden in unsere Sprachfassung manchmal etwas lächerlich klingen. Wenn dann aber während des eigentlichen Spiels die Gegner lautstark nach Verstärkung rufen und die Vorgesetzten über Funk befehlen die Stellung zu halten, ist man fast wieder versöhnt.

Meinung

Wertung zu Infernal (PC)

Wertung:

8.4 /10
Pro & Contra
Cooler Anti-Heldabwechslungsreiche Schauplätzedie infernalen Kräftenette Rätseleinlagendetaillierte und stimmungsvolle Grafikrockiger Soundtrackfordernde Bossgegner
Sprachausgabe hätte besser ausfallen könnenviel Potential bei der Storyausarbeitung verschenktkein Multiplayernach 8 Stunden vorbei
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