Barbarisch und ohne Gnade rücken diese Spartaner vor, nur leider ohne groß Sympathien zu wecken!
Immerhin ein orchestraler Hörgenuss
300: March to Glory
Technisch bietet der Titel ebenso Höhen, als auch bitter Tiefen. Manch ein Level begeistert mit opulenten Landschaftsbildern und einer schönen Weitsicht in den blutroten Sonnenuntergang, manch andere Abschnitte lassen diese Detailtiefe aber schmerzlich missen. Unscharfe Texturen wechseln sich den Höhlen und Tempeln mit teils netten Statuen und Wandmalereien ab. Immerhin wird der Kampf Dank der Zeitlupeneffekte und durchaus flüssigen Animationen der Kämpfer sehr ansprechend in Szene gesetzt. Nur hätte man den Kameramann dringend austauschen müssen. Dieser bleibt mit seinem "Auge" oft an Kanten hängen oder dreht die Sicht während der Angriffe in unmögliche und absolut ungünstige Positionen, so dass der Überblick vollkommen verloren geht. Auch einige Schnitzer, zum Beispiel sich auflösende Wände gehören zum Alltag dieses Spieles.
300: March to Glory
Bei den grafischen Mängeln drücken wir aber gern mal ein Auge zu, sobald der Spielfluss aber unter den technischen Problemen leidet, ist auch unsere Geduld am Ende. Vor allem wenn man sich in größeren Tempelräumen begibt oder einfach ein paar Soldaten zuviel auf dem griechischen Boden stehen, geht die Bildwiederholungsrate dermaßen in die Knie, dass man fast schon an eine Diashow erinnert wird. Kaum hat man die leidige Passage gemeistert, läuft alles auch schon wieder flüssig! Auch der Sound kämpft mit ständigen Ladehemmungen daher und pausiert hier und da ohne einen plausiblen Grund dafür zu haben. Dadurch wird der Hörgenuss auf die Probe gestellt, denn der orchestrale und stellenweise sehr pompöse Soundtrack ist mitunter eines der größten Highlights. Zusammen mit der vor allen in den Videosequenzen sehr gelungenen Sprachausgabe verrichtet der Sound eine hervorragende Arbeit, sieht man von einigen Geräuscheffekten mal ab.
