Es gibt nur wenige Spielmechaniken die so für Nintendos DS geschaffen wirken wie der Theme Park.
Alles im Griff
Theme Park DS
Spielerisch wie auch optisch erfreut sich der Liebhaber klassischer Videospiele an einer sehr detailgetreuen Umsetzung des PC-Hits. Einige Einschränkungen muss man aber in Kauf nehmen, welche sich vor allem auf die Steuerung auswirken. Auf den kleinen Bildschirmen des Nintendo DS hat man einfach nicht mehr den Platz wie auf dem PC. Im Gegensatz zu "Zoo Tycoon" haben sich die Entwickler von "Theme Park" aber wahrlich Mühe gegeben und die Bedienung sauber umgesetzt. Nach einigen Handgriffen fliegt der Stylus über den Touchscreen, als ob man sein Leben lang nichts anderes gemacht hätte. Sämtliche Menüs lassen sich über kleine Icons aufrufen, sind sehr übersichtlich gestaltet und bieten Dank der beiden Bildschirme Platz für einen hohen Informationsgehalt. Sei es nun bei der Auswahl neuer Attraktion, oder aber Statistiken bzw. die Emotionen einzelner Parkbesucher, schnell seit ihr über den aktuellen Stand aufgeklärt.
Theme Park DS
Zumeist findet die Wahl einer Option mit einem gezogenen Kreis oder gemalten Hacken über dem Icon statt, anschließend wechselt der Bildschirm und ihr seht auf der grünen "Spielwiese" ob ihr dort das Fahrgeschäft platzieren könnt, oder nicht. Gegebenenfalls bewegt ihr den Bildausschnitt mit dem Steuerkreuz. Falls ihr die Zeit im Spiel etwas schneller ablaufen lasst, zeigen sich hier doch ein wenig die technischen Grenzen in Form einiger Ruckeleinlagen beim Scrollen des Bildes. Übernommen hat man leider auch die Art der Auswahl von Beträgen. Sei es nun bei Bestellung von Waren, die Entscheidung über Eintritts- und Verkaufspreise als auch Ausgaben für die Forschung: Stets müsst ihr mit kleinen Pfeilen die Ziffern solange rotieren, bis der gewünschte Betrag ersichtlich ist. Eine kleine virtuelle Tastatur mit Zahlen wäre mit Sicherheit deutlich komfortabler gewesen, aber dennoch trübt ein solches Manko nicht den sehr positiven Eindruck der Steuerung.
Retroflair und Spielspaß
Theme Park DS
EA präsentiert uns mit "Theme Park" eine mehr als würdige Umsetzung des doch schon etwas betagten Klassikers. Vor allem optisch blieb man dem Original - fast schon bis auf den letzten Pixel - treu! Sowohl die Charaktere erinnern an uns die putzigen Figuren auf dem PC als auch die verschiedenen Attraktionen. Kenner vertrauen ihrem Gefühl, setzen ihr Geld sofort richtig ein und optimieren ihren Vergnügungspark wie eh und je. Ziemlich sicher wird man das eine oder andere Déjà-vu-Erlebnis mitmachen und auch mit altbekannten Problemen kämpfen. Nach wie vor verirren sich die Besucher und finden den Ausgang nicht wieder oder stecken einfach aufgrund der etwas ungünstig angelegten Wege und Attraktionen so fest, dass sie gar nicht mehr weitergehen können. Altbekannte Probleme, mit denen sich der PC-Spieler schon vor 13 Jahren auseinander setzen musste.
Theme Park DS
Ebenfalls zu kämpfen hat man mit dem doch etwas eintönigen Gameplay. Ihr habt zwar viel zu tun und müsst vor allem bezüglich den Managertätigkeiten ein wachsames Auge haben, doch ein erneuter Spielbeginn bringt kaum Abwechslung mit sich. Stets stehen dieselben Attraktionen bereit und einzig allein das Land und das Verhalten der Besucher verhält sich variabel. Als das Original erschien, waren die Ansprüche auch noch nicht so hoch. Heute fehlt aber die nötige Motivation, um den Titel wirklich ausgiebig genießen zu können. Freischaltbare neue Attraktionen, evtl. einige Missionen oder Bonusextras hätten den Wiederspielwert sicherlich steigern können. Immerhin bietet man eine Wi-Fi Unterstützung an, sofern zwei Module vorhanden sind. Steht die Verbindung, vergnügt ihr euch als Besucher im Freizeitpark eures Freundes.
Theme Park DS
Technisch fallen auf dem ersten Blick kaum Veränderungen auf, sieht man von der etwas niedrigeren Bildschirmauflösung mal ab. Das Retroflair für Kenner des Originals ist definitiv vorhanden und zieht sich auch über die Soundeffekte hinweg. Liebgewonnene Geräusche ertönen aus den kleinen Boxen und muntern den Spieler auf. Die Musik gestaltet sich dagegen etwas zu monoton und lustlos, kann bei Bedarf aber auch gewechselt werden. Dem Rotstift fielen letztendlich nur einige Kleinigkeiten zum Opfer. Unter anderem muss man auf die 3D-Videofahrten der Fahrgeschäfte verzichten, welche bei der CD-Rom Variante von "Theme Park" noch dabei waren. Auch hat man nicht mehr den optimalen Überblick über den Park. Die Gebäude lassen sich nicht transparent schalten, was bei Optimierungsarbeiten besonders bezüglich der Wege hinderlich sein kann. Ein kleines, manchmal aber sehr nerviges Manko.
